Die LA Auto Show hat schon bessere Zeiten gesehen. Das große Feiern der Autohersteller ist dieses Jahr auf der Messe abgesagt.Bild 1 von 36 Es läuft einiges schief bei den Autobauern. Insbesondere die US-Marken befinden sich in existenziellen Schwierigkeiten.Bild 2 von 36 Früher protzte man mit dicken Geländeschiffen wie dem Hummer. Doch die sind out. Der Hummer steht gar fast symbolhaft für den Niedergang der amerikanischen Automobilindustrie.Bild 3 von 36 Besonders hart getroffen hat es General Motors. Leere herrscht nicht nur am Messestand, sondern vor allem in den Kassen des einstmals größten Autobauers der Welt.Bild 4 von 36 Die früheren "Big Three" wurden zu Bittstellern bei der US-Regierung. Statt Sekt gab es Selters, und den Autobossen wurde ordentlich eingeschenkt. "Sie haben Milliarden verbrannt", mussten sich die eitlen Manager da anhören. Geld gab es keines.Bild 5 von 36 Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger lies sich immerhin auf der Auto Show blicken. Doch im Gegensatz zu früher interessierte der sich nicht mehr für Hummer. Vielmehr wollte er "Green Cars" sehen. Bei den US-Herstellern wurde er da allenfalls beim Chevy Volt fündig.Bild 6 von 36 Da setzte er sich doch lieber mal in den VW Jetta (so heißt das Auto in den USA schon eh und je). Zum ersten Mal ergatterte mit dem VW Jetta TDI ein Diesel-Auto den Titel "Green Car of the Year".Bild 7 von 36 Ein starkes Zeichen für die wachsende Bedeutung des Diesel in den USA. Für die deutschen Hersteller eine gute Sache, denn die bauen sicher mit die besten und vor allem verbrauchsärmsten Selbstzünder der Welt.Bild 8 von 36 Der Chevy Volt hingegen ist ein durchaus interessanter Ansatz. Der Benzin-Motor dient lediglich zum Laden der Batterie. Damit kommt man 60 Kilometer weit.Bild 9 von 36 Durch die Aufladung während der Fahrt erhöht sich die Reichweite auf bis zu 1000 Kilometer. Leider kommt das Auto doch recht spät und wirkt wie ein Alibi neben der restlichen Modellpalette von GM.Bild 10 von 36 Von den drei einst großen US-Herstellern hat lediglich Ford überhaupt zu einer Pressekonferenz geladen. Heute werden diese nur noch spöttisch "Detroit Three" genannt. Ford-Vize Horbury stellte den neuen Lincoln MKZ vor.Bild 11 von 36 Gefragter sind jedoch die europäischen Modelle. Der Ford Fusion in der US-Version hat allerdings nichts mit dem europäischen Modell zu tun. Dennoch ein Wandel in der Modellpalette. Kleiner und sparsamer - einfach zeitgemäßer.Bild 12 von 36 Doch es gibt ihn noch: Den amerikanischen Traum in Automobil. Der Ford Mustang gehört in jedem Fall dazu. Entsprechend viel Aufmerksamkeit bekam er auch bei seiner Premiere. Vorgestellt wurde er immerhin von Ford-Amerika-Chef Mark Fields.Bild 13 von 36 Beim Facelift hat der Inbegriff des Musclecars schmalere Scheinwerfer und eine breitere Frontschürze bekommen. Bei den Motoren bleibt es mit neuerdings 800 PS im Spitzen-V8 gewohnt brachial.Bild 14 von 36 Auch die Radkästen sind mit größeren Leichtmetallfelgen bestückt. Über das Handy des Besitzers kann das Auto auch seinen Gesundheitszustand an den Hersteller senden.Bild 15 von 36 Da ist Honda in Sachen Sportwagen schon etwas innovativer. Die Japaner stellen mit den FC Sports einen Flitzer mit Brennstoffzellenantrieb vor. Drei Personen können Platz nehmen. Zwei davon seitlich versetzt hinter dem Fahrer.Bild 16 von 36 In Sachen Design ist das Auto sicher zukunftsweisend. Der Brennstoffzellenblock ist aus dem FCX Clarity bekannt. Das Heck ähnelt jedenfalls sehr einem Raketenantrieb.Bild 17 von 36 Die Batterie sitzt mittig auf dem Fahrzeugboden, zwei Wasserstofftanks sind auf der Hinterachse platziert. Damit wird ein sehr tiefer Schwerpunkt erreicht.Bild 18 von 36 Noch eine Studie der bekannt forschungslustigen Honda-Werke