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Citroën hat den C5 neu aufgelegt. Die Franzosen wollen in der Mittelklasse mit dem Neuen einen Frontalangiff starten.
Das Design wurde der Markenlinie angepasst. Es wirkt dynamischer, aber auch solider. Mehr Wertigkeit innen und außen will man den Kunden bieten.
Die Neuauflage wirkt deutlich gefälliger in der Gesamterscheinung als der Vorgänger. Der C5 zeigt sich auch harmonischer als der große Bruder, der C6. Vor allem im Heckbereich.
Durch den langen Linienschwung der Dachkante bekommt der C5 fast den Charakter eines Coupés. Das macht sich auch im Fond bemerkbar, wo reichlich Platz für zwei und ausreichend Platz für drei Personen zur Verfügung steht.
Der Kofferraum bietet mit 467 Litern reichlich Kapazität. 457 Kilo dürfen über die relativ niedrige Ladekante gewuchtet werden.
Der Raumgewinn ist vor allem einem längeren Radstand zu verdanken. Die Länge ist nur geringfügig auf 4,78 Meter gestiegen.
Das Fahrwerk bietet eine Hydraktiv-Federung. Diese ist sehr gut für höhere Geschwindigkeiten auf Autobahn oder Landstraße abgestimmt.
Aber auch kurze Bodenwellen steckt die Aufhängung gut weg. Mit den Schaukeleien früherer französischer Autos hat der C5 nichts mehr zu tun. Die Hydropneumatik passt die Dämpfer an die aktuellen Fahrbahngegebenheiten an.
Dem flotten Design ist eine gewisse Unübersichtlichkeit beim Einparken geschuldet. Die akustische Einparkhilfe ist da ein große Hilfe.
Im Innern zeigt sich der C5 sehr wertig. Die Mittelkonsole ist auch mit der Zweizonen-Klimaautomatik übersichtlich gestaltet.
Das Display des Navigationssystems bietet eine einfache, aber gut ablesbare Grafik.
Darunter sitzt die Schaltung mit sechs Gängen und die elektronische Feststellbremse.
Die Ablagen im Innenraum sind nicht gerade zahlreich. Pfiffig ist aber die sich automatisch aktivierende Beleuchtung der Seitentaschen. Der Becherhalter in der Mittelarmlehne ist allerdings recht schwer erreichbar.
Eine schöne Reminiszenz an alte Zeiten ist die feststehende Lenkradnabe. Zahlreiche Schaltknöpfe bevölkern den Mittelteil der Steuerung.
Damit lässt sich nahezu alles bedienen, aber die Vielzahl macht das Ganze etwas gewöhnungsbedürftig, weil leicht unübersichtlich.
Der HDi 135 FAP zeigte sich in der Praxis überraschend agil. Seine 140 PS ziehen das 1733 Kilogramm schwere Auto zügig nach vorne.
Dafür sind auch 320 Newtonmeter Drehmoment verantwortlich, die bereits bei 2000 Umdrehungen pro Minute anliegen.
Damit sprintet der Citroën in 10,6 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. Die Spitzengeschwindigkeit liegt offiziell bei 205 km/h.
Laut Hersteller genehmigt sich der Motor 5,8 Liter. In der Praxis stellte sich ein Verbrauch von rund sieben Litern auf der Autobahn und etwa 8,5 Litern in der Stadt heraus.
Das sind ganz ordentliche Werte für ein Auto dieser Größe. Dabei emittiert der Zwei-Liter-Diesel 153 Gramm CO2 pro Kilometer.
Den günstigsten C5 gibt es ab 22.240 Euro. Dann hat er einen 1,8-Liter-Benziner an Bord.
Der Testwagen mit dem HDi-135-Motor und der Ausstattung "Exclusive" kostet mindestens 30.900 Euro.
Diese höchste Ausstattungsvariante hat bereits einiges an Bord. Wird jedoch reichlich Sonderausstattung hinzugewählt, kann auch ein Preis von 40.000 Euro und mehr erreicht werden.
Insgesamt hat uns der Citroën C5 positiv überrascht. Er bietet viel Fahrspaß, auch mit dem kleineren Diesel. Der V6-Biturbo dürfte da sogar nochmal eine Schippe drauf legen.
Innen wie außen hat er an Wertigkeit gewonnen. Man hat bei Citroën einiges besser gemacht als früher. Der C5 leistet sich dabei nur einige kleine Schwächen, die aber nicht wesentlich ins Gewicht fallen.
Damit können die Franzosen dem Establishment in der Mittelklasse in jedem Fall die Stirn bieten. Mit viel Ausstattung kratzt er gar an der Grenze zur oberen Mittelklasse. Und man fährt mit dem C5 eben kein Allerweltsauto. (Text: Markus Mechnich)
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