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Grand Prix
Go Lena!

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(Foto: picture alliance / dpa)

Samstag, 19. Februar 2011

Wadde hadde die denn da?: Unsere Lena für Deutschland

Ein Kommentar von Volker Probst

"Vorne schießt man die Tore", so Stefan Raab. Recht hat er. Und folgerichtig ist "Taken By A Stranger" das Lied, mit dem Lena beim Song Contest antreten wird. Abschluss eines verkorksten Vorentscheids und Startschuss zur Titelverteidigung.

Wow! Es gibt manchmal so Momente, in denen man sich selbst kneifen möchte. Nur um sicher zu gehen, dass man wirklich in diesem Gebilde namens Deutschland lebt. Keine Sorge, das Wort "stolz" liegt uns dabei natürlich absolut fern. So viel Abstand und politisch korrekte Haltung haben wir allemal. Drücken wir es also so aus: Es sind Momente, in denen man seine Landsleute (o.k, vielleicht nicht gleich alle, aber halt zumindest ein paar von ihnen) wider dem eigentlichen Erwarten am liebsten knuddeln möchte.

So einen Moment gab es zum Beispiel schon einmal vor ziemlich genau einem Jahr. Da nämlich, als beim Finale von "Unser Star für Oslo" die Anzeigetafel die 18-jährige Abiturientin mit dem schon im Namen verewigten Patchwork, Lena Meyer-Landrut, als Siegerin der Casting-Show verkündete. Und so einen Moment gab es nun wieder. Wenngleich in abgeschwächter Form. Dass "Taken By A Stranger" am Ende tatsächlich "Unser Song für Deutschland" werden würde, dämmerte einem schließlich im Verlauf der alles entscheidenden Abschlussshow immer mehr. Spätestens als Raab den Running-Gag "Mein Favorit kommt noch" auspackte und nicht etwa für seine eigenen Songs, sondern für den ausgefallenen Konkurrenten kräftigst die Werbetrommel rührte, war es eigentlich klar wie Kloßbrühe. Dennoch: Als das Ergebnis dann endlich auch unumstößlich feststand, musste man sich erst für einen kurzen Augenblick die Augen reiben, ehe sich ein Anflug von wohligem Kribbeln breit machte. Erst recht mit Blick auf die nur allzu deutliche Zustimmung von 79 Prozent, die ja schon beinahe einem Husni Mubarak zur Ehre gereichen würde.

Mut zum Risiko

Die TV-Zuschauer - jedenfalls die, die auch bei der dritten Show noch eingeschaltet haben - haben also wirklich Mut zum Risiko bewiesen. Oder, wie Raab es ausdrückte: "Vorne schießt man die Tore." Und je mehr man darauf herum denkt, umso mehr macht das Ganze Sinn. Zumindest unter den gegebenen Umständen der von Anfang an gesetzten Interpretin Lena und ihrer angestrebten Titelverteidigung. Denn: Es ist ja nicht so, dass es ähnliche Versuche anderer Länder, mit einem außergewöhnlichen Beitrag beim Song Contest zu punkten, nicht schon gegeben hätte. Außergewöhnlich im Sinne von innovativ und nicht etwa von peinlich, denn diese Versuche - shalali shalala - gibt es zu unserer großen Freude bekanntlich ebenfalls alle Jahre wieder mehr als genug. In der Regel allerdings, die Ausnahmen wie der personifizierte Finnen-Fasching Lordi nur bestätigen, fielen derart unkonventionelle Ansätze beim Grand-Prix-Publikum in der Vergangenheit gnadenlos durch.

Jippie! Wir haben einen Song bekommen.

Jippie! Wir haben einen Song bekommen.
(Foto: picture alliance / dpa)

Hier aber kommt Lena ins Spiel: Die Kombination aus einer den Zuschauern bereits bekannten und - daran kann seit Oslo ja nun definitiv kein Zweifel mehr bestehen - länderübergreifend sympathischen Interpretin sowie einem aus der Reihe tanzenden Sound könnte sich in Düsseldorf als wahrer Trumpf erweisen. Dann nämlich, wenn es auch den Menschen im letzten Winkel Albaniens beim gereift daherkommenden Auftritt von "lovely Lena" im düsteren Elektrogewand auf einmal durch den Kopf schießt: "Wadde hadde die denn da?"

