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Auto

Tuning bei VW und Audi: Neues vom Wörthersee

 
Jedes Jahr treffen sich Tuning-Fans am Wörthersee zum GTI-Treffen. Eine PS-Show der besonderen Art, bei dem mittlerweile auch Audi und VW selbst kräftig mitmischen. Im letzten Jahr zeigte Volkswagen weltweit zum ersten Mal den Golf GTI W12.

Jedes Jahr treffen sich Tuning-Fans am Wörthersee zum GTI-Treffen. Eine PS-Show der besonderen Art, bei dem mittlerweile auch Audi und VW selbst kräftig mitmischen. Im letzten Jahr zeigte Volkswagen weltweit zum ersten Mal den Golf GTI W12.

In diesem Jahr, 2008, gibt es gleich mehrere Studien zu sehen, darunter auch zwei Modelle, die in Reifnitz ihre Weltpremiere feiern. Audi zeigt den A3 TDI clubsport quattro.

Nicht neu, aber auch am Wörthersee zu sehen: Der Audi TT clubsport quattro. Diesel-Power in hübschem Gewande.

Die Highlights in diesem Jahr liefert aber die Schwestermarke VW ab. Zunächst die Power-Version des Scirocco.

Der GT24 zeigt noch vor dem Verkaufsstart des neuen Coupés, was möglich ist. 325 PS verleihen diesem Scirocco Flügel.

Breit ausgestellte Radkästen und eine weit ausladende Frontschürze markieren ein aggressives Äußeres.

Die Lackierung in Blau und Weiß mit der 08 für 2008 auf den Seiten. Seine Leistung holt der GT24 aus zwei Litern Hubraum und stellt sie schon bei 2100 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung.

Innen ist die Racingversion des Scirocco eine reine Fahrmaschine. Sportlicher Minimalismus herrscht vor.

Immerhin gibt es einen Beifahrersitz. Ebenso wie für den Fahrer ein Vollschalensitz von Recaro.

Aber Finger weg von den Knöpfen. Der Scirocco GT24 startet am Samstag beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zu seinem ersten Einsatz im Motorsport.

Ebenfalls ein echter Hingucker ist der Golf GTI Performance. Direkt am See fand seine Premiere statt. Beeindruckend die beiden Flügeltüren.

Aber auch geschlossen sehenswert. Vor allem die Sonderlackierung.

Auch das Heck kann durchaus beeindrucken. Vor allem die viereckigen Endtöpfe, die in den Stoßfänger eingearbeitet sind.

Von BBS, einem der Sponsoren des Treffens, kommen die Felgen. Die Studie dürfte viele der angereisten Tuning-Fans inspirieren.

Auch das Interieur ist farblich mit der Lackierung außen abgestimmt. Besonders schön sind Details, wie die Lederverkleidung von Handbremsmanschette, Armaturenbrett und Schalthebelverkleidung.

Die Spezialsitze von Recaro, mit Leder überzogen. Auf der Rückbank gibt es nur einen Sitz, dafür aber einen guten.

Auto-Konzerne wie VW vertreiben zunehmend in Eigenregie Tuningteile. Bei Volkswagen heißt das Individual. Die R36 Stylingstudie zeigt beim Spitzenmodell aus der Passat-Reihe, was man an Ausstattung ab Werk zu bieten hat.

Die Chrom-Teile sind in dunkelblau gehalten, die Radkästen 20 Millimeter verbreitert und 20-Zoll-Felgen montiert.

Innen gibt es zweifarbige Sportsitze mit passender Rückbank. Dazu ein Lederlenkrad und Chromapplikationen in Dunkelblau.

Da will die Konzernschwester Audi nicht nachstehen. Der Audi A3 clubsport quattro glänzt mit nahezu allem, was Freunde des Tunings begeistern kann.

Extravagante Außenlackierung zum Beispiel, ein martialischer Heckspoiler und Niederquerschnittsreifen.

Vorne eine Spezial-Frontschürze mit extra-großen Lufteinlässen.

