Die AMI in Leipzig gilt als größte Verkaufsmesse für den deutschen und osteuropäischen Markt. In den letzten Jahren hat die Show deutlich an Bedeutung gewonnen. Vor allem in den geraden Jahren, wo es keine IAA gibt.Bild 1 von 41 Die Hersteller zeigen ihr volles Sortiment. Einen schwachen Auftritt auf der AMI kann sich kein Autobauer mehr leisten. Für die Besucher gibt es deshalb allerhand zu sehen. Sportwagen vom Feinsten, ...Bild 2 von 41 ... heiße Schlitten, ...Bild 3 von 41 ... automobile Neuheiten, ...Bild 4 von 41 ... und Studien, die einen Blick in die Zukunft gewähren. Manchmal sehr futuristisch, wie bei diesem Nissan-Konzeptwagen namens Mixim.Bild 5 von 41 Ob die Studie je so gebaut wird, steht in den Sternen. Das Konzeptauto richtet sich an die Generation "Playstation".Bild 6 von 41 Audi präsentiert Konkretes: Der A1 Project Quattro könnte so ähnlich bald auf unseren Straßen fahren. Er wird zum ersten Mal in Europa gezeigt. Audis Beitrag zur kleinen Kompaktklasse soll Ende 2009 auf den Markt kommen.Bild 7 von 41 Eine ganz besondere Ausstellung gibt es zwischen den Hallen zu sehen: Zahlreiche Prominente haben ihre Autos zur Verfügung gestellt. Mit diesem Quattro ist sogar Rallye-Historie verbunden. Hannu Mikkola wurde 1983 mit diesem Ur-Quattro erstmals Weltmeister.Bild 8 von 41 Beim Rundgang ergeben sich interessante Einblicke in das Privatleben der Prominenten. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass sich Leopold Prinz von Bayern mit dem Kauf einer BMW Isetta von 1956 einen "Traum" erfüllt hat.Bild 9 von 41 "Das Lustigste ist für mich jedes Mal das Einsteigen", sagt der passionerte Rennfahrer. Die "Knutschkugel" fährt 85 km/h Spitze und kostete damals rund 2600 Mark. Im Sommer soll es damit regelmäßige Spritztouren des Prinzen geben.Bild 10 von 41 Auch der Entertainer Dirk Bach überrascht: Wer hätte der Ulknudel schon einen Lincoln Mark Seven zugetraut? "Ich liebe große amerikanische Straßenkreuzer, mit denen man entspannt und bequem fahren kann", sagt der Moderator des RTL-Dschungelcamps.Bild 11 von 41 Dabei hatte er bis vor ein paar Jahren gar keinen Führerschein. Erst 1998 erwarb Bach die Fahrerlaubnis. Man beachte die zahlreichen Aufkleber, mit denen der Lincoln übersät ist. Sie unterstreichen das vielfältige, soziale Engagement des Komödianten.Bild 12 von 41 Johannes R. Becher, Verfasser des Textes der DDR-Nationalhymne und ehemaliger DDR-Kulturminister fuhr einen EMW 327. Von dem BMW-Nachbau aus Eisenach wurden nur knapp über 400 Stück hergestellt. Das Auto steht heute im Deutschen Technikmuseum in Berlin.Bild 13 von 41 Geadelt: Dieser Range Rover gehörte der britischen Garnison in Berlin und wurde speziell für prominenten Besuch bereitgehalten. Prinz Charles höchstselbst nutzte das Fahrzeug mehrmals bei der Truppenvisite. Zuletzt 1994 aus Anlass der Queen's Birthday Parade.Bild 14 von 41 Das Auto ist im hinteren Teil speziell gegen Beschuss gesichert. Als Gegenleistung für den schmalen Ausblick im Fonds gibt es eine große Öffnung im Dach. Dort stand der Prinz und nahm die Parade seiner Truppen ab. Das Auto steht heute im Alliiertenmuseum in Berlin.Bild 15 von 41 Dieser Mercedes Kardanwagen Typ 14 gehörte Ferdinand