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Bilderserie: Steine, Gas und Tränen in Rostock

 
Bei der Großdemonstration gegen den G-8-Gipfel ist es in Rostock …

Bei der Großdemonstration gegen den G-8-Gipfel ist es in Rostock …

... zu massiven Straßenschlachten zwischen Polizei und Autonomen gekommen.

Am Hafen lieferten sich Tausende Vermummte stundenlang Hetzjagden mit der Polizei.

Die militanten G-8-Gegner bewarfen die Sicherheitskräfte …

... mit Steinbrocken, Feuerwerkskörpern und Flaschen.

Schwarze Rauchschwaden zogen über das Hafenviertel, …

... als die Autonomen ein Auto in Brand setzten.

Scheiben von Banken, Läden und Autos wurden eingeworfen.

Ein massives Polizeiaufgebot ging mit Schlagstöcken, Wasserwerfern, und Tränengas vor.

Die Polizei nahm 125 militante G8-Gegner fest.

Nach Polizeiangaben wurden 433 Polizisten verletzt, …

... 60 von ihnen so schwer, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Die Demonstrationsveranstalter berichten von weit über 520 Verletzten ihrerseits.

Auch hier gab es zahlreiche Termine im Krankenhaus.

Vor den Sanitäterfahrzeugen bildeten sich lange Schlangen.

Die globalisierungskritische Organisation Attac, …

... die zu den Organisatoren der Großdemonstration mit Zehntausenden Teilnehmern zählt, …

... distanzierte sich klar von den Krawallen und verurteilte die Übergriffe auf die Polizei scharf.

"Es gibt keine Rechtfertigung für diese Angriffe", sagte Hans-Christian Ströbele, Vizechef der Grünen-Fraktion im Bundestag.

Zur Absicherung des G8-Gipfels sind insgesamt 16.000 Beamte aus allen Ländern im Einsatz.

Wenige Meter von den Krawallen entfernt versuchten unter dem Lärm der Polizei-Hubschrauber …

mehrere zehntausend friedliche Demonstranten, eine Abschlusskundgebung für ihre Proteste gegen den G-8-Gipfel abzuhalten.

In zwei bunten Protestzügen waren die G8-Kritiker zuvor weitgehend friedlich durch die Stadt gezogen.

Die Organisatoren sprachen von etwa 80.000 Demonstranten.

Die Polizei dagegen bezifferte die Zahl der Demonstranten auf etwa 30.000.

Von ihnen habe sich ein militanter Block mit etwa 2000 Autonomen abgespalten ...

... und einen Polizeiwagen angegriffen, als die Demonstrationszüge den Kundgebungsplatz am Hafen erreichten.

Die Straßenschlachten begannen am Nachmittag und rissen erst gegen Abend ab.

Friedliche Demonstranten flüchteten aus dem Steinhagel und gingen vor Feuerwerkskörpern in Deckung.

Autonome zerschlugen Gehsteigplatten, um sie als Wurfgeschosse einzusetzen.

Mülltonnen gingen in Flammen auf, Autos wurden umgekippt.

Immer wieder setzte die Polizei Wasserwerfer ...

... und Tränengas ein, …

... um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Teils zogen die Autonomen auch in Richtung Innenstadt.

Die Polizei demonstrierte mit Wasserwerfern, Räumpanzern und Mannschaftswagen Präsenz.

Dennoch stand vielen Demonstranten das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, …

... so viel Brutalität und blinde Wut hatten die meisten noch nicht erlebt.

Aus dem Rostocker Stadthafen wurde ein regelrechtes Schlachtfeld:

Stundenlang flogen die Steine, …

... angestachelt wurde die Meute von den Anfeuerungsrufen tausender Demonstranten.

Über allem lagen der beißende Gestank und der dunkle Rauch brennender Autos.

Schon als sich am Mittag der eine von zwei Demonstrationszügen vom Hauptbahnhof …

... in Richtung Stadthafen in Bewegung setzte, hatten einige ein mulmiges Gefühl:

Im Block der "Antifaschistischen Linken" liefen etwa 500 völlig vermummte Gestalten mit.

Nach einem halben Kilometer flog die erste Flasche, kurz danach ging ein erster Steinhagel auf die Polizisten nieder.

Am Stadthafen spitzten sich die Krawalle schließlich zu.

Die Autonomen warfen Autos um, schlugen Fensterscheiben ein und schleuderten Steine und Molotow-Cocktails gegen Polizisten.

Die meisten Menschen auf dem riesigen Kundgebungsplatz bekamen davon zunächst nichts mit, …

... bis die Organisatoren über die große Lautsprecheranlage offiziell zum Widerstand gegen die Polizei aufriefen.

"Die Bullen wollen unsere Demo kaputt machen - die sollen abhauen", schallte es über den Platz.

Die Polizei ging zum Gegenangriff über, stürmte immer wieder auf die Demonstrantenmenge ein …

... und drängte sie in die Enge.

In der Menschenmasse brach zum ersten Mal Panik aus.

Zugleich solidarisierten sich die friedlichen Demonstranten zunehmend mit den Autonomen.

Zu einem Zeitpunkt, als bereits mehr als 100 Polizisten im Steinhagel der Autonomen verletzt worden waren, …

... forderten die Vertreter der Demonstrationsleitung per Lautsprecherdurchsagen …

... immer vehementer zum Widerstand gegen die Polizei auf:

"Wir demonstrieren hier friedlich, …

... und wir lassen uns das durch die ständigen Provokationen der Polizei nicht kaputt machen", rief ein Mann den Demonstranten zu.

Im Laufe des Nachmittags schienen die Proteste dann zunächst abzuebben.

Doch Autonome begannen erneut, Autos umzukippen und anzuzünden.

Als Demonstranten der Feuerwehr die Zufahrt zu den brennenden Autos verweigerten, …

... ließ die Polizei Wasserwerfer auffahren.

Systematisch bahnten sich die massiven Fahrzeuge ihren Weg quer durch die Menschenmenge.

Tumultartige Szenen waren die Folge:

In Panik rannten die Menschen wild durcheinander - wer hinfiel, wurde einfach überrannt.

Am Abend wirkte Rostock wie im Belagerungszustand.

Umgestürzte und ausgebrannte Autos blockierten einige Straßen.

Überall lagen teils kiloschwere Pflastersteine, die die Autonomen als Wurfgeschosse genutzt hatten.

Anwohner und Unbeteiligte waren geschockt.

Am Morgen begann das große Aufräumen ...

... und es begann auch die Hoffnung, dass weitere Demonstrationen gegen den G8-Gipfel friedlicher verlaufen.

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