Lancias neuer Delta ist da. Frech, innovativ und eigensinnig - so zeigt sich der smarte Italo-Import auf den ersten Blick. Nach gut 12 Jahren Abstinenz haben die Italiener wieder einen neuen Delta im Programm.Bild 1 von 31 Der Neue ist, ganz der Tradition verbunden, schon vom Äußeren sehr bemerkenswert. Da verpflichtet die Ahnengalerie, denn bereits der erste Delta war ein Modell, das aus der Reihe fiel.Bild 2 von 31 1979 feierte der erste Lancia Delta auf der IAA in Frankfurt Premiere. Er sollte die Modellpalette von Lancia nach unten abrunden. Basis war der Fiat Ritmo.Bild 3 von 31 Technisch war der Delta, wie üblich bei Lancia, ein herausragendes Stück Automobil. Er besaß eine Einzelradaufhängung, Stoßfänger aus Polyester, und die Camuffo-Hinterachse war eine komplette Neuentwicklung aus Erkenntnissen des Rallye-Sports.Bild 4 von 31 Die Karosserie wurde von Giorgio Giugiaro entworfen. Der hat unter anderem solche Klassiker wie den BMW M1, Lotus Esprit, De Lorean DMC-12 oder VW Golf gezeichnet.Bild 5 von 31 Der Sprung zum Sport war naheliegend. Ab 1985 wurde im Rallye-Sport der Delta S4 eingesetzt. Er beerbte das Weltmeister-Auto 037, brachte aber den wichtigen Heckantrieb mit. Damit konnte er sich gegen die enorm starke Konkurrenz des Audi Quattro durchsetzen.Bild 6 von 31 Ein kreischender Sound durch Kompressor und Abgasturbolader sowie brachiale Kraft waren die Markenzeichen. Der S4 brachte es in der damaligen Rallye-Gruppe B auf mörderische 650 PS. Nach einem tödlichen Unfall wurde die Gruppe B 1986 eingestellt.Bild 7 von 31 Aus dem Rallye-Sport kamen einige Innovationen. Schon die GT-Version hatte Doppelnockenwellen und Doppelvergaser. Als Extras gab es elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und später sogar Servolenkung.Bild 8 von 31 Die i.e.-Version hatte schon eine spritsparende SPI-Einspritzanlage an Bord. Im Innenraum herrschte italienisches Design vor. Lichtleiter für die Instrumentenbeleuchtung und ein beleuchteter Motorraum waren weitere Highlights des Autos.Bild 9 von 31 Technisch auf der Höhe brauchte der Delta vor allem wettbewerbsfähige Motoren. Die wurden auch für die Serienmodelle von den Kunden nachgefragt.Bild 10 von 31 Nach dem GT und GT i.e. von 1982 kam der 1.6 Turbo. Mit der Turbo-Version legte man dann ordentlich drauf. 131 PS leistete die erste Version, die ab 1983 zu haben war.Bild 11 von 31 1986 kam dann die Einspritzversion mit 136 PS und Recaro-Sportsitzen in Alcantara.Bild 12 von 31 Den Allradantrieb aus dem Rallye-Sport bekam auch der Serien-Delta ab. Der erfolgreiche 2.0-Liter-Motor aus dem Hause Fiat leistete im Delta 165 PS bei 285 Newtonmeter Drehmoment.Bild 13 von 31 Bis Ende der 80er Jahre hatte sich der Delta bereits einen legendären Ruf erarbeitet. Nicht nur als Rallye-Auto. Auch auf der Straße war er ein gefürchteter Golf-Jäger.Bild 14 von 31 Mit der Neuauflage 1993 kam nichts Gutes hinterher. Einen Einsatz im Rallye-Sport gab es nicht mehr, und alle Modelle hatten ausschließlich Frontantrieb.Bild 15 von 31 Motorisiert war er mit einem Zweiliter-Turbomotor mit 193 PS. Die Basis teilte sich der Delta fortan mit dem Fiat Tipo. Doch an den Erfolg der ersten Generation konnte der zweite Delta nicht mehr anknüpfen.Bild 16 von 31 Diese Aufgabe soll jetzt der neue Delta schaffen. Nach 12 Jahren legt Lancia den Klassiker wieder auf.Bild 17 von 31 Der Frontgrill ist besonders markant geworden. Eingerahmt von LED-Tagfahrlichtern prangt in der Mitte ein großer Lufteinlass für den Kühler.Bild 18 von 31 Die Frontschürze unter dem Lufteinlass verstärkt den optischen Eindruck eines aufgerissenen Mauls - als ob er die Straße in sich hineinzieht.Bild 19 von 31 Auch am Heck ist der neue Delta unverwechselbar. Die Heckleuchten ziehen sich vertikal über die weit ausgestellten Radkästen hinweg.Bild 20 von 31 Die Dachkontur nennt Lancia "Flying Bridge". In einem Bogen zieht sie sich von der A-Säule zur breiten C-Säule durch.Bild 21 von 31 Zum Start stehen drei Motorisierungen zur Auswahl: Zwei Turbojet-Benziner mit 120 und 150 PS. Dazu gibt es einen Turbodiesel mit 165 PS und 1,6 Litern.Bild 22 von 31 In Kürze sollen drei weitere Motoren folgen, alle mit Euro 5 Abgasstandard.Bild 23 von 31 Auf den Hightech-Benziner 1,8 Di mit Direkteinspritzung und 200 PS darf man sich besonders freuen. Aber auch die beiden Dieselvarianten mit 1,9 und zwei Liter versprechen viel Fahrspaß. Sie leisten im 1,9-Liter-Twinturbo 190 und im Zweiliter Multijet 165 PS.Bild 24 von 31 Viel Platz verspricht Lancia im Innern. Die Rückbank ist in Längsrichtung verschiebbar und kann so bis zu 465 Liter Platz schaffen. Bei umgelegter Rückbank sind es 760 Liter.Bild 25 von 31 Der Innenraum ist lancia-typisch sehr wertig gehalten. Die Frontkonsole ist weiß beleuchtet und die Bedienknöpfe sind dreidimensional.Bild 26 von 31 Auf Wunsch gibt es die Sitze in Leder, Alcantara oder Benova.Bild 27 von 31 Dazu hat Lancia die ganze Bandbreite an technischen Hilfsmitteln aufgefahren. Eine Drehmoment-Linearisierung verteilt in Kurven die Kraft innerhalb der Achse. Ein integriertes "Absolute Handling System" beinhaltet ESP und noch mehr.Bild 28 von 31 Schließlich runden ein Spurhaltesystem, das den Fahrer durch Gegenlenken warnt, und eine Stoßdämpferregelung das Technik-Paket ab.Bild 29 von 31 Doch in die Herzen der Lancia-Fans will der Delta vor allem durch Design. Selbiges ist in jedem Fall mutig und sicher auch polarisierend. Doch gerade dadurch könnte es der neue Delta schaffen, sich von der Masse abzuheben.Bild 30 von 31 Und massenkompatible Autos waren auch seine Vorgänger nicht. Von daher könnte er zu der Generation Apple vielleicht richtig gut passen. Ab dem 1. September steht er beim Händler.Bild 31 von 31