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Er lauert auf die Konkurrenz: Audi zeigt mit dem RS5 einen neuen Top-Sportler für die Mittelklasse.
Auf Basis des A5 Coupés haben die Ingolstädter das Beste an Technik aus dem Regal geholt und in ein neues Modell gesteckt.
Äußerlich ist der RS5 vor allem an der Frontschürze zu erkennen. Silberfarben ist der Abschluss unter dem Single-Frame-Kühlergrill.
Die Kotfügel sind beim RS5 weiter ausgestellt als beim normalen Coupé. Darüber ist eine Kante zu finden, die an den Ur-Quattro erinnern soll.
Serie sind 19-Zoll-Felgen, auf Wunsch können 20-Zoll-Reifen aufgezogen werden.
Höher drehen: Der V8 im RS5 ist auf hohe Drehzahlen ausgerichtet. Sein Leistungsmaximum erreicht er bei 8250 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment steht zwischen 4000 und 6000 Umdrehungen zur Verfügung.
Bei 250 Stundenkilometern wird das Auto abgeregelt, auf Wunsch auch erst bei 280 km/h. Diese Sperren werden die echten Sport-Fans wohl dann auch entfernen lassen.
Die Kraftübertragung erfolgt über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Das wurde auf die hohen Drehzahlen des V8 abgestimmt.
Der Antrieb ist, natürlich, ein Quattro. Eine Pflicht bei Audi, die seit 30 Jahren für sportliche Modelle gilt.
Damit sich der V8 auch ansprechend anhört, verbaut Audi eine zweiflutige Abgasanlage. Bei hohen Drehzahlen oder im Sportmodus werden die Abgasklappen in den beiden Endtöpfen geschlossen. Das gibt dem Auto einen tieferen, volleren Klang.
Mit einem adaptiven Fahrsystem lässt sich das Auto auf Komfort oder Sport trimmen.
Das System greift in Lenkung, Getriebe, Fahrwerk und die Gasannahme ein.
Prunkstück der Technik des RS5 ist aber die neue Stufe des Quattroantriebes. Ein Kronenraddifferenzial verteilt die Antriebskraft auf Vorder- und Hinterachse.
Im Normalfall liegt die bei 60 Prozent hinten und 40 vorne. Verliert eine der Achsen Traktion, dann wird die Kraft verstärkt auf die andere Achse übertragen. Das funktioniert vollmechanisch.
Ergänzend gibt es eine radselektive Momentensteuerung. Die regelt elektronisch die Kraftverteilung auf die vier angetriebenen Räder.
Reichlich Technik also, die der RS5 mitbringt.
Im Innenraum geht es ebenfalls sportlich zu. Karbon-Elemente unterstreichen die dynamischen Ambitionen.
Dazu gibt es Klavierlack im Cockpit. Die Bedienelemente setzen sich aus von Audi bekannten Modulen zusammen. Kenner der Marke werden sich schnell zurechtfinden.
RS5 auch im Cockpit. Die Instrumententräger sind von Chrom eingerahmt.
Mit dem Sportpaket gibt es Schalensitze. Per Elektrik lassen sich Seitenführung und Wangen einstellen.
Für 6000 Euro extra ist eine Kohlefaser-Karbon-Bremsanlage zu haben. Ein Muss für sportlich ambitionierte Fahrer.
Schöne Grüße vom TT RS: Der Heckspoiler fährt bei 80 km/h selbsttätig aus.
Wie schlägt sich Audis neuer Mittelklassesportler auf der Rennstrecke.
Auf dem privaten Rundkurs Ascari, in der Nähe der südspanischen Stadt Ronda, sind einige der schönsten Kurven der Rennstrecken dieser Welt versammelt.
Dort kann der RS5 zeigen, was er kann.
Die umfangreiche Antriebstechnik bewährt sich auf der Strecke. Der RS5 ist durch die Assistenzsysteme ein gutmütiges Auto - trotz seiner brachialen Kraft.
Besonders in Kurven zeigt das Auto eine erstaunliche Spurstabilität. Auch gröbere Fehler werden verziehen oder das ESP regelt sie letzten Endes.
Auch der hochdrehende Achtzylinder zeigt seine ganze Kraft. Das Zusammenspiel mit der Siebengang-S-Tronic funktioniert reibungslos und fast ohne Zugkraftunterbrechung.
Das Gesamtpaket bringt eine Menge Fahrfreude mit, ohne den Fahrer zu überfordern. Puristen werden vielleicht den Elektroniküberschuss bemängeln. Normalos sind dankbar für die Unterstützung.
Ab Sommer ist der Audi RS5 zu haben. Los geht es bei 77.700 Euro - nicht ohne, dieser Einstiegspreis.
Der Audi RS5 wird so einige Konkurrenten hinter sich lassen können. Technisch setzt das Auto Maßstäbe, beim Preis allerdings auch. Der Kunde muss am Ende entscheiden. Die Kontrahenten müssen sich jedenfalls warm anziehen. (Text: Markus Mechnich, Fotos: Picture Service)
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