Bilderserie

Rundgang auf der AMI: Nicht alles ist neu, aber alles zum Anfassen

Von Holger Preiss

Bild 1 von 56
Skoda will weiter wachsen und hat sein Design, das vor allem emotionaler werden soll, zu einem Schlüsselfaktor erklärt. Vorbote der neuen Formensprache ist die Studie Vision C, ...

Skoda will weiter wachsen und hat sein Design, das vor allem emotionaler werden soll, zu einem Schlüsselfaktor erklärt. Vorbote der neuen Formensprache ist die Studie Vision C, ...

Skoda will weiter wachsen und hat sein Design, das vor allem emotionaler werden soll, zu einem Schlüsselfaktor erklärt. Vorbote der neuen Formensprache ist die Studie Vision C, ...

... die nach der Premiere auf dem Genfer Salon auf der AMI in Leipzig erstmals dem deutschen Messepublikum vorgestellt wird.

Der Clou: Die Türöffner heben sich auf Druck aus den Türen und versenken sich nach etwa 10 Sekunden wieder selbständig im Blech.

Trotz der scharfen Kanten und der giftgrünen Lackierung bewahrt die 4,60 Meter lange Studie Vision C eine gewisse zurückhaltende Eleganz - und viele praktische Eigenschaften, die typisch für die Marke sind: genügend Platz für vier Insassen, ein großes Gepäckabteil und einen effizienten Erdgas-TSI-Motor mit 110 PSl. Als Serienmodell könnte sich das Coupé zwischen Octavia und Superb ins Modellprogramm der Tschechen einsortieren.

Die Zukunft von VW ist seit Jahren bekannt und liegt im XL1. So wird das 1-Liter-Auto auf Messen immer wieder gerne ausgestellt.

Neben dem Verbrauch sind die Flügeltüren wohl das Highlight des in Kleinserie aufgelegten Sparmeisters mit Turbodiesel und E-Motor.

Honda erinnert in Leipzig an jene Zeiten, als die Japaner noch Motoren für die Formel 1 bauten und damit sehr erfolgreich waren.

Heute beschränkt man sich auf Fahrzeuge wie den Civic Type R Concept. Mit der sportlichen Type-R-Variante des kompakten Civic will Honda im kommenden Jahr wieder an seine sportliche Markentradition anschließen.

Technische Details gibt es noch nicht. Klar ist aber, dass der Vierzylinder des Sportlers erstmals von einem Turbolader beatmet wird. Dadurch soll der 2,0-Liter-Benziner auf Leistungswerte von knapp unter 300 PS kommen. Damit könnte er zum stärksten frontgetriebenen Kompaktwagen auf dem Markt werden.

Unklar ist auch noch der Preis. Der bis 2010 angebotene Type R der vergangenen Generation kostete mit 200 PS rund 27.000 Euro. Der neue dürfte angesichts der Mehrleistung deutlich teurer werden.

Bodenständiger zeigt sich Honda mit dem Civic Tourer. Der japanische Automobilbauer verzichtete in den vergangenen zwölf Jahren auf einen Kombiableger für den kompakten Civic. Für die neunte, seit 2012 erhältliche Generation konnte die englische Honda-Europadependance die Zentrale in Japan von der Notwendigkeit einer solchen ladeoptimierten Version überzeugen.

Den Civic Tourer gibt es seit Februar 2014 in Deutschland. Im Vergleich zur fünftürigen Limousine verlangt Honda für den Tourer, der sich im Wettbewerbsumfeld der Kombiversionen von Opel Astra, Toyota Auris, VW Golf oder Hyundai i30 behaupten muss, ab 21.550 Euro.

Für stilbewusste Frauen hat Seat jetzt zusammen mit dem Modeunternehmen Mango ein Sondermodell des Kleinstwagens Mii herausgebracht. Neben der Lackierung in "Glam Beige" erhält der Mii by Mango seitliche Zierleisten im Chromdesign, 15-Zoll-Leichtmetallräder und eine Klimaanlage.

Die Besonderheit findet sich jedoch im Innenraum: Um die Handtasche sicher zu chauffieren, gibt es im Mii by Mango einen Haken am Handschuhfach.

Das Interieur ist in verschiedenen Grau- und Schwarztönen gehalten, genauso wie Lederlenkrad und -schalthebel.

Das Sondermodell basiert auf der Ausstattungslinie Style, die bereits ab Werk über ein Audiosystem, Berganfahrassistent, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Isofix-Befestigung sowie elektrische Fensterheber vorne verfügt. Ab Sommer steht der Mii by Mango dann als Drei- wie auch Fünftürer ab 12.100 Euro bei den Händlern.

Mit dem Sport-Quattro sorgt Audi auf der AMI für Aufsehen. Nein, auch die ist nicht neu, aber immer noch scharf wie Chilli. Das plasmarote Coupé misst 4,60 Meter in der Länge, hat einen Radstand von 2,78 Metern und ist mit 1,96 Metern sehr breit, dafür aber mit 1,38 Metern ziemlich flach.

