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Bilderserie: Out Of The Dark - Mythos Falco

 
Johann Hölzel alias Falco war einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Musiker aller Zeiten. Bis heute verkauften sich seine Platten 50 Millionen mal. Als einziger Künstler schaffte er es mit einem Song in deutscher Sprache auf Platz eins der US-Charts. Am 6. Februar 1998 kam er bei einem Autounfall ums Leben.

Johann Hölzel alias Falco war einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Musiker aller Zeiten. Bis heute verkauften sich seine Platten 50 Millionen mal. Als einziger Künstler schaffte er es mit einem Song in deutscher Sprache auf Platz eins der US-Charts. Am 6. Februar 1998 kam er bei einem Autounfall ums Leben.

Ende der 70er Jahre zog Hölzel für kurze Zeit nach West-Berlin. Dort entstand der Name, mit dem er zu Weltruhm kam. Der DDR-Skispringer Falko Weißpflog hatte ihn so stark beeindruckt, dass er dessen Vornamen in leicht abgewandelter Form annahm. Wieder zurück in Wien, verdiente sich Falco seine ersten Sporen ...

... als Musiker. Er spielte in den Bands "Spinning Wheel" und "Drahdiwaberl", trat im Ersten Wiener Musiktheater auf. Angeblich war er schon damals für exzentrische Auftritte bekannt. Bei manchen Auftritten soll er seine Designeranzüge mit Plastikfolie vor Beschädigung geschützt haben.

Anfang der 80er Jahre nahm Falco die Single "Der Kommissar" auf und landete damit einen Welthit. Auch das Album "Einzelhaft" wurde ein großer kommerzieller Erfolg. Weit weniger Anklang fand dagegen sein zweites Album "Junge Roemer", das 1984 veröffentlicht wurde. Falcos Karriere war ein ständiges Auf und Ab.

Den Höhepunkt erreichte er 1985 mit dem Album "Falco 3" und den Stücken "Jeanny" und "Rock Me Amadeus". Mit "Jeanny" sorgte er für einen Skandal, der Song wurde als Gewalt verherrlichend interpretiert. 1986 wurde Falco zum Weltstar, "Rock me Amadeus" hielt sich drei Wochen auf dem ersten Platz der US-Charts.

Ab 1987 legte Falco eine Karrierepause ein und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Ein Comeback scheiterte 1990 mit dem Album "Data de Groove". Seiner Beliebtheit - besonders in seiner Heimat Österreich - konnte das kaum etwas anhaben. 1993 gab er auf der Donauinsel in Wien ein Konzert vor 100.000 Zuschauern.

Drei Jahre später zog Falco in die Dominikanische Republik. Größere Erfolge als Sänger blieben ihm verwehrt, auch wenn ihm eine eingeschworene Fangemeinde die Treue hielt. Im Februar 1998 dann der Schock ...

Falco stirbt bei einem Autounfall. In seinem Blut fand man später eine große Menge Kokain. Nach nur 40 Jahren wurde sein bewegtes Leben jäh beendet. In einem Interview hatte er einmal gesagt: "Wenn ich schon mal zu früh sterben sollte, dann wie James Dean - im Porsche. Zack. Aus."

Der Leichnam wurde nach Wien überführt, der Sarg war mehrere Tage für die Öffentlichkeit aufgestellt.

Tausende Menschen erwiesen dem einstigen Superstar die letzte Ehre.

Einige Tage später wurde Falco auf dem Zentralfriedhof in Wien beigesetzt. Unter den Trauernden waren ...

... Falcos Mutter Maria Hölzel, ...

... zahlreiche Prominente ....

... und viele trauernde Fans.

Den Sarg trugen Mitglieder der Wiener Rockergruppe "The Outsiders", ...

... die im Video zu "Rock me Amadeus" mitgespielt hatten.

Falco fand seine letzte Ruhe nicht unter einem profanen Grabstein. Für ihn wurde ein Kunstwerk entworfen, das Falco in heroischer Pose auf einer Glasscheibe zeigt.

Das Grab von Johann "Hans" Hölzel ist heute eine der Attraktionen des Zentralfriedhofs, auf dem auch Schubert und Beethoven begraben sind.

Nicht nur zu Lebzeiten hat Falco Millionen von Platten verkauft, auch nach seinem Tod wurden Alben, Singles und DVDs veröffentlicht.

Seit dem Jahr 2000 gibt es sogar ein Musical, das den "Poptitan" der 80er ehrt. "Falco Meets Amadeus" heißt es, bei den zahlreichen Aufführungen in Deutschland und Österreich sahen bislang über eine Million Menschen zu.

Die Hommage an den wohl bekanntesten österreichischen Sänger aller Zeiten ist damit das erfolgreichste deutsche Musical der vergangenen Jahre. Und sorgt dafür, dass Falco so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. (Text: Stefan Kesselhut)

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