ist der CR-Z. Der Wagen fährt mit Hybrid-Antrieb und besticht durch keilförmige Optik. Er könnte ein Ausblick auf einen nahenden Hybrid-Sportwagen der Japaner sein.Bild 19 von 36 Ebenfalls eine Weltpremiere ist der Mini E von BMW. Die Rückbank musste für Batterien weichen und die Reichweite beträgt rund 200 Kilometer. Nicht besonders viel, aber ausreichend. Immerhin startet der kleine Stromer direkt durch in den Feldversuch in Kalifornien.Bild 20 von 36 Auch Carlos Goshn hat für Renault Nissan in den USA was anzupreisen.Bild 21 von 36 Den Nissan 370 Z zum Beispiel. Ein astreiner Japan-Sportler, dessen Vorgänger, der 350 Z, schon eine günstige Alternative zu Porsche und Co. darstellte.Bild 22 von 36 Optisch sind die pfeilförmigen Scheinwerfer die auffälligste Neuerung. Ansonsten ist das Auto deutlich leichter geworden (1365 Kilogramm) und hat sich auf 4,15 Meter verkürzt. Der 3,5-Liter-V6 hat jetzt 350 PS.Bild 23 von 36 Doch auch Porsche selbst hat was Neues in Petto. Den Porsche Cayman gibt es als Facelift zu sehen. Optisch hat sich einiges getan. Die Scheinwerfer mit integrierten Blinkern und Rückleuchten aus LEDs fallen am deutlichsten auf.Bild 24 von 36 Ebenso wie beim aufgefrischten Boxster. Die beiden Motoren mit 2,9 und 3,4 Liter Hubraum haben 10 Prozent mehr Leistung und sollen 18 Prozent weniger verbrauchen.Bild 25 von 36 Den bekennenden Porsche-Fahrer Jerry Seinfeld wird es freuen. Er war bei der Premiere der beiden Modelle anwesend.Bild 26 von 36 Die Nissan-Tochter Infiniti zeigt den C37 als Neuheit. Die Mittelklasselimousine hat, ganz konzerntypisch, ein Stahlklappdach und einen 3,7 Liter großen V6-Motor mit 320 PS an Bord.Bild 27 von 36 Auch die deutschen Marken müssen ihr Umweltimage noch reichlich aufpolieren. Sie stehen zwar sicher besser da als die Konkurrenz aus den USA, doch Umweltengel waren sie in der Vergangenheit auch nicht.Bild 28 von 36 Daher zeigt BMW auch in Los Angeles seinen 7er Hydrogen. Der ist zwar nicht neu, aber extrem sauber durch den Wasserstoffantrieb. Und er fährt bereits auf der Straße. Allerdings sind Wasserstofftankstellen noch rar gesät.Bild 29 von 36 Audi stellt mit dem Q5 einen kleines SUV vor. Audi-Kommunikationsleiter Stephan Öri kann bei dem kleinen Bruder des Q7 auf einen sehr verbrauchsarmen Drei-Liter-Diesel verweisen.Bild 30 von 36 Eine Weltneuheit ist der Lexus RX 450h Hybrid. Der Luxusableger von Toyota feiert mit seinen Hybridmodellen in den Staaten große Erfolge. Viel Details hat man nicht verraten, aber das Crossover-Modell hat Allradantrieb und zwei leistungsstarke Elektromotoren.Bild 31 von 36 Stimmt, da war doch noch was umweltfreundliches vom Opel-Bruder Saturn. Doch die Studie Flextreme war schon auf der IAA unter dem Opel-Blitz zu sehen. Ein 120 KW starker Elektromotor treibt neben einem 1,3-Liter Turbodiesel den Europa-Import an.Bild 32 von 36 Dann gibt es noch einen Elektroflitzer von Dodge. Der EV hat einen 268 PS starken Elektromotor mit einem Drehmoment von 650 Newtonmeter. Damit könnte sich der Dodge zum Tesla-Killer entwickeln, wenn der Prototyp denn gebaut wird.Bild 33 von 36 Der Pontiac Solstice war schon auf der New York Auto Show zu sehen. Dennoch ist er einen Blick wert, denn der schicke Amerikaner könnte der Vorbote für ein Opel GT Coupé sein. Und das wird sehnlichst erwartet.Bild 34 von 36 Das Kasten-Design ist im Kommen. Na ja, wem's gefällt. Der Kia Soul wird jedenfalls ab 2009 gebaut und dann dürfen die Käufer über den Koreaner entscheiden.Bild 35 von 36 Genau die entscheiden am Ende auch über das Schicksal der Autoindustrie, insbesondere der amerikanischen. Schaffen die nicht in kürzester Zeit die Trendwende, dann dürften die nächsten Auto Shows auf US-Boden deutlich sparsamer ausfallen. (Bilder: Reuters, AP)Bild 36 von 36