Für den Antrieb des laserlight concepts sorgt ein Plug-in-Hybrid mit 700 PS Systemleistung. 560 PS trägt der Achtzylinder-Biturbo bei. Zwischen diesem Vierliter-Aggregat und dem Achtstufengetriebe ist ein E-Motor platziert, der 150 PS abgibt und von einer 14,1 kW/h starken Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird.

Ihre Energie reicht im Idealfall für eine Reichweite von 50 Kilometern. Nutzt man diese, kommt der Bolide mit einem Normverbrauch von 2,5 Litern aus und emittiert lediglich 59 Gramm CO2 je Kilometer. Im Sportmodus sprintet der Quattro in 3,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h.

Neu und auch zu haben ist der überarbeitete Audi RS7 Sportback. Die coupéhafte Limousine der oberen Mittelklasse erhält neu gestaltete Scheinwerfer mit LED-Technik, einen leicht modifizierten Stoßfänger und kleinere Änderungen an der Inneneinrichtung.

Nicht angefasst wurde der vier Liter große V8-Biturbobenziner, der unverändert 560 PS leistet. Der Einstiegspreis für den ab dem Herbst bestellbaren Allrader steigt um 300 Euro auf 113.300 Euro. Ein ähnliches Lifting erhält bereits im Spätsommer das Standardmodell des A7 Sportback. Neben optischen Änderungen gibt es dort erstmals einen Vierzylindermotor mit 250 PS.

Nissan bringt den X-Trail auf die AMI. Nichts erinnert mehr an den Kasten von einst. Vielmehr ist der Kraxler zum großen Bruder des Qashqai avanciert. Der Marktstart erfolgt mit zunächst einem 130 PS starken Diesel, ...

... mindestens 26.550 Euro werden für den Neuzugang fällig. Die Option auf Geländegängigkeit kostet 2000 Euro. Serienmäßig wird der X-Trail als Fünfsitzer ausgeliefert, alternativ steht eine Siebensitzer-Variante zu Wahl (Aufpreis 800 Euro).

Das Öffnen und Schließen des Targa-Dachs soll spektakulär sein. Auf der AMI steht der Bügel-Porsche allerdings nur geöffnet.

Als Basis dienen dem neuen Targa die Allradmodelle Carrera 4 und Carrera 4 S, mit dem die Technik sowie die Karosserie bis zur Fensterlinie weitgehend übereinstimmen. Auch die Motoren sind die gleichen: So arbeitet im 911 Targa 4 ein 3,4-Liter-Boxermotor mit 350 PS, im stärkeren Targa 4 S ein 3,8-Liter-Boxer mit 400 PS.

Die neuen Targa-Modelle sind seit Mai auf den Markt. Der Basispreis liegt bei 109.338 Euro (Targa) beziehungsweise 124.094 (Targa S) Euro, also etwa 1000 Euro unter einer entsprechenden Allrad-Ausführungen des 911 Cabrios.

Für den Porsche Macan ist der Auftritt in Leipzig ein Heimspiel. Schließlich wird er in Sachsen gefertigt. Seit Anfang April wird das Mittelklasse-SUV in Deutschland angebotene und ist mit drei Turbo-Motoren erhältlich: ...

... Der 3,0-Liter-Diesel (258 PS) und der gleich große Benziner (340 PS) stehen ab 57.930 Euro in der Preisliste, das Spitzenmodell Turbo kostet in Deutschland mindestens 79.826 Euro.

Der neue Macan soll laut Porsche-Diktion der "Sportwagen unter den SUV" sein. Schon optisch hat man dafür einiges getan. So sitzt man als Fahrer rund sieben Zentimeter tiefer als im größeren Cayenne, was zusammen mit dem steil stehenden Lenkrad tatsächlich eine Art Sportwagen-Gefühl vermittelt. Zündschlüssel links, ein schönes Sportlenkrad und die heute bei dieser Marke fast unvermeidliche und durchaus nicht unumstrittene ansteigende Mittelkonsole - alles typisch Porsche.

Ein Auto mit dem Leistungsvermögen eines zweisitzigen Sportwagens, das einen fast zwei Meter langen Laderaum zu bieten hat, in den bis zu 1675 Liter Gepäck passen, ist die Antwort auf eine Frage, die eigentlich niemand ernsthaft gestellt hat.

Die Eckwerte des neuen Jaguar XFR-S, der auf der AMI in Leipzig Premiere hat, klingen aufregend: Fünfliter-Achtzylinder mit Kompressor, 550 PS, 4,8 Sekunden auf Tempo 100, glatte 300 km/h Spitze, 680 Newtonmeter. Ernüchternd ist eher der Preis: 110.450 Euro.

Schon die Formensprache des Schnell-Transporters offenbart, dass hier kein braver Familienkombi unterwegs ist. Die acht Zylinder werden durch gleich vier edel vergitterte Fronteinlässe mit der nötigen Atemluft versorgt. Zwei weitere Öffnungen schmücken die langgestreckte Motorhaube.

