Anfang der sechziger Jahre befand sich der Opel-Konzern auf dem Gipfel. Zahlreiche Erfolgsmodelle der Nachkriegszeit machten die Rüsselsheimer zum zweitgrößten Autobauer auf dem deutschen Markt. Das Werk in Bochum wurde 1962 eröffnet.Bild 1 von 21 Mit dem Opel Kadett hatte man gerade einen Volltreffer gelandet. Noch vor Anbruch der Golf-Ära konnte der Kleinwagen richtig abräumen und mit dem KAD-Trio (Kadett, Admiral und Diplomat) war man auch in der Oberklasse gut vertreten.Bild 2 von 21 Zeit, um alte Gewohnheiten wieder zu beleben. Ein Vorbild dabei war die Rennsport-Tradition aus der Vorkriegszeit. Zum Beispiel der 12,3-Liter Rennwagen von Opel, der bis 1926 viele Sieg einfuhr.Bild 3 von 21 Ein mutiger Entwurf musste her. Ein Imageträger, der die technologischen Ansprüche der Marke transportieren sollte. Im Winter 1963 wurden erste Designstudien aus Plastilin bei Opel gefertigt. Die Idee für den Opel GT war geboren.Bild 4 von 21 Auf der IAA 1965 wurde er dann erstmals als Experimental GT gezeigt. Das Design durfte damals getrost als extravagant und gewagt bezeichnet werden. Ein solches Auto gab es zu dieser Zeit in Europa nicht. Allenfalls in den USA wurde etwas Ähnliches gebaut.Bild 5 von 21 Charakteristisch für das Äußere waren die Klappscheinwerfer und der schmale Mittelteil, auch "Coke Bottle Shape" bezeichnet. Aufgrund der flachen Karosserie und des niedrigen Schwerpunkts war der GT stets flott um die Kurven zu steuern.Bild 6 von 21 Doch das Konzept hatte Erfolg. Der erste Motor hatte zwar nur 60 PS, doch Opel legte bald einen 1,9-Liter-Motor mit 90 PS nach. Damit wurden mehr als 90 Prozent der GT ausgestattet.Bild 7 von 21 Die Käuferschaft riss sich um den GT, doch Opel hatte keine Produktionskapazitäten frei. So wenig hatte man damit gerechnet. Mehr als die Hälfte der Gesamtproduktion wurde in die USA verschifft, wo Opel unter dem eigenen Markennamen den GT verkaufen durfte.Bild 8 von 21 Mit dem Werbe-Slogan "Nur fliegen ist schöner" gelang den Marketing-Strategen ein Klassiker unter den Werbesprüchen, der den Konzern bis heute begleitet. Tatsächlich ließ es sich mit dem GT recht sportlich fahren. Zumal das Auto nur knapp 850 Kilo wog.Bild 9 von 21 Bis 1973 wurde der Opel GT gebaut, dann kam das Aus. Es ranken sich viele Spekulationen um die Gründe. Sicher ist, dass der Produktionspartner Brissoneau & Lotz von Renault gekauft wurde und in den USA neue Sicherheitsvorschriften heraus kamen.Bild 10 von 21 Ob auch ein politische Entscheidung der Opel-Mutter General Motors ein Grund war, wird bis heute heiß diskutiert. (Im Bild vorne der Prototyp Experminental GT, der GT von 1968 und der Opel Aero)Bild 11 von 21 In jedem Fall wurde die Idee erst viel später wieder aufgegriffen. Schade, denn Opel fehlte ein solcher Sportwagen über lange Jahre. Zumal auch in der Oberklasse die Felle davonschwammen.Bild 12 von 21 Um die Leistungsfähigkeit seiner Diesel-Motoren unter Beweis zu stellen, schickte Opel den GT 1971 mit einem Diesel-Aggregat auf Rekordjagd. Der 2,1-Liter-Selbstzünder hatte bescheidene 95 PS.Bild 13 von 21 Deshalb ersetzte man das Dach mit einer Plexiglaskuppel und zog dem Auto 15-Zoll-Reifen auf. 1972 ging es dann auf Bestzeitenjagd.Bild 14 von 21 Zwei Weltrekorde und über 20 internationale Rekorde waren zu vermelden. Ein großer Erfolg für Opel und die sechs eigens engagierten Rennfahrer.Bild 15 von 21 Die Idee, den Opel GT wiederzubeleben, schwirrte seit dem Ende des Originals immer wieder durch Rüsselsheim. Ab 2000 wurden die Bemühungen deutlich konkreter. Studien namens Speedster waren erste Schritte.Bild 16 von 21 Im März 2006 schließlich wurde der neue GT auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt. Er trägt den Beinamen Roadster.Bild 17 von 21 Mit Stolz präsentierte der GM-Europe-Chef Forster den neuen GT. Allerdings ist das Auto ganz Kind der neuen Zeit. Er teilt sich die Plattform mit dem Pontiac Solstice. Gefertigt wird er in Wilmington in den USA.Bild 18 von 21 Der Neue wird von einem Zwei-Liter-EcoTec-Motor mit 264 PS (194 kW) angetrieben. Mit 353 Newtonmeter Drehmoment schafft er den Sprint auf 100 km/h in 6,3 Sekunden. Dank aufwändigem Fahrwerk und niedrigem Schwerpunkt ist der Speedster ein sehr guter Kurvenräuber.Bild 19 von 21 Auch beim Neuen haben sich die Werber von Opel wieder einiges einfallen lassen. Immerhin mehr als 1500 Exemplare konnten in diesem Jahr, 2008, bereits verkauft werden.Bild 20 von 21 Für ein Spaßauto in der Wirtschaftskrise keine schlechte Zahl. Auch wenn sich der neue GT nicht mehr den Charakter einer Stil-Ikone erwerben konnte. Schön jedenfalls, wieder einen Opel GT auf unseren Straßen zu sehn.Bild 21 von 21