dem I., dem ehemaligen Fürst und König von Bulgarien. Der Dienstwagen war bis zum Ende der Amtszeit des Herrschers 1918 im königlichen Einsatz. Eine technische Besonderheit an dem Auto war der Kardanantrieb.Bild 16 von 41 Torsten Frings fährt einen Wiesmann Roadster MF3. Im Juli 2007 gab der Fußball-Nationalspieler mit seinem 343 PS starken Flitzer zum ersten Mal Gas. Auf die Ledersitze ist die römische Zahl XXII, seine Trikotnummer und das Datum seines Geburtstags eingestickt.Bild 17 von 41 Claus Theo Gärtner, auch bekannt als Matula aus der Serie "Ein Fall für zwei", ist bekennender Alfa-Fan und ehemaliger Motorsportler. Seit 1967 nimmt der Schauspieler an Auto-Rennen teil. Mit diesem Alfa GTV hat Gärtner zahlreiche Starts auf dem Nürburgring erlebt.Bild 18 von 41 Dieser VW Käfer von 1974 gehörte bis 2002 dem Schauspieler Götz George. Er stammte aus dem privaten Besitz Georges, der das Auto von seiner Mutter Berta Drews übernommen hatte, die sich den Käfer vom "Munde absparte". Er wurde für einen guten Zweck versteigert.Bild 19 von 41 Dieses Auto ist eher ein Dienstwagen, Der aktuelle F1-Bolide von Honda ist der Arbeitsplatz von Alexander Wurz und Rubens Barrichello in der diesjährigen Formel-1-Saison.Bild 20 von 41 Noch ein Dienstwagen, der auf der AMI zu sehen ist: Mit diesem Ford Focus in Rallye-Version holten die Piloten Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen den zweiten Platz bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo.Bild 21 von 41 Tagesschau-Sprecher Jan Hofer mag es ganz klassisch. Den Mercedes 220 S fand Hofer als Wrack in einer Scheune bei Hamburg. In zehn Jahren Arbeit restaurierte er den Klassiker eigenhändig in seiner Garage. Das Auto mit dem Baujahr 1958 leistet beachtliche 106 PS.Bild 22 von 41 Auch Sänger und Entertainer Wolfgang Lippert steht auf den klassischen Benz. Er fährt einen 250 SE aus dem Jahr 1965. Das Auto war ein Hochzeitsgeschenk seiner Frau Gesine. Der Youngtimer holt aus 2,5 Liter Hubraum 150 PS und kostete 25.000 Mark beim Kauf 2004.Bild 23 von 41 Das Auto hat als Extras Schiebedach und Servolenkung. Ganz problemfrei ist der 250er jedoch nicht, wie man sieht. Leichter Ölverlust macht Herrn und Gefährt zu schaffen.Bild 24 von 41 Die "Gold-Rosi" steht auf Subaru und Allrad. Rosemarie Mittermaier-Neureuther fährt eines von nur 153 deutschen Exemplaren des Subaru Baja. Der Sport-Laster wurde von 2002 bis 2006 gebaut und bringt die Familie Neureuther samt Ausrüstung sicher in die Berge.Bild 25 von 41 Kochstar Tim Mälzer steht auf den heißen Auftritt, das wundert keinen. Dass er allerdings einen GMC Pick up fährt ist weniger bekannt. Er erstand das Auto nach einer durchzechten Nacht, fand aber wenig Gefallen daran. Daher soll er auch verkauft werden.Bild 26 von 41 Uwe Steimle, Kabarettist und Polizeiruf-Kommissar "Jens Hinrichs", steht auf osteuropäische Schönheiten. Der Skoda Felicia Cabrio ist Baujahr 1961 und leistet 50 PS. 1996 entdeckte er die schöne Tschechin bei einem Händler in Dresden.Bild 27 von 41 Dass "Striezel"-Stuck auf schnelle Autos steht, ist wahrlich keine Neuheit. Privat hat er sich ein Andenken wiedergeholt: Vor vier Jahren kaufte er sein erstes Rennfahrzeug, ein BMW 