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Der Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi - hier Fahndungsfotos - wurde für unzählige Geiselnahmen, Attentate und Anschläge mit hunderten Toten im Irak verantwortlich gemacht.
Bei einem US-Luftangriff wurde Sarkawi im Juni 2006 getötet.
Bereits Stunden später veröffentlichte die US-Armee Bilder des Toten. Zusammen mit ihm starben sieben weitere Personen.
Generalmajor Bill Caldwell (r.) sagte in Bagdad, bei den Toten handele es sich um Al-Sarkawis Berater Scheich Abdel Rahman, ein Kind, eine Frau und vier noch unidentifizierte Männer.
Die US-Armee veröffentlichte auch Bilder von dem Luftangriff, ?
? auf denen allerdings ?
? nicht viel zu erkennen ist.
"Der Tod von Sarkawi wird nicht das Ende aller Gewalt sein", sagte US-Verteidigungsminister Rumsfeld. "Aber es ist ein wichtiger Sieg in der Schlacht gegen den Terrorismus in diesem Land (Irak) und weltweit."
Sarkawis Familie zeigte sich stolz: "Er hat gegen die Ungläubigen gekämpft. Er war ein Märtyrer", sagte sein 64-jähriger Onkel Jasm Chalajleh. Und ein anderer Angehöriger fügte hinzu: "So Gott will, wird es tausend Sarkawis geben, die gegen die Amerikaner kämpfen."
"Der Mann war ein Tier und er hat das bekommen, was er verdient hat", sagte Paul Bigley. "Möge er in der Hölle schmoren." Bigleys Bruder Ken (Foto), ein britischer Ingenieur, war im Jahr 2004 von Sarkawis Gruppe verschleppt und Wochen später enthauptet worden.
"Er ist tot. Die Welt ist eine sehr böse Person losgeworden", sagte Bigley weiter. "Glaubt er etwa, dass er in den Himmel kommt? Ich bin überzeugt, der Mann ist in der Hölle."
"Vermutlich hatte keine andere Person auf diesem Planeten mehr Blut von unschuldigen Männern und Frauen an den Händen als Sarkawi", meinte Rumfeld.
Erst sechs Wochen vor seinem Tod hatte Sarkawi sich per Internet zu Wort gemeldet. Es war das erste Mal, dass er ein Video zur Übermittlung seiner Botschaften nutzte.
Darin kündigte er die Fortsetzung seines Kampfes gegen die "Kreuzritter" an und drohte den USA weltweit mit neuen Anschlägen. (Hier ein Bild aus den späten 1980er Jahren.)
Die neue irakische Regierung sei "ein Dolch im Herz der islamischen Nation", so Sarkawi. Die Demokratisierung müsse mit allen Mitteln bekämpft werden.
Die Schiiten im Irak gehörten für Sarkawi nicht zu dieser "islamischen Nation". Der Terrorist sprach von den "schiitischen Agenten" der USA. Er gilt als Drahtzieher des Anschlags auf die Goldkuppel des schiitischen Askari-Schreins ?
? am 22. Februar 2006 im nordirakischen Samarra. Bei dem Anschlag kam "nur" ein Mensch ums Leben, doch löste das Attentat eine Welle der Gewalt aus, der hunderte Iraker zum Opfer fielen.
"Die Tötung Ungläubiger durch welche Methode auch immer, einschließlich Märtyrer-(Selbstmord)-Einsätzen, ist von vielen Gelehrten gebilligt worden, auch wenn dies die Tötung unschuldiger Moslems bedeuten könnte", ?
? erklärte Sarkawi am 18. Mai 2005. "Das Vergießen moslemischen Bluts ist erlaubt, um das größere Übel eines gestörten Heiligen Krieges zu vermeiden."
Wenige Monate später, am 14. September 2005, teilte Sarkawi mit: "Die Al-Kaida-Organisation im Irak hat allen Schiiten im Irak den Krieg erklärt."
Für die US-Armee ist der Tod Sarkawis vermutlich ein noch größerer Erfolg als die Festnahme Saddam Husseins. Sarkawi war nicht nur ihr größter Feind im Irak, er verkörperte auch das Scheitern der USA in diesem Land.
Sarkawis Ziel war der Bürgerkrieg. Endgültig abgewendet ist ein Krieg zwischen Kurden, Sunniten und Schiiten mit Sarkawis Tod nicht.
Für US-Präsident Bush ?
? und seinen britischen Verbündeten Blair ist die Tötung des Terroristen jedoch zweifellos ein großer Erfolg. Angesichts der Situation im Irak standen beide zuletzt unter starkem innenpolitischem Druck - der dürfte nun nachlassen.
Ähnliches gilt für den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki (r.). Mit den Worten "Heute ist Sarkawi ausgelöscht" verkündete er die Nachricht.
Und er fügte hinzu: "Wir werden jeden Sarkawi töten, der auf der Bildfläche erscheint. Wir werden jeden angreifen, der seinem Pfad folgt. Es herrscht ein offener Krieg zwischen ihnen und uns."
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