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Der Kapitän von Opel hat in seiner langen Geschichte viel erlebt.
1938 feierte er Premiere. Im Frühjahr 1939 wurde auf dem Genfer Automobilsalon erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt.
Für 3575 Reichsmark war die zweitürige Limousine zu haben. Wer 400 Mark mehr investierte bekam den Viertürer. Vor dem Krieg gab es sogar ein Cabriolet. Das wurde nach dem Krieg nicht mehr gebaut.
Das Hauptwerk von Opel in Rüsselsheim in den dreißiger Jahren.
In den zwei Jahren bis zur Einstellung der zivilen Produktion 1940 wurden 25.374 Autos verkauft.
Eine Werbeanzeige für den Opel Kapitän aus dem Jahr 1938.
Der Kapitän war nach dem Zweiten Weltkrieg das zweite Modell von Opel, das wieder gebaut wurde. Die Produktion des Olympia begann 1947, die des Kapitän 1948. Die Verladung auf den Transportzug vor dem Werk Rüsselsheim im Jahr 1949.
Er erfuhr nur leichte Veränderungen im Vergleich zum Vorkriegsmodell.
Ein Werbeplakat aus dem Jahr 1949. In den ersten Nachkriegsjahren verkaufte sich der Kapitän relativ schleppend. Kein Wunder, gehörte er doch eher zur Oberklasse und die Menschen hatte in dieser Zeit wenig Geld und andere Sorgen.
Die Stoßstangen und Radkappen wurden leicht modifiziert. Die Scheinwerfer waren im Nachkriegsmodell rund. Der Motor ist hingegen baugleich geblieben: ein 2,5-Liter-Motor mit 66 PS.
Damit erreichte er eine beachtliche Geschwindigkeit von 126 km/h. Bis 1950 verkauften sich 12.936 Exemplare.
Verladung der Nachkriegsmodelle des Kapitän im Jahr 1950. In den frühen fünfziger Jahren begann das Wirtschaftswunder in Deutschland. Die Verkaufszahlen des Kapitän 50 waren mit 17.470 Exemplaren schon recht beachtlich.
Auch im Rennbetrieb wurde der Kapitän eingesetzt.
Wobei der Boxenstopp nicht ganz so schnell vonstatten ging, wie das heute im Motorsport üblich ist.
Beim Kapitän des Baujahrs 1951 wurde die Karosserie mit deutlich mehr Chrom aufgewertet. Auch der Motor legte mit 58 PS an Leistung zu.
Zeitweise schaffte er den Sprung an Platz drei der Zulassungsstatistik.
Der Kapitän 54 bekam einen markanten "Haifischmaul"-Kühlergrill.
Der Motor leistete jetzt 68 PS und die Höchstgeschwindigkeit lag bei 138 Kilometern pro Stunde.
Der Kaufpreis lag bei 9500 D-Mark. In den drei Jahren seiner Produktion wurden 61.543 Autos verkauft.
Zwei Jahre später ersetzte Opel den markanten Kühlergrill durch senkrechte Gitterstäbe. Auch die Motorhaube wurde geglättet.
Gegen 900 DM Aufpreis gab es eine besser ausgestattete L-Version. Die hatte unter anderem vorne Einzelsitze, einen abblendbaren Innenspiegel und Rückfahrscheinwerfer.
Der Kapitän 2,5 wurde ab 1958 gebaut. Das Design war sehr amerikanisch.
Im Fond ging es beim Einstieg allerdings recht beengt zu. Die Sicht durch das hintere Panoramafenster war für den Fahrer ebenfalls sehr eingeschränkt.
Wegen seiner schlüssellochförmigen Heckleuchten wurde er auch "Schlüsselloch-Kapitän" genannt.
Auch hier wurde eine L-Version für 750 DM Aufpreis angeboten. Für weitere 600 DM gab es sogar ein "Overdrive"-Getriebe.
Der Kapitän P2 wurde ab 1959 angeboten. Er war der erfolgreichste Kapitän aller Zeiten. Die Panoramascheibe vorne wurde nochmals vergrößert. Dafür fiel die hintere weg, was den Einstieg in den Fond erheblich erleichterte.
Bis 1964 wurde der P2 nahezu unverändert gebaut.
In der Zulassungsstatistik der Sechszylinder lag der P2 zeitweise vor den Daimler-Modellen.
Der Hubraum wurde auf 2,6 Liter vergrößert. Damit leistete der Sechszylinder-Motor 90 PS.
Fast 146.000 Modelle des P2 wurden bis 1964 verkauft. Das lag auch an der guten Technik. Der Opel Kapitän P2 brachte unter anderem ein 3-Gang-Automatik-Getriebe und eine Servolenkung mit.
1964 gab es auch einen Zeitenwechsel am Kühlergrill. Das alte Emblem verschwand ...
... und der heute noch verwendete Opel-Blitz tauchte dort auf.
Ab 1964 wurde der Kapitän A als Einstiegsmodell in die Oberklasse von Opel positioniert. Die Karosserieform teilte er sich mit dem Admiral und dem Diplomat.
Doch an den Erfolg seines Vorgängers konnte er nicht mehr anknüpfen. Obwohl der Motor auf 2,8 Liter vergrößert wurde und jetzt 125 PS leistete.
Vom letzten Modell, dem Kapitän B, gibt es leider nur sehr wenige Bilder (Foto: Modell A). Seine Produktion wurde 1970 nach nur zwei Jahren eingestellt. Danach übernahm der Senator die Rolle von Opel in der Oberklasse. (Bilder: Opel AG)
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