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Ans Netz, aber pronto!Beschleunigter Breitband-Ausbau

18.02.2009, 16:54 Uhr

Bis Ende kommenden Jahres soll schnelles Surfen im Internet in ganz Deutschland möglich sein - auch auf dem Land. Mit dem nun beschlossenen Programm sollen bis Ende 2010 flächendeckende Breitbandversorgung gesichert sein.

Bis Ende kommenden Jahres soll schnelles Surfen im Internet in ganz Deutschland möglich sein - auch auf dem Land. Mit dem nun beschlossenen Breitband-Programm sollen bis Ende 2010 die Lücken der Internetverbindungen von mindestens einem Megabit pro Sekunde geschlossen werden. Bis 2014 ist geplant, dass mindestens drei Viertel aller Haushalte eine schnelle Internetverbindung von mindestens fünf Megabit pro Sekunde erhalten. Ziel sei darüber hinaus, diese Leistung flächendeckend anzubieten, sagte Vize- Regierungssprecher Thomas Steg. Bei dem Ausbau sollen neben bestehende Bauvorhaben sollen auch Frequenzen genutzt werden, die durch die Digitalisierung des Rundfunks frei geworden sind.

Langsamer Osten

Rund fünf Millionen Menschen sind nach Schätzungen in Deutschland vom schnellen Internet abgeschnitten, vor allem auf dem Land. Nach Angaben des Hightech-Verbands Bitkom haben 23 Millionen von insgesamt knapp 40 Millionen Haushalten einen schnellen Internetzugang, in der Regel DSL. Während aber in Westdeutschland mehr als 60 Prozent der Haushalte abgedeckt seien, liege der Anteil in ostdeutschen Flächenländern nur bei unter 45 Prozent.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte, es dürfe keine unterschiedlichen Bedingungen in Stadt und Land geben. Das Ministerium hatte Breitbandanschlüsse in ländlichen Regionen bereits speziell gefördert.

Die Hoffnung auf Breitband als Jobmotor ist groß: Die Städte und Gemeinden und die Deutsche Telekom rechnen wegen des Ausbaus mit rund 250.000 Arbeitsplätzen. Telekommunikationsfirmen sollen für den Netzausbau Bürgschaften des Bundes, der Länder und der staatlichen KfW erhalten können.