So könnte sich das scheinbare Risiko, auf "Taken By A Stranger" zu setzen, gar zum kalkulierbaren Wagnis entwickeln. Könnte, muss aber nicht. Nun komme allerdings niemand auf die Idee, Raab habe das vorausgesehen. Nein, vielmehr hilft das ihm - und uns - ein Stück weit aus der Patsche. Und das selbst, wenn das in Düsseldorf vom Ergebnis her komplett in die Hose gehen sollte. Total schlecht dastehen werden wir irgendwie sogar dann nicht.

Da ging die Düse

Beweise dafür, dass ihm zuletzt angesichts der anhaltenden Kritik an Lenas Titelverteidigung, der Song-Auswahl und den miesen Quoten von "Unser Song für Deutschland" doch ordentlich die Düse ging, lieferte Raab in den vergangenen Tagen selbst. Am eindeutigsten wurde das in einem Interview mit den Kollegen der "Süddeutschen Zeitung", in dem sich der offensichtlich angeschlagene Entertainer in Rage redete, zu einem platten Rundumschlag gegen "die Journalisten" ausholte und auch sonst manch ätzende Entgleisung vom Stapel ließ.

Wenn Raab etwa zynisch anmerkt, dass es ja wohl kein grundgesetzlich festgeschriebenes "Recht der Bevölkerung gibt zu entscheiden, wer zum ESC (Eurovision Song Contest) fährt", dann unterminiert das leider gewaltig frühere Aussagen von ihm. Zurecht wies er im vergangenen Jahr etwa darauf hin, dass sich die TV-Zuschauer für die Wahl Lenas auf die Schulter klopfen könnten. Denn genau das war die Stärke von "Unser Star für Oslo" - dass in einem gemeinschaftlich getragenen Konsens von der Jury im und von Teenies bis zu gestandenen Familienoberhäuptern vor dem Fernseher die damals Richtige für den Song Contest gefunden wurde. Diese Teilhabe - und damit auch diese Stärke - wurde nun einer fragwürdigen Mission geopfert. Aber, was damals richtig war, wäre es auch heute gewesen, jedoch nicht unbedingt wer.

Ausnahmetalent Lena

Und das ist keine Kritik an Lena als Person. Alle, die - ob damals oder heute - über sie herziehen, sollten sich einfach noch einmal vergegenwärtigen, dass sie ein 19-jähriges Mädel ist. Und allein das im Sinn reicht, um zu sagen, dass sie die Sache nicht nur vor und selbstredend in Oslo, sondern nun - unter schwierigen Rahmenbedingungen - auch schon mal vor Düsseldorf großartig gemeistert hat. Aus dem "Fan"-Alter sind wir wahrlich schon lange raus. Man kann jedoch auch ganz nüchtern und sachlich feststellen, dass Lena eines der Ausnahmetalente ist, die es immer mal wieder gibt, aber eben auch nicht so häufig.

Could be magic: Taken By A Stranger.

Could be magic: Taken By A Stranger.
(Foto: picture alliance / dpa)

Dabei ist es völlig irrelevant, ob sie nun stimmlich die beste Sängerin auf Gottes Erden ist oder nicht (und sie ist beileibe keine schlechte). Wer dieses Argument ins Feld führt, ist offenbar dem ganzen Casting-Show-Gequatsche auf den Leim gegangen und vergisst, dass es hier nicht um Opern geht. Zu den Mechanismen, die über den Erfolg oder Misserfolg von Popmusik-Interpreten entscheiden, zählen ganz andere als der pure Gesang - Interpretation, Charisma, Verpackung, um nur einige zu nennen. Und: Wer ist denn bitteschön schon bei Dschinghis Khan, Guildo Horn oder Stefan Raab je auf die Idee gekommen, die Gesangsqualitäten zu hinterfragen?

