Der TagExperte: Nordkoreas Raketenmotor stammt aus Ukraine
Dass Nordkorea so rasche Fortschritte bei der Raketentechnik machen konnte, hat einer Studie zufolge mit technischer Hilfe aus der Ukraine zu tun.
Das geht aus einer Untersuchung des International Institute for Strategic Studies (IISS) hervor. IISS-Experte Michael Elleman sagte der "New York Times", es sei "wahrscheinlich", dass der Antrieb für die neuen nordkoreanischen Mittelstrecken- und Interkontinental-Raketen aus Beständen einer ukrainischen Firma stamme. Er sei "vermutlich illegal" über Waffenhändler nach Nordkorea gelangt.
Elleman wertete unter anderem Fotos der nordkoreanischen Regierung von den jüngsten Raketenstarts aus. Sie ließen darauf schließen, dass die Raketen vom Typ Hwasong-12 und Hwasong-14 einen Antrieb hätten, der auf ein sowjetisches Modell zurückgeht.
Die Regierung in Kiew sowie die in der Studie erwähnte Firma Juschmasch wiesen die Angaben mit Nachdruck zurück.