2002 ti von 1971, zurück.Bild 28 von 41 Der Schauspieler Fritz Wepper gehört zu den zahlreichen Alfa-Fans. Mit diesem Alfa 164 gewann Wepper ein Wolhtätigkeitsrennen auf dem Nürburgring. Im Anschluss kaufte er das erfolgreiche Gefährt.Bild 29 von 41 Diese Spezialanfertigung fuhr im Namen des Herrn, genauer gesagt für Papst Paul den VI. Aus dem Serienwagen wurde ein Landaulet. Der Fahrer sitzt im Trockenen, während die Fahrgäste auf Wunsch offen fahren können.Bild 30 von 41 Im Fonds findet sich für den Papst ein bequemer, in mehrere Richtungen verschiebbarer Sessel. Die Begleiter müssen mit Klappsesseln Vorlieb nehmen. Der Mercedes 600 Pullmann-Landaulet diente bis Mitte der 80er noch zwei weiteren Päpsten.Bild 31 von 41 Der letzte Weg: Dieser Cadillac Fleetwood mit 6,45 Meter Länge und sieben Litern Hubraum brachte zahlreiche Prominente zu ihrer letzten Ruhestätte. Darunter Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Benno Ohnesorg und Günter Pfitzmann.Bild 32 von 41 Dieser Tatra wurde dem Diktator Stalin zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1949 geschenkt. Da er selbst wenig Interesse an dem T 601 Cabrio hatte, fuhr seine Tochter Swetlana Stalin das Auto, bevor sie 1967 das Interesse an der Sowjetunion verlor und auswanderte.Bild 33 von 41 Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl fuhr viele Jahre in dieser Spezialanfertigung einer Mercedes S-Klasse. Das Fahrzeug ist stark gepanzert, fährt auf Spezial-Reifen und wiegt mehr als zwei Tonnen.Bild 34 von 41 Kohl selbst hat den Grundstein für das Messegelände in Leipzig gelegt. Der Wagen des "Kanzlers der Einheit" verfügte im Innern noch über ein abhörsicheres Telefon, ansonsten ist der Benz von 1983 mit 240 PS und 3,6 Litern Hubraum ein Serienmodell.Bild 35 von 41 Die Scheiben dürfen jedoch nicht mit Spülmittel geputzt werden. Wegen der Panzerung sind diese mit Folie beklebt, die sich sonst ablöst. Pfälzischer Purismus beim Putzen also.Bild 36 von 41 Zur Jagd ging es für den letzten Staatschef der DDR im kapitalistischen Gefährt. Mit diesem Range Rover fuhr der ZK-Präsident auf die Pirsch. Das Auto wurde für 300.000 Euro aufwendig umgebaut. Unter anderem mit Standheizung und hydraulischem Dach.Bild 37 von 41 Der französische Staatschef und Gründer der Partei UDF, Valerie Giscard d'Estaing, fuhr zu seiner Zeit als "Le President" Peugeot. Der 604 war das erste Oberklasse-Fahrzeug des Konzerns seit 1931. Die Staatskarosse ist Baujahr 1977.Bild 38 von 41 In seine Zeit fiel der erste Ölpreisschock. Daher ist das Auto mit 2,6-Liter-Motor und 144 PS relativ moderat motorisiert. Den Tipp zum Kauf eines Peugeot bekam d'Estaing übrigens von seinem Nachfolger Jacques Chirac.Bild 39 von 41 Auch der amtierende Präsident Frankreichs, Nicolas Sarkozy , fährt Peugeot. Der 607 Paladine (Langversion) begleitete Sarkozy bei seiner Amtseinführung über die Champs Elysées. Damals war Carla Bruni noch nicht an Bord.Bild 40 von 41 Das Dach ist eine Besonderheit: Es kann im hinteren Teil auf Knopfdruck versenkt werden. Und Oh là là: Innen geht es fetzig zu. Einen PC, DVD-Player und ordentliche Boxen stehen zur Verfügung. Na dann, gute Fahrt! (Text und Bilder: Markus Mechnich)Bild 41 von 41