Die Butter auf dem Brot

Doch auch wenn man das zugrunde legt, so ist Lena vor einer Gefahr wie alle anderen nicht gefeit: Sie kann bei zu viel medialer Präsenz nerven - wenn ihre CD-Werbung in Dauerschleife läuft, während sie uns von ihrem Tourplakat herunter auf dem Arbeitsweg anlächelt, uns aus dem Radio heraus unentwegt ansingt und aus dem Opel Satellite zuwinkt. Die Titelverteidigung beim Song Contest setzt dem eigentlich nur die Krone auf. So entsteht leider der Eindruck, dass das große Talent Lena hierzulande auf die Schnelle ziemlich gnadenlos verheizt wird, obwohl der 19-Jährigen eine Auszeit und Neuorientierug nach dem ganzen Rummel von Oslo im vergangenen Jahr vielleicht ganz gut getan hätte. Wollte sie nicht eigentlich viel lieber Schauspielerin werden als Sängerin?

Hinzu kommt, dass die Länder - solange sie keine Nachbarn oder sonst irgendwie Kumpel sind - sich beim Song Contest bekanntlich am liebsten nicht mal die Butter auf dem Brot gönnen würden. Für Deutschland galt das, wie wir wissen, die 28 Jahre vor Oslo allemal. Ein bisschen lässt sich das vielleicht mit Fußball vergleichen. Für die vielen kleineren Staaten ist Deutschland wahrscheinlich so etwas wie Bayern München. Und mal ehrlich: Wer möchte schon, dass Bayern Meister wird? Möglicherweise wäre das anders, wenn die Bayern 28 Jahre lang keinen Titel geholt und gerade einen, sagen wir Jürgen Klopp, besonders smarten Trainer hätten. Vielleicht würde man ihnen und ihm dann sogar einmal die Meisterschaft gönnen. Aber im Jahr darauf, nachdem sie mit breiter Brust angekündigt haben, jetzt natürlich in unveränderter Besetzung den Titel verteidigen zu wollen? Niemals!

Fehler im Konzept

All das hätte Raab nicht nur wissen können, sondern müssen. Dafür ist er nun wahrlich Medien-Profi genug. Und obwohl bei aller Euphorie über den Sieg in Oslo viele Journalisten (und nicht nur die) schon bei der Ankündigung der Titelverteidigung den Kopf geschüttelt und das als "Scherz" eingeordnet hatten, hielt Raab unbeeindruckt und unbeirrbar daran fest. So kann er sich eigentlich weder darüber wundern noch darüber beschweren, dass ihm in dieser Frage in letzter Zeit ein eisiger Wind entgegen geweht und er des Größenwahns verdächtigt worden ist.

Aus dem Song wurde nichts, aber das Motto bleibt: Push forward.

Aus dem Song wurde nichts, aber das Motto bleibt: Push forward.
(Foto: picture alliance / dpa)

Das Quoten-Desaster bei "Unser Star für Deutschland" tat dazu natürlich sein Übriges. Und tatsächlich war der Aufbau dieses (Song-)Vorentscheids ein richtiger Schlag ins Wasser. Selbst dem interessierten und wohlgesonnenen Betrachter drohten in der dritten Show spätestens dann nicht nur die Füße einzuschlafen, als in den Einspielfilmen doch glatt die gleichen Versatzstücke wie in den vorangegangenen Sendungen noch einmal abgenudelt wurden. Und sogar Moderatorin Sabine Heinrich konnte sich am Ende manche Spitze gegen das Konzept ("Song-Duell? Klingt fast nach 'ner neuen Show") und die Dramaturgie der Sendung angesichts des immer klarer werdenden Siegertitels ("Ich kann mir gar nicht vorstellen, welcher es ist ...") nicht mehr verkneifen.

Kein Zweifel: Dem sonst so instinktsicheren Entertainer Stefan Raab sind bei der Vorbereitung auf den Song Contest 2011 manche Schnitzer unterlaufen. Immerhin: Dem "Spiegel" gegenüber räumte er letztlich doch ein, dass die Titelverteidigung möglicherweise eine "Scheißidee" gewesen sei. Sagen wir es mal so: Es war vielleicht nicht die Allerbeste.

