Der Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi - hier Fahndungsfotos - wurde für unzählige Geiselnahmen, Attentate und Anschläge mit hunderten Toten im Irak verantwortlich gemacht.Bild 1 von 26 Bei einem US-Luftangriff wurde Sarkawi im Juni 2006 getötet.Bild 2 von 26 Bereits Stunden später veröffentlichte die US-Armee Bilder des Toten. Zusammen mit ihm starben sieben weitere Personen.Bild 3 von 26 Generalmajor Bill Caldwell (r.) sagte in Bagdad, bei den Toten handele es sich um Al-Sarkawis Berater Scheich Abdel Rahman, ein Kind, eine Frau und vier noch unidentifizierte Männer.Bild 4 von 26 Die US-Armee veröffentlichte auch Bilder von dem Luftangriff, ?Bild 5 von 26 ? auf denen allerdings ?Bild 6 von 26 ? nicht viel zu erkennen ist.Bild 7 von 26 "Der Tod von Sarkawi wird nicht das Ende aller Gewalt sein", sagte US-Verteidigungsminister Rumsfeld. "Aber es ist ein wichtiger Sieg in der Schlacht gegen den Terrorismus in diesem Land (Irak) und weltweit."Bild 8 von 26 Sarkawis Familie zeigte sich stolz: "Er hat gegen die Ungläubigen gekämpft. Er war ein Märtyrer", sagte sein 64-jähriger Onkel Jasm Chalajleh. Und ein anderer Angehöriger fügte hinzu: "So Gott will, wird es tausend Sarkawis geben, die gegen die Amerikaner kämpfen."Bild 9 von 26 "Der Mann war ein Tier und er hat das bekommen, was er verdient hat", sagte Paul Bigley. "Möge er in der Hölle schmoren." Bigleys Bruder Ken (Foto), ein britischer Ingenieur, war im Jahr 2004 von Sarkawis Gruppe verschleppt und Wochen später enthauptet worden.Bild 10 von 26 "Er ist tot. Die Welt ist eine sehr böse Person losgeworden", sagte Bigley weiter. "Glaubt er etwa, dass er in den Himmel kommt? Ich bin überzeugt, der Mann ist in der Hölle."Bild 11 von 26 "Vermutlich hatte keine andere Person auf diesem Planeten mehr Blut von unschuldigen Männern und Frauen an den Händen als Sarkawi", meinte Rumfeld.Bild 12 von 26 Erst sechs Wochen vor seinem Tod hatte Sarkawi sich per Internet zu Wort gemeldet. Es war das erste Mal, dass er ein Video zur Übermittlung seiner Botschaften nutzte.Bild 13 von 26 Darin kündigte er die Fortsetzung seines Kampfes gegen die "Kreuzritter" an und drohte den USA weltweit mit neuen Anschlägen. (Hier ein Bild aus den späten 1980er Jahren.)Bild 14 von 26 Die neue irakische Regierung sei "ein Dolch im Herz der islamischen Nation", so Sarkawi. Die Demokratisierung müsse mit allen Mitteln bekämpft werden.Bild 15 von 26 Die Schiiten im Irak gehörten für Sarkawi nicht zu dieser "islamischen Nation". Der Terrorist sprach von den "schiitischen Agenten" der USA. Er gilt als Drahtzieher des Anschlags auf die Goldkuppel des schiitischen Askari-Schreins ?Bild 16 von 26 ? am 22. Februar 2006 im nordirakischen Samarra. Bei dem Anschlag kam "nur" ein Mensch ums Leben, doch löste das Attentat eine Welle der Gewalt aus, der hunderte Iraker zum Opfer fielen.Bild 17 von 26 "Die Tötung Ungläubiger durch welche Methode auch immer, einschließlich Märtyrer-(Selbstmord)-Einsätzen, ist von vielen Gelehrten gebilligt worden, auch wenn dies die Tötung unschuldiger Moslems bedeuten könnte", ?Bild 18 von 26 ? erklärte Sarkawi am 18. Mai 2005. "Das Vergießen moslemischen Bluts ist erlaubt, um das größere Übel eines gestörten Heiligen Krieges zu vermeiden."Bild 19 von 26 Wenige Monate später, am 14. September 2005, teilte Sarkawi mit: "Die Al-Kaida-Organisation im Irak hat allen Schiiten im Irak den Krieg erklärt."Bild 20 von 26 Für die US-Armee ist der Tod Sarkawis vermutlich ein noch größerer Erfolg als die Festnahme Saddam Husseins. Sarkawi war nicht nur ihr größter Feind im Irak, er verkörperte auch das Scheitern der USA in diesem Land.Bild 21 von 26 Sarkawis Ziel war der Bürgerkrieg. Endgültig abgewendet ist ein Krieg zwischen Kurden, Sunniten und Schiiten mit Sarkawis Tod nicht.Bild 22 von 26 Für US-Präsident Bush ?Bild 23 von 26 ? und seinen britischen Verbündeten Blair ist die Tötung des Terroristen jedoch zweifellos ein großer Erfolg. Angesichts der Situation im Irak standen beide zuletzt unter starkem innenpolitischem Druck - der dürfte nun nachlassen.Bild 24 von 26 Ähnliches gilt für den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki (r.). Mit den Worten "Heute ist Sarkawi ausgelöscht" verkündete er die Nachricht.Bild 25 von 26 Und er fügte hinzu: "Wir werden jeden Sarkawi töten, der auf der Bildfläche erscheint. Wir werden jeden angreifen, der seinem Pfad folgt. Es herrscht ein offener Krieg zwischen ihnen und uns."Bild 26 von 26