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Dacia Sandero: Billig, aber nicht von schlechten Eltern

 
Dacia Sandero: Billig, aber nicht von schlechten Eltern

Die Tatsache, dass Renault der größte Autoimporteur in Deutschland ist, hat die Marke nicht zuletzt der Billig-Tochter Dacia zu verdanken.

Mit 140.000 Einheiten schob sich der Markenverbund knapp vor Toyota. Mehr als 17.000 Autos wurden von der Marke Dacia verkauft.

Dabei hatte der rumänische Billig-Ableger der Franzosen bisher im Wesentlichen nur ein Modell im Programm. Und der Logan war nicht mal besonders ansehnlich. Das soll sich mit dem Sandero ändern.

Bei Dacia kehrt erstmals so etwas wie Design ein.

Vor allem kann der Neue aber mit einem Schrägheck aufwarten. Das ist Standard in der Kompaktklasse. Stufenheckmodelle, wie der Jetta, blieben in diesem Marktsegment immer eher Exoten. 75 Prozent der verkauften Logan-Modelle waren übrigens Kombis.

Daher soll der Sandero die Zahlen des Renault-Konzerns und den Marktanteil von Dacia weiter wachsen lassen.

Das könnte durchaus klappen, denn mit 7500 Euro ist er nur wenig teurer als sein Bruder, der Logan.

Von außen wirkt der Sandero wesentlich gefälliger. Die Front ist markant geworden.

Der Kühlergrill und die geschwungenen Scheinwerfer verleihen dem Sandero so etwas wie ein Gesicht.

Mit fünf Türen kann der Dacia aufwarten. Damit stellt er sich der Konkurrenz in der Kompaktklasse, wo der Golf von VW dominiert.

Im Innenraum geht es spartanisch, aber nicht unbequem zu.

Die Verarbeitung zeigt sich ähnlich solide wie beim Logan.

Mit 4,02 Meter hat der neue Dacia die gleiche Länge wie der neue Renault Clio. Auf dessen Plattform wird der Sandero auch gebaut.

Der Radstand ist jedoch rund 22 Zentimeter kürzer als beim großen Bruder Logan.

Das macht sich besonders im Fond bemerkbar. Da haben groß gewachsene Passagiere doch wenig Kniefreiheit.

Die Rückbank lässt sich asymmetrisch umlegen.

Mit 320 Litern Ladevolumen im Kofferraum muss sich der Sandero vor der Konkurrenz in der Kompaktklasse nicht verstecken (Golf: 350 Liter). Bei vollständig umgeklappter Rückbank wächst der Raum auf 1200 Liter.

Die Motorisierungen sind vom Logan bekannt. Es gibt zwei Benziner und zwei Diesel.

Der 1,4-Liter-Benziner leistet im Sandero 75 PS, die 1,6-Liter-Variante wartet mit 87 PS auf. Der Verbrauch soll im Schnitt bei rund sieben Litern liegen. 165 Gramm CO2 stößt der Sandero damit aus.

Die Diesel-Motoren haben beide 1,5 Liter Hubraum. Beide haben Turbolader und Common-Rail-Einspritzung. Sie sollen nur 120 Gramm CO2 absondern.

Allerdings ist bisher keine Rede von Partikelfiltern. Mittlerweile ein großer Haken. Doch die Diesel werden wohl erst im Frühjahr auf den Markt kommen. Vielleicht rüstet Dacia noch nach.

Im Interieur hat Dacia deutlich zugelegt. Einige Elemente werden Renault-Stammkunden bekannt vorkommen.

Dennoch wirkt die Ausstattung billig. Das ist allerdings natürlich auch dem günstigen Preis geschuldet.

Das Äußere des Sandero ist durchaus ansehnlich und wirkt durch die optischen Elemente auch modern.

Die Diesel-Motoren dürfte es mit dem Handicap des fehlenden Partikelfilters vorerst schwer haben.

Ansonsten muss sich der Sandero vor der Konkurrenz keineswegs verstecken. Autos unter 10.000 Euro gibt es in der Kompaktklasse sonst nur aus Asien.

Wer unter der Schallmauer bleiben will, muss schon zu Kleinwagen greifen.

Der Erfolg von Dacia dürfte mit dem Sandero eine Fortsetzung finden. Das Angebot ist eine runde Sache, auch wenn der Kompakte aus Rumänien ein paar kleine Schönheitsfehler hat.

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