Let them entertain you

Allerdings: Die Art und Weise, wie manche Kritiker in den zurückliegenden Wochen damit umgegangen sind und geradezu die Lust an der Demontage des Duos Lena/Raab zelebriert haben, war nicht viel minder problematisch. Insofern ist der Wutausbruch des Entertainers in gewisser Weise dann auch verständlich. Denn eins ist ebenfalls klar: Raab und Lena ist es überhaupt zu verdanken, dass der Sieg des Song Contests nach 28 Jahren zustande kam. Selbst wenn Deutschland in diesem Jahr nur irgendwo im Mittelfeld landen sollte, dann wäre das noch immer um Längen besser als alles andere in den Jahren vor Oslo. Und sogar wenn wir mit "Taken By A Stranger" Letzter würden - so peinlich wie Alex Swings Oscar Sings! kann es gar nicht werden.

Bis zum "Wunder von Oslo" interessierten sich für den "Grand Prix" eigentlich nur noch ein paar nostalgische Nerds, Freunde des gepflegten Trashs und viele Schwule, die den Song Contest als Kultveranstaltung auserkoren haben. Erst seit Lenas Sieg ist alles anders. Das diesjährige Finale war binnen Stunden ausverkauft - und da stand ihre Titelverteidigung bekanntlich längst fest. Aus den geringen Quoten für "Unser Song für Deutschland" ein allgemein geringes Interesse an dem Event abzuleiten, ist daher womöglich doch zu kurz gedacht.

Ebenso abstrus ist es aber, das Ganze zum Politikum aufzubauschen. Denn auch da hat Stefan Raab natürlich Recht: Das alles ist nur Unterhaltung. Insofern können Sie diesen Text auch gerne komplett in die Tonne treten. Anstatt sich zu viel Kopf zu machen, sollte man sich eigentlich nur mit dem gewohnten Spaß an der Freude der Veranstaltung widmen. All jene, die sich allerdings besonders gerne darin üben, alles, was sie gestern noch hochgejubelt haben, heute madig zu machen, können der Sache am Besten nur noch einen Dienst erweisen: Schweigen. Unserer Interpretin indes rufen wir zu: Go Lena! Push forward! Ach nee, falscher Text.

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Kommentare
letsrock schreibt:
19.02.2011 09:40

Vergesst den scheiss Vorentscheid. Jetzt sollte man nach vorn schauen. Mit Taken ... wirds bestimmt nicht so schlecht.


Braudel schreibt:
19.02.2011 09:47

Herr Probst, ein wirklich toller Artikel bei dem endlich mal wieder der eigene Kopf eingeschaltet war und nicht nur der Tenor der Medien wiedergekäut wurde.


Lars schreibt:
19.02.2011 09:52

Respekt, Herr Probst! Eine wirklich gute und ausführliche Zusammenfassung zur kommenden Veranstaltung in Düsseldorf. Dem ist nichts hinzuzufügen.


hallelujah schreibt:
19.02.2011 10:02

Um ehrlich zu sein, habe ich mal kurz in die Sendung reingeschaut, um dann nach 5 Minuten weiter zu zappen, weil es mir beim amelodischen Singsang der Lena schlicht und ergreifend die Schuhe auszog. Die Tatsache, dass dieses absolut unmusikalische Mädchen den letztjährigen Grand Prix gewann, läßt durchaus den Schluß zu, dass es dabei um andere, im Hintergrund abgelaufene Dinge ging, als Singen. Es wäre schlecht bestellt um Deutschland, wären alle 19-jährigen Mädchen derart unmusikalisch. So, nachdem das erledigt ist, gebe ich dem Herrn Raab in einem Punkt Recht: Vorne spielt die Musik, die Lena wurde wieder als Titelverteidigerin des diesjährigen Grand Prix aufgebaut, ergo sollten wir sie auch bis zum bitterenEnde unterstützen. Zu bedauern ist allerdings, dass von dem Persönchen Lena nach dem Durchlaufen der Raabschen Promotionmaschine nicht mehr viel übrig bleiben wird - thats the price you have to pay! Übrigens - Megapeinlich wirkte die Jury, die zwar wollte, aber nicht durfte und das dann auch nicht konnte. Unprofessioneller geht es nicht mehr.


