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Auto

Power, Spoiler und Models: Essen Motorshow 2008

 
Essen lädt zur Motorshow. Die Tuningmesse im Ruhrgebiet ist der größte Branchentreff in Deutschland. Klimadiskussion hin, Benzinpreise her - in der Tuningszene hat man von der Autokrise noch nicht so richtig viel mitbekommen.

Essen lädt zur Motorshow. Die Tuningmesse im Ruhrgebiet ist der größte Branchentreff in Deutschland. Klimadiskussion hin, Benzinpreise her - in der Tuningszene hat man von der Autokrise noch nicht so richtig viel mitbekommen.

Das mag am Enthusiasmus der PS-Gemeinde liegen. Sie würden im Zweifel ihr letztes Hemd für den richtigen Spoiler geben. Natürlich dürfen auf einer solchen Messe die heißen Frauen nicht fehlen. Sie gehören einfach dazu.

Den Gegenbeweis treten diese beiden Models an. Fraglich allerdings, ob das Konzept aufgeht. Umlagert werden sie oder das Auto jetzt nicht gerade.

Neben der Ausstellung an sich bietet die Messe in diesem Jahr ein umfangreiches Showprogramm. In Halle sieben geht es zur Sache: Röhrende Motoren, vibrierender Boden.

Motorsport ganz verrückt und jede Menge Showveranstaltungen. Damit sollen noch mehr Besucher angelockt werden. Bereits am Eröffnungswochenende kamen rund 115.000 Besucher.

Den Gestank von geschmolzenem Gummi gibt es inklusive.

Tuning und Zubehör in nahezu jeder erdenklichen Güte und natürlich Preisklasse gibt es in den übrigen Hallen zu sehen.

Die Motorshow gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn die Szene wird immer größer. Auch die Autokonzerne schicken ihre Haustuner verstärkt nach Essen.

Aber auch der Megatrend des Jahres geht nicht an der Tuningszene vorbei: Das Elektroauto. Dass elektrisch Fahren nicht langweilig sein muss, hat Tesla ja bereits bewiesen. Jetzt hat sich der Bottroper Tuner Brabus des Stromflitzers angenommen.

Neben der Optik steht vor allem die Geräuschkulisse im Vordergrund. Ein Simulator kann wahlweise den Sound eines F1-Boliden oder eines V8 erzeugen. Dazu wird der Tesla natürlich auch optisch aufgewertet.

Ein weiterer Trend in der Autobranche sind kleine Autos. Damit die nicht nur vernünftig sind, sondern auch Spaß machen, werden auch diese aufgepumpt. Wie beispielsweise der Fiat 500, dessen sich Merkur-Tuning angenommen hat.

In diese Reihe gehört sicher auch der Citroen C1 von Musketier. Die Tuner haben aus dem eher biederen Äußeren des kleinen Franzosen einen echten Hingucker gemacht. Die Tieferlegung zusammen mit 16-Zoll-Felgen und 195er Reifen sind die Highlights.

Der Haustuner von Opel, Irmscher, feiert die 40. Teilnahme an der Motorshow. Dazu gibt es den GT i40 als Jubiläumsgeschenk. Dank 480 PS geht es in unter fünf Sekunden von 0 auf 100. Er hat den V8-Motor der Corvette eingebaut.

Das Gelände wäre für den Alfa Romeo Mito hingegen jammerschade. Denn der kleine Italiener belebt die lange verschüttete Kleinwagen-Tradition der Marke und trägt unverkennbar Gene des Supersportwagens Alfa Romeo 8C Competizione in sich.

Weniger für die Straße, eher für die Antarktis ist dieses Schneemobil. Auf drei Kufen soll der CIV (Concept Ice Vehicel) die Antarktis-Expedition von Moon Regan transportieren. Die Eiswüste soll ausschließlich mit umweltfreundlichen Treibstoffen durchquert werden.

Die Initiative "Tune it safe" zeigt diesen Polizei-Scirocco. Er soll das Flaggschiff der Initiative werden und zeigt sich mit Breitreifen, Edelstahl-Endtopf und LED-Tagfahrlicht sehr dynamisch.

Audis Haustuner, die Quattro GmbH, zeigt auf der Essen Motorshow diesen ibisweißen R8. Daneben stehen übrigens mit Tainá und Sophia zwei "Beinahe-Germanys-next-Topmodels", die in Essen die Fotografen mit ihrer Anwesenheit beglücken.