In der Mitte der markentypische Single-Frame-Kühlergrill.

Bei Audi setzt man auf Diesel, auch im Tuning-Bereich. Im A3 findet sich ein Zwei-Liter-TDI-Motor.

Beachtliche 450 Newtonmeter an Drehmoment bietet die Maschine. Mit 224 PS (165 kW) Leistung zeigt der Sportler Muskeln.

In 6,6 Sekunden geht die Fahrt von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Der Vortrieb endet erst bei 240 km/h.

Im Innenraum finden sich zahlreiche Aluminium-Komponenten, lackiert in Wagenfarbe und Racing-Design.

Der Schalthebel kommt aus dem R8 bekannt vor.

Technisches Highlight ist das Drive-Select-System. Per Tastendruck kann zwischen drei Modi gewählt werden: komfortable Fahrt, sportliche Fortbewegung oder ein selbst zu programmierender "Individual"-Modus.

Dementsprechend werden Gasannahme, Sensibilität des ESP und die Fahrwerksdämpfung eingestellt.

Die Radläufe sind mit aufgeschraubten Verbreiterungen erweitert.

Die 08 steht für das Jahr 2008. Farben sind ibisweiß und brillantrot. Eine Referenz an das Fußball-EM-Gastgeberland Österreich.

Mit einer Höhe von nur 1,38 Metern ist das Showcar trotz der dicken Gummis 39 Millimeter tiefer als der Serien-A3.

Eine Kleinserie des A3 clubsport quattro ist nicht auszuschließen. Vorausgesetzt natürlich, der Bedarf ist da.

Das zweite Showcar, das Audi am Wörthersee zeigt, ist zwar bekannt, aber nicht weniger aufregend: Der Audi TT clubsport quattro.

Ein Sportgerät mit mehr als 300 PS (220 kW). Die Spurweite wurde gegenüber dem normalen TT um 60 Millimeter vergrößert.

Im Innern sind Aluminium und Leder die bestimmenden Materialien. Das Lenkrad ist unten abgeflacht - eine der zahlreichen Anleihen aus dem Motorsport.

Die Armaturen sind mit Leder eingefasst.

Die Farbe Orange ist eine Besonderheit des Autos. Zahlreiche Lederapplikationen in dieser Farbe unterscheiden ihn von der Serienversion.

Polierte Räder im 19-Zoll-Format, auf denen Pneus vom Stil 255/35 sitzen. Auch im Vergleich zum Serien-TT ein beeindruckendes Stück Automobil.

Im letzten Jahr stellte Volkswagen den Golf GTI W12-650 vor.

Ein Zwölfzylinder-Motor in einem Kompaktwagen. Unglaublich, aber wahr.

Dementsprechend sind die Fahrleistungen des Autos. In 3,7 Sekunden katapultiert der Über-Golf die Insassen von 0 auf 100 km/h.

Dazu verfügt er über 650 PS und ein Drehmoment von 750 Newtonmeter.

Einen 6-Liter-Biturbo-Motor haben die Ingenieure in dieses Auto gepackt. Kaum zu glauben, aber der Motor wurde längs hinter Fahrer und Beifahrer gebaut.

Mit 235er Reifen im 19-Zoll-Format bewegt sich der GTI W12 vorwärts. Die Felgen sind eine Spezialanfertigung und in Richtung Radnabe verschraubt.

Noch nie war ein Golf stärker, breiter oder schneller.

Ein reines Showcar, was wohl so nie in Serie gehen wird.

Das größte Problem war, laut Ingenieuren, die riesige Maschine mit ausreichend Luft zu versorgen. Dazu wurde die C-Säule so umfunktioniert, dass sie Luft zum Motor leitet.

Ein Extrem unter Extremen am Wörthersee. Die Tuningszene freut sich über die Aufmerksamkeit der Auto-Konzerne. So dürfen wir uns sicher auch im nächsten Jahr auf spektakuläre Autos freuen.

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