Arnemann schreibt:
19.02.2011 10:09

Wollte im 1. den Tatort sehen und musste mir dann die Überlänge der Ausscheidung gefallen lassen. Das favorisierte Lied wird nach meiner Einschätzung beim Grand Prix ganz hinten landen, so was langweiliges habe ich lange nicht gehört. Einzig die Ausstrahlung der Lena hat mir gefallen. Schade drum.


Bartimäus schreibt:
19.02.2011 10:14

Lasst uns doch erst einmal so weit kommen! Es gibt ja immer noch den Vorentscheid, an dem alle 40 Kandidaten antreten müssen und grob aussortiert werden. Wer sagt denn, dass wir nicht schon da durchs Rasta fallen? Das wäre dann um einiges Pein freier als irgendwo das Schlusslicht zu bilden. Ihr glaubt doch ja nicht, dass die anderen Musiker die ins Rennen geschickt werden geschlafen haben? Es gibt noch genug andere Musiker und die haben sicher nicht auf Lena gewartet. . . .


krystian@uni.de schreibt:
19.02.2011 10:21

Selbst ein Jahr danach ist Lena immer noch eine Wohltat. Mir dreht sich der Magen um, wenn ich irgendwelche Schlagzeilen über DSDS Stars lesen muss, die es ein Jahr später nur noch in die Boulevardblätter schaffen, wenn es drum geht eine Strafe im Gefängnis abzusitzen. Wenn ich Lena sehe, lese oder höre, dann denke ich nicht armes Deutschland, wie bei DSDS, sondern tolles Deutschland und geht doch.


Tibor schreibt:
19.02.2011 10:27

Ein sehr schöner Artikel, Herr Probst! Er spiegelt keine vorgefasste Meinung wieder, sondern beleuchtet das Thema aus mehreren Perspektiven. Es ist sehr erfrischend einen solch ausgewogenen Text zu lesen. Klasse!


saschna schreibt:
19.02.2011 10:39

@hallelujah schaut nur 5 Minuten die Sendung um dann alles zu bewerten und @Bartimäus sollte man die Regeln des ESC erklären. 2 Vertreter der Fraktion die Lena aus welchen Gründen auch immer scheitern sehen wollen, Wirklich schöner objektiver Artikel und ich bin Stolz auf Lena


Fritz schreibt:
19.02.2011 11:18

Wieso denke ich selbst hier wieder, dass kein Vogel auf der Welt sein eigenes Nest so beschmutzt, wie der deutsche?! Munter bleiben!


Peter schreibt:
19.02.2011 11:19

Meine Hochachtung zu diesm wirklich tollen und gut gemachtem Artikel, Herr Probst. Von Ihrer Art zu schreiben, können sich manche Ihrer Kollegen eine Scheibe abschneiden.


Lesender schreibt:
19.02.2011 11:34

Klasse Artikel! Auch manche Kommentare sind entsprechend, nur hallelujah und Bartimäus sollten den Artikel doch mal bitte bis zum Ende lesen: All jene, die sich allerdings besonders gerne darin üben, alles, was sie gestern noch hochgejubelt haben, heute madig zu machen, können der Sache am Besten nur noch einen Dienst erweisen: Schweigen.


Ka_S schreibt:
19.02.2011 11:37

Herr Probst, ick liebe Dir!!!


RTohmas schreibt:
19.02.2011 12:28

@Bartimäus Deutschland muss aus 2 Gründen nicht zum Vorentscheid . Erstens sind wir eines der 5 finanzierenden Ländern´und somit automatisch im Finale . Und Zweitens , selbst wenn das nicht so wäre , der Gewinner vom Vorjahr ist automatisch im Finale


TomTom schreibt:
19.02.2011 12:49

Raab hat sich im SZ-Interview ätzende Entgleisungen geleistet? Hat da jemand die Antworten von Raab mit den Entgleisungen des Fragestellers verwechselt?


