Der traditionsreiche Berliner Stadtflughafen Tempelhof macht dicht.Bild 1 von 24 Nach dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte nun auch das Bundesverwaltungsgericht die Schließung zum 31. Oktober 2008.Bild 2 von 24 Der Flughafen Tempelhof hat eine lange Geschichte: 1922 wurde der ehemalige Exerzierplatz von Kaiser Wilhelm II. geebnet und befestigt. Erste Flughallen wurden errichtet ...Bild 3 von 24 ... und am 8. Oktober 1923 wurde der erste Verkehrsflughafen der Welt in Betrieb genommen. Die erste Flugstrecke ging von Berlin nach Königsberg.Bild 4 von 24 100 Starts und Landungen im ersten Jahr nach der Gründung wurden als starker Verkehr angesehen.Bild 5 von 24 Und der Verkehr nahm ständig zu, und in den 1930er Jahren stand der Flughafen Tempelhof mit seinem Verkehrsaufkommen noch vor Paris, Amsterdam und London an der Spitze des europäischen Flugverkehrs.Bild 6 von 24 1934 plante der Architekt Ernst Sagebiel die Erweiterung des Flughafens. Er sollte sechs Millionen Passagiere im Jahr abfertigen. Bis 1934 waren es gerade mal 200.000 gewesen.Bild 7 von 24 Das in der Folgezeit entstandene Flughafengebäude gehört zu den flächengrößten Gebäuden der Welt.Bild 8 von 24 Die Gesamtlänge des Gebäudes beträgt 1230 Meter.Bild 9 von 24 Das Flugfeld wurde als ovaler Rasenplatz mit annähernd zwei Kilometer Durchmesser angelegt, ...Bild 10 von 24 ... so dass die zu diesem Zeitpunkt noch relativ leichten Flugzeuge jeweils exakt gegen den herrschenden Wind starten und landen konnten.Bild 11 von 24 Die Nazis wollten Tempelhof - den Flughafen in ihrer künftigen Hauptstadt "Germania" - zum Luftkreuz für Europa machen.Bild 12 von 24 1948 bekam der Flughafen eine neue Bedeutung: Während der Blockade West-Berlins diente er fast ausschließlich dem Transport von Verpflegung für Berlin per Flugzeug.Bild 13 von 24 Die lebensnotwendige Versorgung durch die legendäre Luftbrücke dauerte von Juni 1948 bis Mai 1949. In Tempelhof startete und landete zeitweise alle 90 Sekunden ein Flugzeug.Bild 14 von 24 Zur Freude der Kinder in der Nachbarschaft des Flughafens warf der amerikanische Pilot Gail Halvorsen beim Anflug auf Tempelhof Süßigkeiten an Fallschirmen aus Taschentüchern ab.Bild 15 von 24 Andere Piloten folgten seinem Beispiel, was den Flugzeugen bald den Namen "Rosinenbomber" einbrachte.Bild 16 von 24 Für die Sowjets war die Berlin-Blockade ein grandioser Reinfall: Die Luftbrücke machte die Besatzer zu Freunden.Bild 17 von 24 Während des Kalten Krieges spielte die kugelförmige Radarantenne des Flughafens Tempelhof eine bedeutende Rolle: Sie war der östlichste Flugüberwachungsapparat der USA.Bild 18 von 24 Ab 1950 wurde der Flughafen vom amerikanischen Hohen Kommissar zur zivilen Nutzung freigegeben.Bild 19 von 24 Doch der nationale und internationale Flugverkehr konzentrierte sich ab 1975 im neu errichteten Flughafen Tegel.Bild 20 von 24 Tempelhof mit seiner relativ kurzen Startbahn und seiner innerstädtischen Lage wurde zunehmend zum vergleichsweise unbedeutenden Regionalflughafen.Bild 21 von 24 Ab 2011 soll der neue Flughafen "Berlin Brandenburg International" (BBI) die Kapazitäten des Flugverkehrs in und um Berlin verbessern.Bild 22 von 24 Nach der Schließung von Tempelhof soll der Berliner Flugverkehr zunächst über Tegel und Schönefeld abgewickelt werden.Bild 23 von 24 Ein halbes Jahr nach der BBI-Eröffnung wird allerdings auch Tegel schließen - das ist bereits rechtskräftig beschlossen.Bild 24 von 24