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Wie Opel unser Leben begleitet: Ihre besten Geschichten

 
Frisch verheiratet und voller Energie gönnte sich Hans-Jürgen W. mit 23 Jahren einen Opel GT. "Mein Gott, war ich stolz, als ich dann endlich in Bodennähe über den Asphalt rutschen durfte. Das war ein tolles Auto."

Seit Wochen ist die Schieflage von General Motors Thema in den Medien. Mit dem Auto-Koloss aus den USA droht auch der traditionsreiche Opel-Konzern unterzugehen.

Deshalb forscht man zusammen mit der Politik nach Lösungen für das Dilemma. Das im Grunde gesunde Unternehmen soll gerettet werden. Selbst Bundeskanzlerin Merkel setzt sich dafür ein, wenn auch nicht mit einem Staatseinstieg.

Für die Mitarbeiter und Kunden des Autobauers ist das eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Und das schon seit mehreren Monaten. Schwer auszuhalten und belastend für viele Familien und ganze Regionen in Deutschland.

Das österreichische Unternehmen Magna Steyr hat ebenfalls Interesse. Das Konzept sei durchaus plausibel, heißt es aus der Politik. Allerdings wohl unvereinbar mit den Ideen von Fiat.

Wohin der Weg von Opel führt, ist derzeit noch offen. Wir haben Sie nach Ihren Erlebnissen mit der Automarke mit dem Blitz gefragt. Was verbindet Sie mit Opel? Und Sie haben uns schöne Geschichten geschickt. Diese wollen wir mit den folgenden Bildern erzählen.

Herr B. schickte uns folgende Anekdote: Ein Freund von ihm arbeitet im Management von Opel und fährt eine größere Limousine. Sein Sohn fragte: "Papa, sind wir eigentlich arm?" Papa: "Nein, wieso?" Sohn: "Weil wir einen Opel fahren."

So weit ist es schon gekommen. Das Gerede über die Zukunft von Opel hinterlässt zumindest bei Kindern einen merkwürdigen Eindruck.

Das erste Auto von Herrn G. war ein orangefarbener D-Kadett mit 1,2 Litern und 54 PS. Mit zarten 18 Jahren erwarb er ihn für 5400 D-Mark vom ersten selbstverdienten Geld. Er wurde natürlich gehegt und gepflegt.

Leider musste er sich bereits nach einem Jahr wieder von dem Auto trennen. Der Nachfolger war ein Kadett E 1,3 als Sondermodell Snow. Mit diesem bestritt Herr G. die langen Fahrten zu seiner Dienststelle bei der Bundeswehr.

In dieser Zeit hat er in einem Jahr mehr als 80.000 Kilometer zurückgelegt. Ein Auffahrunfall auf der A1 bei Remscheid bedeutete schließlich das Aus für das Auto. Leider hat Herr G. keine Bilder mehr von seinen Autos.

Herr F. wollte immer einen Opel haben. Der Calibra des Nachbarn (2.0/16V) war aber erst nach dem zweiten Kind zu haben. Mittlerweile hat er 270.000 Kilometer runter. Jede Menge Fahrspaß hatte er damit und möchte ihn nicht mehr hergeben.

Schon als Kind wollte Andreas H. bei Opel arbeiten. Mit seinem Vater besuchte er als Elfjähriger die Produktion von Opel und war fasziniert. Mittlerweile arbeitet er seit 21 Jahren in Rüsselsheim und hofft auf eine eigenständige Zukunft des Unternehmens.

Sein Traum erfüllte sich endgültig, als er mit seinem ersten eigenen Opel auf einschlägigen Treffen vorfahren konnte. Unvergessliche Zeiten für ihn.

Frisch verheiratet und voller Energie gönnte sich Hans-Jürgen W. mit 23 Jahren einen Opel GT. "Mein Gott, war ich stolz, als ich dann endlich in Bodennähe über den Asphalt rutschen durfte. Das war ein tolles Auto."

Seitdem konnte Herr W. 23 Autos sein Eigen nennen. Aber der GT war "einsame Spitze". Er wünscht Opel und seinen Mitarbeitern alles Gute.

Herr Alfred B. machte bereits 1962 auf einem Opel Olympia seinen Führerschein. Ein richtiggehend historisches Bild des wunderbaren Opel-Modells.

