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Der Weltmeister ist gekürt, ...
... Südafrika verabschiedet die Fußball-Fans ...
... und die DFB-Kicker fliegen in den Urlaub.
Vier Wochen lang durften wir bangen ...
... und jubeln.
Doch bevor wir uns der Bundesliga widmen, hier unser ganz persönlicher Schlusspfiff: Unsere Elf der Weltmeisterschaft.
TOR: Iker Casillas (29, Spanien). Zugegeben, nicht jeden Ball hielt der Torhüter von Real Madrid so sicher wie hier den WM-Pokal. Aber er war es, der Spanien mit wichtigen Paraden gegen Paraguay, Deutschland und Holland den Triumph möglich machte.
Nicht zuletzt lieferte seine Liaison mit der Sportreporterin Sara Carbonero die romantischste Story der Weltmeisterschaft.
ABWEHR: Carles Puyol (32, Spanien). Sollte der langmähnige Innenverteidiger jemals seine Memoiren schreiben, hier unser Titelvorschlag: "No pasarán!". Unheimlich zweikampfstark und zu allem Überfluss ...
... trotz nur 178 Zentimetern Körpergröße sehr kopfballstark, wie die deutsche Nationalmannschaft bestätigen kann.
Diego Friedrich (31, Deutschland). Spielte das Turnier seines Lebens. Brachte die Stürmer reihenweise zur Verzweiflung, und fand nebenbei gegen England noch Zeit, zwei Gegenspieler im eigenen Strafraum auszudribbeln. Eine Szene für die Ewigkeit.
Ach ja, sein erstes und bestimmt einziges Nationalmannschaftstor hob er sich natürlich auch für diese WM auf. Worüber er sich so freute, dass er hier auch schon wieder weg ist.
Sergio Ramos (24, Spanien). Ja, Maicon. Kennen wir, haben wir gesehen. Aber haben sie schon mal einen Verteidiger gesehen, der das Credo "Angriff ist die beste Verteidigung" so überzeugend umgesetzt hat?
Einen verkappten Rechtsaußen gebend, band er seine Gegenspieler weit in deren Hälfte, um bei Not am Mann sofort zurückzueilen. Die Definition von "Pferdelunge".
Jorge Fucile (25, Uruguay). Das Prunkstück in der überzeugenden Defensive der Südamerikaner.
Rechtfertigt seine Berufung aber auch allein durch seinen unschlagbaren Schlafzimmer-Blick im Panini-Heft. Schlagen Sie mal nach.
MITTELFELD: Bastian Schweinsteiger (25, Deutschland). Vom Teenie-Schwarm zum Idealbild eines Mittelfeldmotors - diese Weltmeisterschaft machte die Metamorphose perfekt.
Nur ein kleiner Beleg, wenn es den noch braucht: Von seinen 565 Pässen fanden 76% ihr Ziel - für einen Mittelfeldspieler eine sehr gute Quote.
Xavi/Andrés Iniesta (30/26, Spanien). Es ist unmöglich, diese beiden Spieler zu trennen. Sie sind das Herz, das Hirn und das komplette Nervensystem des spanischen Spiels.
An dieser Stelle mal eine steile These: Erreichen diese Spieler Normalform (also: überirdisch), ist Spanien nicht zu schlagen. Von keinem Team, zu keinem Zeitpunkt, an keinem Ort.
Wesley Sneijder (30, Niederlande): Scheiterte mit dem Versuch, als erster Spieler Meisterschaft, Pokal, Champions-League und Weltmeisterschaft zu gewinnen.
Überzeugte auf dem Weg ins Finale aber mit fünf Treffern und viel Glanz, den der Rest der "Elftal" nur selten versprühte.
Thomas Müller (20, Deutschland). Ein Mann, ein kometenhafter Aufstieg. Torschützenkönig und bester Nachwuchsspieler der Weltmeisterschaft, mehr gibt es fast nicht zu sagen.
Doch: Mit seiner unbekümmerten Art und seinen frotzeligen Interviews unterhielt der Junge uns nebenbei auch noch prächtig.
ANGRIFF: Diego Forlán (31, Uruguay). Nur ein einziger Stürmer? Ja. Das reicht nämlich, wenn der Forlán heißt. Ein kompletter Stürmer, der zwar überraschend, ...
... aber nicht zu Unrecht den Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers mit nach Hause nehmen darf.
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