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Bilderserie: Spanien erreicht das Halbfinale - Fluch und Italien besiegt

 
Mit einem historischen Sieg ist Spanien bei der Fußball-EM nach 24 mageren Jahren wieder in das Halbfinale eines großen Turniers eingezogen.

Mit einem historischen Sieg ist Spanien bei der Fußball-EM nach 24 mageren Jahren wieder in das Halbfinale eines großen Turniers eingezogen.

4:2 hieß es am Ende nach dem Elfmeterschießen gegen Italien.

Nach dem glücklichen Sieg treffen die Spanier im Halbfinale erneut auf Russland, das sie in der Vorrunde mit 4:1 besiegten.

Dabei sprach so vieles aus der Welt der Statistik dagegen. Zum Beispiel, dass Spanien seit 88 Jahren nicht gegen Italien gewinnen konnte.

Die Begegnung ist ein echter Klassiker: Der Kampf der Seleccion, auch genannt "die Rote Furie", ?

? gegen "die Schwarze Bestie". Nein, die Italiener sind nur symbolisch gemeint: "Schwarze Bestie" nennen die Spanier einen Fluch, ?

? und ihre Fußball-Nationalmannschaft kämpfte vor allem gegen einen: Seit der EM 1984 war sie nicht über das Viertelfinale eines großen Turniers hinausgekommen. Das weiß auch Trainer Luis Aragones.

Doch nach den bisherigen Leistungen ihrer Mannschaft waren die spanischen Fans voller Hoffnung.

Auch König Juan Carlos I. von Spanien und sein Gattin Sofia drückten die Daumen im Ernst-Happel-Stadion in Wien.

Doch leider verhieß auch das Datum nichts Gutes: Schon dreimal hatte die spanische Nationalmannschaft an einem 22. Juni das Viertelfinale bei einem großen Turnier verloren.

Die Vorzeichen für einen wahrhaft historischen Tag der selbstbewussten Spanier, die mit einer Serie von 19 Spielen ohne Niederlage nach Wien kamen, standen allen Flüchen zum Trotz nicht schlecht.

Die Italiener mussten auf die gesperrten Andrea Pirlo und Gennaro Gattuso verzichten. Für die Abwehr fehlten wegen Verletzungen Kapitän Fabio Cannavaro (Foto) und der künftige Wolfsburger Andrea Barzagli.

Der große Respekt der Spanier vor dem Weltmeister war aber zu Beginn der Partie nicht zu übersehen. Die Mannschaft von Trainer Luis Aragones hatte zunächst Mühe, den Defensivverbund der Italiener mit ihren zügigen Kombinationen zu überwinden.

Der Europameister von 1964 hatte aber auch Pech, dass der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel nach einem Foul von Massimo Ambrosini an Torjäger David Villa nicht wie auf Strafstoß entschied.

Während die Spanier geduldig nach einer Lücke in der Abwehr des Gegners suchen wollten, ?

? suchte die ersatzgeschwächte Squadra Azzurra ihr Heil in schnellen Gegenstößen, die über Ambrosini und Fabio Grosso auf den Außenbahnen auch durchaus zielstrebig nach vorne getragen wurden.

Mehr als ein Kopfball von Simone Perrotta nach einer Flanke von Ambrosini in der 19. Minute sprang dabei jedoch zunächst nicht heraus.

Die beste Gelegenheit besaß dann der bei Spielbeginn schon 416 Minuten torlose Luca Toni.

Nach einer Flanke von Ambrosini kam der Torjäger von Bayern München zum Kopfball, Carlos Marchena brachte aber seinerseits noch die Stirn dazwischen.

Nur zwei Minuten später schoss David Silva aus 20 Metern nur knapp neben das Tor von Gianluigi Buffon.

Die erste echt gefährliche Torchance ergab sich erst nach einer guten Stunde - ausgerechnet für die auf Konter lauernden Italiener.

Nach einem schweren Patzer von Spaniens Torhüter Iker Casillas kam der kurz zuvor eingewechselte Mauro Camoranesi zum Schuss - Casillas machte seinen Fehler mit einer Fußabwehr aber wieder wett.

In der 81. Minute patzte Italiens Torwart Gianluigi Buffon, er ließ einen 30-m-Weitschuss von Marcos Senna aus den Händen gleiten.

Die Kunststoffkugel trudelte Richtung Tor und landete schließlich am Pfosten. Erst dann bekam sie Buffon wieder zu fassen.

In der 93. Minute verpasste David Silva mit einem fulminanten Schuss aus 16 m knapp das italienische Tor.

In der 95. Minute prüfte Antonio Di Natale den spanischen Keeper Iker Casillas, der mit der Faust den Ball über die Latte lenkte.

So hieß es nach regulärer Spielzeit und 0:0 - Verlängerung.

Doch auch in der Verlängerung kam keine der beiden Mannschaften zum Erfolg.

Vor allem Italiens Stürmer-Star Luca Toni bemühte sich erfolglos. Sein härtester Gegner, ...

... Spaniens Torwart Iker Casillas, ...

... wurde schließlich auch zum Helden des Tages.

Im Elfmeterschießen parierte er die Schüsse von Daniele De Rossi ...

... und Antonio Di Natale.

Damit war Weltmeister Italien ausgeschieden ...

... und Spanien endlich einmal wieder in einem Halbfinale. (Alle Fotos ap/dpa)

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