Später wurde für die Familie einer der ersten Opel Rekord gekauft.

Als Einkaufswagen diente später dieser B-Kadett. Zahlreiche Opel-Modelle folgten als Dienst- und Privatwagen.

Herr Christian A. erbte einen Kadett ohne TÜV, aber mit nur 19.000 Kilometern, von seiner Oma. Er scheute sich nicht, damit auch auf dem Golfplatz vorzufahren. Das Auto leistete ihm mehrere Jahre gute Dienste, bis er 2007 beruflich nach England versetzt wurde.

Dorthin nahm er den Kadett mit und fährt ihn bis heute nahezu problemlos. Auf dem Firmenparkplatz begegnete ihm sogar eines Tages ein fast baugleicher Opel mit deutschem Kennzeichen. (Bild)

Nach einer "Wetten Dass"-Sendung stand Andreas S. mit seiner Frau tags darauf an einer Ampel. Gottschalk suchte Manta-Fahrer mit Frisörinnen. Ein Junge sagte: "Mama, guck mal, ein Manta." Die Passanten lachten. Die heutige Ehefrau fand das zunächst nicht witzig.

Dieser DTM-Renn-Calibra fährt heute noch. 2003 zeigte er sich seinem Besitzer, Herrn Markus B., ausgesprochen nützlich, als er dringend einen 1600-Liter-Tank benötigte, wie das Bild zeigt.

Wolfgang M. übernahm als junger Mann einen weißen Kadett C mit roten Sitzen von einer älteren Dame. Das Aussehen behagte ihm zunächst gar nicht. Doch der Wagen war absolut verlässlich, und er gewöhnte sich an ihn. Heute bereut er, dass er ihn nicht mehr hat.

Urlaub ist die schönste Zeit. Frau Gabriele P. schwört seit Jahren auf den Opel Combo. Sie fährt bereits ihren fünften. Die Bilder entstanden bei einem Urlaub im Savinjatal in Kärnten.

Die Flexibilität ist des Combos großer Pluspunkt. Im Nu sind drei Fahrräder und zwei Mitfahrer eingepackt. Ein Radfahrer, der sich mit den Bergen übernommen hatte, wurde ebenso kurzerhand eingepackt und glücklich samt Rad zurück zu seinem Auto kutschiert.

In einem weißen Rekord E musste ein Leser im zarten Alter von vier Jahren ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Vater hatte eine sehr laute Sirene unter der Haube, die er auf der Fahrt aktivierte und so über jeden rote Ampel rauschte. Eine unvergessliche Fahrt.

Der kleine Mischlingshund Miki wurde in Rumänien kurz nach der Geburt in eine Plastiktüte gesteckt und auf den Müll geworfen. Flavia war mit ihren Eltern in einem Opel Combo Tour auf Urlaubsreise und fand den aufgeweckten Kleinen.

Der Bruder verstarb leider wenige Tage nach dem Fund, aber Miki wurde gerettet. Versteckt in einer der vielen Ablagen, schaffte er den Weg nach Deutschland. Seitdem hat er viele tausend Kilometer mit dem Opel Combo zurückgelegt, der ihn damals rettete.

Schon die Kleinsten teilen die Begeisterung für Opel. Gregors Lieblingsauto ist der Opel Zafira. Nicht Porsche oder Ferrari. Das große Glasdach und die dritte Sitzreihe haben es ihm angetan. Auf seinem Booby-Car prangt bereits der Blitz.

Jana, neun Jahre alt und die Tochter eines Opel-Mitarbeiters, hat für ihre Schülerzeitung einen Text über Opel geschrieben. Er endet mit den Worten: "Ich wünsche mir sehr, dass Opel überlebt, denn Opel ist eine tolle Automarke!"

Auf diesem Opel Kapitän aus dem Jahr 1950 hat Herr K. heimlich Autofahren gelernt. Ein Metzgergeselle aus dem Familienbetrieb gab ihm im zarten Alter von zwöf Jahren die ersten Fahrstunden.