Hallenser schreibt:
19.02.2011 13:04

Leben wir in einer Demokratie oder in einer Bananenrepublik der dritten Welt? Was hat dieses Medientheater mit fairen Wettbewerb zu tun? Haben wir nicht genügend junge Talente, die um eine Vertretung beim Eurovision Song Contest kämpfen können? Wir zahlen als Bürger GEZ-Gebühren und die Sendervertreter setzen uns wieder Lena vor die Nase. Ich gönne Lena den Erfolg vom letzten Jahr! Aber in diesem Jahr hat das mit demokratischen fairen Spielregeln nichts zu tun!!! Darüber kann man nur wütend sein und auf ein Scheitern Deutschlands hoffen, damit Raab und co. endlich wieder aus ihren hohen Sphären zurück geholt werden! Dann auch noch Düsseldorf.....! Gott bewahre uns....!


Max schreibt:
19.02.2011 13:24

An diesem Artikel könnten sich einige Ihrer Kollegen ein Beispiel nehmen. Uups, das haben ja schon einige gesagt..ich habe aber keine K-T-Tastatur benutzt ;- Am meisten bewundere ich Lena, wie sie diesen Crash-Kurs in Sachen Medien-Dschungelcamp durchhält und Spreu vom Weizen bei der Berichterstattung trennen kann. Ich weiß nicht, ob ich das so könnte, wenn es mich beträfe. Man sollte Lena nicht heroisieren, das ist sicher das letzte, was sie sich wünscht und käme auch im Ausland sicher nicht gut. Bei manchen Journalisten und erst recht bei einigen feigen, anonymen Kommentatoren jetzt nicht explizit hier, sondern allgemein gesprochen wäre etwas mehr Anstand bei der Wortwahl durchaus angebracht. Dieser Artikel zeigt doch, wie es geht. Danke, Herr Probst.


martin schreibt:
19.02.2011 13:27

Sehr guter Artikel! Ich hoffe wir bekommen eine frühe Startnummer aha, mal hören, was jetzt kommt oder spät oh, was ist DAS denn. Taken by a stranger hat eigentlich jetzt schon gewonnen.,_


Felix Franz schreibt:
19.02.2011 13:31

Endlich wird in einem Artikel mal gezeigt wie Journalismus funktionieren sollte! Bravo. Die ewige Medien-Meckerei über alles und jeden in Deutschland ist wirklich eine Krankheit.


Manfred schreibt:
19.02.2011 16:32

Ich habe die Final Sendung angesehen . Leider hat mir z.B dieses Lied gar nicht gefallen , das schafft bei der Eurovision den letzten Platz ! Die meisten Lieder waren Balladen ... sowas geht meist in die Hose.


Mareike schreibt:
19.02.2011 16:39

Ein guter Kommentar! Die Titelverteidigung halte ich ebenfalls für völlig daneben. Am Ende aber ist ein tolles Lied gewählt worden, dass ich überhaupt nicht langweilig, sondern absolut cool finde, es hat Suchtpotential und ich glaube nicht, dass es ein Reinfall wird.


thomas schreibt:
19.02.2011 21:00

Kann leider die Begeisterung für den ausgewählten Song nicht teilen. Ich frage mich wirklich, wie 79 Zustimmung möglich sind??. Irgendetwas stimmt da nicht! Mein Tipp für Düsseldorf: vorletzter oder letzter Platz. Schade, weil doch bessere Songs zur Ausahl standen.


Kim schreibt:
20.02.2011 01:46

Mal wieder typisch deutsch: Erst einmal alles nieder machen und dem eigenen Kandidaten die Hölle wünschen. Beim Grand Prix gehts am allerwenigsten darum, wer die beste Stimme hat, sondern wer vom Publikum gemocht wird und wer am besten im Vorfeld promoted wird. Und dafür wird der Raab schon sorgen. Der Titel hat auf alle Fälle das Zeug für einen vorderen Platz. Und wenns dann nur der 4. oder 5. Platz wird, dreschen alle Pessimisten wieder auf Lena und Raab ein, statt mal zu überlegen, welche Plätze in den vergangenen Jahren eingefahren wurden. Lasst das Mädel mal ihren Job machen, dann sehen wir weiter. Ich drück ihr jedenfalls die Daumen!


würstchenwasser schreibt:
20.02.2011 11:38

Unsere Lena für Deutschland - man möchte sich von diesem schwachsinnigen Affentheater distanzieren! Ich finde es traurig, wie dieses junge und leider noch sehr unerfahrene Mädel von den Medien und vor allem vom Raab ausgenutzt wird! ...um tief zu fallen mußt du erst oben sein!