Wirklich für die Rennstrecke und eine echte Weltpremiere ist der Audi R8 LMS. Das Auto ist für den Kundensport gedacht, sprich: kann so gekauft und im Wettbewerb eingesetzt werden. Ahne ist der siegreiche R8 aus der American-Le-Mans-Serie.

Ebenfalls von der Rennstrecke, aber ganz konkret auf der Straße zu fahren ist der SLR McLaren von Mercedes. Das Auto wird so nicht mehr gebaut, was aber der Faszination keinen Abbruch tut. Brabus hat dem Zweisitzer noch ein exklusives Sportprogramm verpasst.

Tuning ganz traditionell gibt es bei diesem Uhlenhaut Coupé zu sehen. Der Mercedes-Benz 300 SLR war mit einer Spitzengeschwindigkeit von 290 km/h seinerzeit das schnellste Fahrzeug mit Straßenzulassung.

Ebenfalls eine Rarität ist dieser Ferrari 250 GTO. Nur 39 Exemplare wurden in Maranello hergestellt. Unter Liebhabern gilt das Auto als der schönste Ferrari überhaupt.

Allein schon durch den Preis von 1,2 Millionen Euro ist dieser Bugatti Veyron per se exklusiv. Die 1001 PS bringen dieses Auto auf eine Spitzengeschwindigkeit von 407 km/h. Maximal 300 Exemplare soll es davon geben, 220 Bestellungen liegen bereits vor.

Auch der Porsche 959 aus dem Jahr 1986 ist eine Seltenheit. Mit 317 km/h galt er damals als das schnellste Serienfahrzeug der Welt. Fast eine halbe Million D-Mark kostete er. Von dem Bi-Turbo mit 450 PS wurden nur 292 Exemplare gebaut, davon 29 für den Motorsport.

Dagegen wirkt der Dacia von Elia-Tuning ganz bieder. Selten ist er nur deshalb, weil er mit Bioethanol fährt und ein Pickup-Umbau ist. Optisch sicher wesentlich ansprechender als das Serienmodell.

Da geht es im Audi W12 Quattro in der Langversion schon bedeutend luxuriöser zu. Höchste Sicherheit und purer Komfort in perl-beige.

Die Optik steht für den Schweizer Designer Franco Sbarro ganz im Vordergrund. Auf Basis eines Ferrari 348 GTB hat er diese spektakuläre Design-Studie geschaffen. Der Alcador hat einen Zwölfzylinder-Motor von Ferrari mit 400 PS.

Noch spektakulärer ist der Sbarro Aero. Sein Äußeres wirkt wie aus einem Science-Fiction-Film. Die Alltagstauglichkeit sei mal dahingestellt. Doch schön anzusehen ist der Aero in jedem Fall.

Ein Motorrad mit vier Rädern ist das Pendelauto von Sbarro. Dank ausgeklügelter Aufhängung kann sich das Gefährt dennoch in Kurven legen, erreicht aber eine weitaus höhere Stabilität als normale Motorräder.

Das sieht schon eher nach Motorrad aus. Beide Räder sind an einer einseitigen Schwinge montiert. Der Rahmen ist so gebaut, dass er den Blick auf den wuchtigen V2-Motor mit fast zwei Litern Hubraum freigibt. Dieses Bike würde wohl rund 160.000 Euro kosten.

Ein Big Bike im wahrsten Sinne des Wortes ist das Dream Big Bike des Amerikaners Gregory Dunham. 3,43 Meter hoch, 6,20 Meter lang und der Lenker ist 3,20 Meter breit. Das fahrbare Gerät steht als größtes Motorrad der Welt im Guinness Buch der Rekorde.

Flach, flacher, Flatmobil. Das Gefährt von Perry Watkins ist das flachste Auto der Welt, wird mit einem Jet-Motor angetrieben und erreicht 160 Kilometer pro Stunde.

Das ist aber immer noch nicht alles, was es zu sehen gibt. Ein Teil der Essener Motorshow ist Oldtimern und Classic Cars gewidmet.

Dort sind zahlreiche automobile Kostbarkeiten zu sehen. Unter anderem der Cord 812 und der Fiat Balilla Coppa d'Oro. Der Cord von 1937 ist als eines der ersten Autos ohne Kühlergesicht berühmt geworden.

Der Alfa Romeo 8Cist ein legendärer Sportwagen und Ahne des 8C Competizione. Auf der Essen Motorshow werden also nicht nur Tuning- oder Motorsportfans froh. Auch für Klassikerfreunde ist die Messe eine Reise wert. (Bilder: Messe Essen)

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