Der Manta war schon immer ein sportliches Auto. Die Frau von Torsten K. stand in Kiel an einer roten Ampel, als ein VW Golf auf der Spur neben ihnen und ein Mercedes direkt neben dem Manta hielt. Eine Szene wie aus "Manta, Manta", dem Film.

Der Mercedes-Fahrer spielte mit dem Gaspedal, die Manta-Fahrerin ebenfalls. Die Ampel wurde grün, der Manta fuhr zügig los und der Mercedes ebenfalls. Dieser kollidierte jedoch mit dem linksabbiegenden VW Golf. Kleine Sünden ...

Seit drei Jahren erkunden Claudia und Herbert die Welt mit ihrem Opel Combo.

Dank Dachaufbau können sie halten und übernachten, wo sie wollen. Das Dachzelt ist in fünf Sekunden aufgeklappt.

Dann stehen 2,1 mal 1,3 Meter Liegefläche zur Verfügung. Mit dem Pkw dürfen sie auf alle Campingplätze auffahren, wo Wohnmobile draußen bleiben müssen.

Vom Bodensee bis Sylt ist das Paar schon in ganz Deutschland unterwegs gewesen. Wo es gerade passt, wird die Leiter ausgepackt und das Zelt auf dem Dach ausgeklappt.

Der nächste Combo ist bei Claudia und Herbert schon fest eingeplant.

An seinem ersten Arbeitstag parkte Jürgen F. mit seinem Admiral versehentlich neben dem Benz des Chefs. Die Chefetage war in heller Aufregung und jeder fragte, wem das Flaggschiff gehöre. Der Chef selbst sagte dazu nur: "Na, man gut, dass es kein Mercedes ist".

Arend J. bekam von seinem Vater einen Olympia geschenkt. (Bild: Olympia Rekord) Zunächst war er gar nicht glücklich, weil er als junger Mann ein eher Hausfrauenauto abbekam. Trotz einiger Schwierigkeiten schloss er das Auto in sein Herz.

Michael K. ist der Spross einer echten Opel-Familie. Gerade 18 Jahre alt geworden, kaufte er einen Kadett D. Zehn Jahre fuhr er seinen ersten D-Kadett und verbindet viele schöne Erinnerungen mit dem Wagen.

Deshalb kaufte er 2001 direkt einen weiteren D-Kadett. In fünf Jahren werden die Autos endlich als Oldtimer angemeldet. Opel ist für ihn nicht nur ein Auto, sondern Teil seines Lebens.

Dieser Kapitän hat so einiges erlebt. Wolfgang H. blieb als Auto-Liebhaber ein Leben lang Opel-Fan. Diese Leidenschaft führte das Auto aus Rüsselsheim bis nach Südafrika.

Dort zeigt sich der stolze Kapitän vor der atemberaubenden Kulisse des Tafelbergs in Kapstadt. Auf der Rückseite des Bildes vermerkte Wolfgang H.: "Mein ganzer Stolz."

Matthias D. stammt aus einer Opel-Familie. Eltern, Bruder und Onkel fahren alle Autos mit dem Blitz. Kein Wunder also, dass Matthias sich von seinem ersten Lehrlingsgeld einen Astra kaufte.

Im Jahr 2000 gründete er zusammen mit einem Freund den "Opel Club Vorharz". Tragischerweise verunglückte der Freund bei einem Verkehrsunfall tödlich.

Matthias D. führt, auch in Gedenken an seinen Kumpel, den Opel-Club weiter. Die 12 Mitglieder besuchen regelmäßig Opel-Treffen. Im letzten Jahr machte Matthias D. seiner Freundin bei einem solchen Treffen einen Heiratsantrag.

Sie hat "Ja" gesagt, und am 15. August dieses Jahres wird geheiratet. Im kommenden Jahr feiert der "Opel Club Vorharz" sein zehnjähriges Bestehen. Wir gratulieren und wünschen alles Gute für diese wichtigen Termine.

Es gibt noch viele Geschichten rund um die Automobile von Opel, aber wir können leider nicht alle an dieser Stelle erzählen.

Wir möchten uns aber ganz herzlich bei allen Teilnehmern bedanken. Die drei Gewinner unserer Aktion werden wir in Kürze bekanntgeben. Hoffe wir auf viele weitere Jahre mit Opel. (Text: Markus Mechnich)

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