Weißrussischer ESC-Beitrag "erstickt"Lukaschenko wittert Betrug
Beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf geht möglicherweise nicht alles mit rechten Dingen zu - zumindest, wenn man Weißrusslands Präsident Lukaschenko Glauben schenken will. Der Experte für Wahlmanipulation meint, der Beitrag seines Landes wäre von mysteriösen Mächten "erstickt" worden.
Am Vorabend des Eurovision Song Contest in Düsseldorf hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sein Votum bereits abgegeben: Der autoritär regierende Staatschef gab ungenannten Mächten die Schuld am Ausscheiden der weißrussischen Sängerin Anastasija Winnikowa im Halbfinale des Wettbewerbs. Lukaschenko beklagte, der Einzug seines Landes in das Finale in Düsseldorf sei "erstickt" worden.
Lukaschenko lobte die 19-jährige Studentin dafür, eine Hymne auf ihre Heimat gesungen zu haben. Ihr Lied "I love Belarus", in der sie die Schönheit Weißrusslands preist, war bei der Abstimmung der Fernsehzuschauer durchgefallen. Sie wird daher nicht unter den 25 Finalisten am Samstag sein. Die Regierung Weißrusslands steht mit dem Westen auf Kriegsfuß. Ende Dezember ließ Lukaschenko Oppositionsproteste gegen seine umstrittene Wiederwahl gewaltsam niederschlagen, was Empörung bei der Europäischen Union auslöste.