Pälzer schreibt:
20.02.2011 14:58

Die Entscheidung für Düsseldorf nur einen Wettbewerb zwischen Lena und Lena.....auszuschreiben, habe ich auch mit Kopf schütteln und sportlichem Unverständnis wahrgenommen. Wird einem doch aufokktruiert wer da für Deutschland ins Rennen soll. Aber dieser hier geschriebene Artikel von einem Herrn Probst!!?? so steht es in einigen Kommentaren, ist an Stimmungsmache und subjektiver Argumentation nicht zu übertreffen. Ich hätte auf NTV anderes erwartet.......... Ich freue mich auf Düsseldorf, freue mich auf Lena und ihr Lied und ich würde mich tierisch freuen, wenn Lena gewinnt. Nicht um Recht zu haben in meiner Stellungnahme gegen diesen Artikel, sondern weil das Lied ein gelungener Ohrenwurm ist und Lena einfach ein tolles Mädchen! Viel Erfolg Lena, auch bei deiner anschliessenden Pause nach Düsseldorf!


Fen schreibt:
20.02.2011 21:50

Ein fantastischer Artikel. Es ist also doch möglich, diesen Vorentscheid sowohl ohne gehässige Häme als auch ohne die rosarote Brille zu betrachten.


A Stranger schreibt:
20.02.2011 22:21

Hochachtung Herr Probst. Endlich mal jemand, der sich eine eigene fundierte Meinung bildet. In einem Punkt widerspreche ich. Das Konzept Titelverteidigung ist gut. Es hätte nur anders kommuniziert werden müssen. Und zwar von Anfang an. Die Shows waren langweilig, wenn man einen spannenden Vorentscheid erwartete. Sie waren höchst unterhaltsam, wenn man einen schönen Abend mit einer herausragenden Künstlerin, der Gewinnerin des ESC 2010 erwartete.


Hussa schreibt:
20.02.2011 23:02

Ich fand Raabs Antworten auf Hoffs Provokationen in der SZ durchaus angemessen und inhaltlich richtig. Und ich stelle sogar eine Wirkung fest: Offenbar wollen andere Journalisten nicht die Schmach auf sich sitzen lassen, die Hoff und Kollegen auf sie geladen haben mit ihren unprofessionellen, weil sowohl von der Intention wie auch handwerklich schlechten, Holzhammerjournalismus. So deute ich jedenfalls Ihren Artikel und ihr Aufruf zum Schweigen an gewisse Kollegen. Dafür danke.


Jochen R. schreibt:
21.02.2011 13:08

Sich gleich im ersten Absatz erstmal ausgiebig dafür zu entschuldigen, daß man als Deutscher eventuell die Möglichkeit hat dem ersten Land anzugehören, das mit dem selben Künstler möglicherweise eine Titelverteidigung schafft, finde ich ehrlich gesagt einfach nur peinlich. Nationalstolz darf keine Domäne der Rechten sein! Kleine Korrektur am Rande: Lenas Nachname deutet NICHT auf eine Patchwork-Familie hin. Bereits ihr Großvater trug genau den gleichen Doppelnamen, und war ein berühmter Diplomat. Es handelt sich also nicht um einen klassischen Doppelnamen, sondern lediglich um einen mit Bindestrich getrennten zusammengestezten Namen, aber eben einen einzelnen.


Briena schreibt:
21.02.2011 14:58

Ich finde es nur fair das Lena selbst Schatten ihrer wird. Denn mal ehrlich... Egal wer dieses Jahr antritt, den Sieg des letzten Jahres kann der Musiker nahezu unmöglich wiederholen. Und lieber vermasselt es Lena und landet schlimmstenfalls auf dem letzten Platz, als das ein neues Talent im Glanzvollen Schatten von Lena scheitert. Ergo go Lena go!


DerMoment1608 schreibt:
21.02.2011 20:45

Eine wirklich wunderbarer Artikel. Danke!


britney schreibt:
22.02.2011 03:50

sehr guter artikel, hut ab! auch wenn ich die aussagen von herrn raab etwas anders interpretiert habe.