| SA | 9° / 23° |
| SO | 11° / 23° |
Peking fährt alles auf.
Genau ein Jahr vor den Olympischen Spielen ...
... wird der Countdown zelebriert.
Das Land zeigt, was es zu bieten hat ...
... und was man mit Menschen alles machen kann.
Nie zuvor gab es in der Geschichte eine derart aufwändige Feier bereits ein Jahr vor den Spielen.
Nicht nur in der Hauptstadt ...
... auch bei Massenschwimmen mit Tausenden Menschen in der Provinz ...
... demonstriert das Land seine gut organisierte Freude.
"Wir sind fest entschlossen, gute Gastgeber zu sein", sagt der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Liu Peng auf dem Tiananmen-Platz.
Zehntausend Auserwählte jubeln ihm zu.
Die Eröffnungszeremonie solle den "großen Enthusiasmus" der Chinesen für die Olympischen Spiele zeigen, ...
... erklärt auch Parlamentspräsident Wu Banggu, der zweite Mann in der Kommunistischen Partei Chinas.
"Wir wollen diese Gelegenheit wahrnehmen, um der Welt zu zeigen, dass die Menschen Chinas sich dem Erfolg der Spiele verpflichtet fühlen."
IOC-Präsident Jacques Rogge zumindest scheint beeindruckt.
Die Welt blicke mit großen Erwartungen auf China.
Die Olympischen Spiele seien für China eine hervorragende Chance, seine Geschichte und Kultur vorzustellen.
"Ich denke nicht, dass wir jemals Vorbereitungen in diesem Ausmaß erlebt haben", so Rogge.
Die Vorbereitungen sind in der Tat gigantisch.
Außer dem als Vogelnest bezeichneten Nationalstadion sollen alle 37 Wettkampfstätten bis Ende des Jahres fertiggestellt werden.
Umgerechnet rund 30 Milliarden Euro kostet der Bau neuer Stadien, neuer U-Bahnlinien und Hochhäuser.
Zehntausende Chinesen werden dafür aus ihren Häusern vertrieben.
Seit Monaten versuchen die Behörden zudem, die Einwohner für die Olympischen Spiele umzuerziehen. Die Zeiten des öffentlichen Spuckens und Vordrängeln in Warteschlangen sind vorbei.
Taxifahrer und 560.000 freiwillige Helfer werden ermahnt, Englisch zu lernen.
Trotz all dieser Anstrengungen sieht auch Rogge noch ein kleines Problem: Die Luftverschmutzung.
Die Gesundheit der Athleten während Olympia sei das Allerwichtigste. Um diese zu gewährleisten, müssten Ausdauerwettkämpfe möglicherweise verschoben werden.
"Es ist von enormer Wichtigkeit, dass die Organisatoren ihr Möglichstes tun, um diese Herausforderung zu meistern", so Rogge.
Menschenrechtler in aller Welt erwarten da noch etwas mehr von Peking.
Volker Beck, Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion und Obmann im Menschenrechte-Ausschuss des Bundestages, fordert bei n-tv, mehr auf die Einhaltung der Menschenrechte zu drängen.
"Die internationale Staatengemeinschaft, das Internationale Olympische Komitee und die Sportverbände müssen jetzt einfach den Druck auf China erhöhen."
Bislang habe Peking seine Zusicherung, die Menschenrechtssituation vor den Olympischen Spielen zu verbessern, nicht eingehalten.
Noch schärfer die Kritik der Menschenrechtsorganisation amnesty international.
Generalsekretärin Barbara Lochbihler prangert bei n-tv die Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit in China an.
"Hier wird sehr stark Zensur ausgeübt. Journalisten, die kritisch berichten oder die ihre Informationen ins Internet setzen, werden inhaftiert."
Auch gebe es eine "exzessive Verhängung der Todesstrafe".
Im vergangenen Jahr habe es allein offiziell über tausend Hinrichtungen gegeben.
"Und auch hier steht zu befürchten, dass wir im Vorfeld der Olympischen Spiele eine Verschärfung der Menschenrechtsprobleme noch bekommen", so Lochbihler bei n-tv.
Sie fordert vom Internationalen Olympischen Komitee, den Druck auf Peking zu erhöhen.
"Die Menschenwürde ist ein Prinzip der olympischen Charta, das muss angesprochen werden."
Auch die von China unterdrückten Tibeter ziehen eine düstere Bilanz der Menschenrechte in dem kommunistischen Riesenreich.
Im indischen Exil protestieren rund 10.000 Menschen gegen die "Blut-Spiele" ...
... und fordern Freiheit für die Himalaya-Region. Seit mehr als 50 Jahren ist Tibet von chinesischen Truppen besetzt.
Einigen Tibet-Aktivisten gelingt es sogar, an der Großen Mauer bei Peking ein Spruchband zu entrollen: "Eine Welt, ein Traum - befreit Tibet".
Ihr Protest dauert nicht lange.
Die Polizei nimmt sie fest, ebenso wie andere pro-tibetische Demonstranten.
Die ausländischen Aktivisten haben Glück. Sie werden bald wieder freigelassen und abgeschoben - ...
... im Gegensatz zu unzähligen anderen politischen Gefangenen, die noch immer in Chinas Gefängnissen einsitzen.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.
Entdecken Sie bei Experteer.de tausende Jobs von Headhuntern und knüpfen Sie Kontakte zu den besten Personalberatungen Deutschlands.