Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
SA 9° / 23°
SO 11° / 23°
Alter BS-Ordner (neue Heimat suchen)

Kurzbesuch an der Krisenfront: Merkels Auftritt bei Opel

 
Die Bundesregierung wird dem angeschlagenen Autobauer Opel mit Bürgschaften helfen.

Die Bundesregierung wird dem angeschlagenen Autobauer Opel mit Bürgschaften helfen.

Das macht Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim deutlich.

Zur Rede der Kanzlerin rückt die Belegschaft in gelben T-Shirts an.

Die Botschaft lautet "Wir sind Opel". Trotz, Zusammenhalt und Aufbruchsstimmung schwingen mit. Opel ruft den Geist der Wende-Zeiten an.

Auch aus der ersten Reihe leuchtet Merkel die gelbe Signalfarbe entgegen: Die Erwartungen sind hoch, die Stimmung emotional.

Es müsse alles darangesetzt werden, einen Investor zu finden, verkündet die Kanzlerin.

Der Geldgeber soll "mit staatlicher Unterstützung" eine langfristig Lösung schaffen, so Merkel vor rund 3000 "Opelanerinnen und Opelanern".

"Und das sage ich ausdrücklich zu, wir haben die Instrumente", versucht sie die verunsicherten Menschen zu beruhigen.

Merkels Zusage betrifft allerdings nur Bürgschaften.

Eine direkte Staatsbeteiligung, die etwa Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier fordert, lehnt Merkel erneut ab.

Trotz der 60-Tage-Frist der US-Regierung für den Mutterkonzern General Motors (GM) müsse rasch gehandelt werden, mahnt Merkel.

"Den Grundstein müssen wir jetzt legen, und zwar schnell, um ein Opel Europa zu kreieren, das für die Zukunft gerüstet ist", so Merkel.

Die US-Regierung hatte GM am Vortag erneut eine Frist zur Vorlage eines tragfähigen Zukunftskonzepts gegeben.

Merkel fordert einen starken Mann für Opel:

"Wir brauchen hier jemanden, der sich Opel verpflichtet fühlt ...

... und von GM die Freiheit bekommt, dass er für Opel verhandeln kann."

Merkel spricht in Rüsselsheim davon, die Bemühungen zur Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel verstärken zu wollen.

Die Regierung werde kurzfristig ein Verhandlungsteam mit Vertretern von Bund, der betroffenen Länder, Investmentbanker und Wirtschaftsfachleuten zusammenstellen.

Dieses Team soll dann die deutschen Interessen gegenüber dem Mutterkonzern General Motors und der US-Regierung vertreten.

Gruppenbild mit Kanzlerin: Im schwarzen Tuch vorn links Opel-Chef Hans Demant, Angela Merkel in grau und Carl-Peter Forster rechts mit blauer Krawatte. Betriebsratschef Klaus Franz (ganz rechts) trägt sein Hemd offen.

Trotz aller Politik-Prominenz: Wer am Fließband steht, dem ist in diesen Tagen nicht nach Lächeln zumute.

Vielleicht denken die Opelaner an die Kollegen in ...

... Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern oder Eisenach.

"Lassen Sie uns dafür arbeiten. Es wird noch hart. Aber wir haben eine Chance", sagt Merkel zum Schluss ihrer gut 15-minütigen Rede.

Und dann ist der Besuch der Kanzlerin auch schon wieder vorbei. (Bilder: AP, dpa und rts / Text: Martin Morcinek mit Material von dpa und rts).

Bilderserie versenden
Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.