Die neueste Generation von Assistenzsystemen sucht man allerdings vergeblich. Zwar gibt es Abstandsradar mit Notbremsfunktion oder einen Toter-Winkel-Sensor, aber um die Highlights der meist deutschen Rivalen, wie LED-Licht, halbautomatisches Einparken oder Online-Anbindung, macht der Jaguar derzeit noch einen großen Sprung. Auch die Optik des Navigationssystems ist nicht auf dem Stand, den man in der Champions League eigentlich erwartet.

Ganz anders präsentiert sich Kia auf der AMI. Mit dem Soul EV geht man erstmals in die Richtung Elektroauto. Eine 27 kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie verleiht dem Koreaner umgerechnet 110 PS und treibt ihn bis zu 160 Kilometer voran.

Neu gibt sich der Ford Ecosport auf der AMI. Dabei ist das kleine SUV bereits seit 2003 in Brasilien unterwegs.

Mit seinem 5 Zoll großen Display in der Mittelkonsole, das bei Bedarf auch ein Navi beherbergt, ist der Ecosport auch nicht auf dem neusten Stand.

Den Fünftürer mit Frontantrieb gibt es auch nur in einer Ausstattungslinie, die unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, Klimaanlage und CD-Radio umfasst. Die Optionsliste ist kurz und führt etwa Tempomat, die Smartphone-Einbindung App Link und Metalliclack auf.

Neben dem Basismotor, der wahlweise mit manueller Fünfgangschaltung oder einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar ist, gibt es den aus anderen Modellen der Marke bekannten 1,0-Liter-Dreizylinder mit Turboaufladung und 125 PS sowie einen 90 PS starken 1,5-Liter-Diesel. Allradantrieb ist nicht erhältlich.

Luftkissen an Front, Heck und Flanken, höhergelegte Karosserie, Panorama-Glasdach mit Wärmeisolierung, breite Sofasitze vorn - so gab der Citroen C4 Cactus im vergangenen Herbst auf der IAA seinen Einstand als Konzeptfahrzeug.

Nun steht das kaum veränderte Serienmodell in den Startlöchern und präsentiert sich als Deutschland-Premiere in Leipzig. Markteinführung für den kompakten Exoten ist dann im September.

Extravagantes Erkennungsmerkmal des 4,16 Meter langen Franzosen sind die sogenannten "Airbumps": Diese Luftkissen aus Kunststoff sollen die Karosserie an parkrempel-empfindlichen Stellen schützen und sind in vier verschiedenen Farben verfügbar. Dazu gibt es weitere Details wie die hinteren Ausstellfenster und in die Wischer integrierten Scheibenwaschdüsen, ...

... die an die fast schon vergessene Spleenigkeit früherer Citroen-Zeiten erinnern - oder einfach Gewicht sparen sollen, wie die nur einteilig umklappbare Rückbank.

Auch sonst gibt man sich im Innenraum bescheiden und, ...

... wie an der Mittelarmlehne zu erkennen, extravagant. Insgesamt kommt der C4 Cactus nur auf knapp 1000 Kilogramm und ist damit rund 200 Kilogramm leichter als der normale C4. Für flotten Vortrieb sollen daher auch Downsizing-Diesel und Benziner genügen.

Mit dem C1 präsentiert Citroen in Leipzig seinen neuen Kleinstwagen, der in Zusammenarbeit mit Peugeot und Toyota entstanden ist. Doch schon in der Basisversion unterscheidet sich der C1 von seinem niedlichen, aber etwas gesichtslosen Vorgänger. Die Front im Stil neuer Citroen-Modelle wie C4 Picasso und C4 Cactus setzt ihn zudem von seinen beiden Modellgeschwistern ab, die jeweils ihre eigene Markenidentität über den Kühlergrill transportieren wollen.

Ähnlich macht es Peugeot mit dem 108, der den Grill des 208 übernimmt. Toyota hat von seinem Aygo noch keine Bilder veröffentlicht, wird ihm aber wohl das vom Kleinwagen Yaris bekannte Gesicht verpassen. Passend zur optischen Modernisierung gibt es ein neues Cockpit, das nun wie im 208 von einem großen Touchscreen beherrscht wird, ...

... über den sich Radio und Fahrzeugeinstellungen steuern lassen. Auch die Einbindung von Smartphones soll nun möglich sein. Obwohl der Kleinstwagen um nur knapp vier Zentimeter auf 3,46 Meter Länge gewachsen ist, soll im Innenraum nun mehr Platz herrschen. Das Gepäckabteil wächst auf 196 Liter.

Bei Volvo gibt es nichts wirklich Neues, deshalb stellen die Schweden ihren V60 PlugIn-Hybrid in den Fokus und in die Mitte des Messestandes.

Ein wenig verlacht, dann am deutschen Markt abgetaucht und jetzt wieder da, präsentiert sich der koreanische Hersteller Ssangyong auf der AMI.

Am interessantesten ist wohl die Studie XLV. Ein SUV mit Portaltüren, vier einzelnen Sitzen und ...

... einem elegant futuristischen Innendesign.

Wie der SFI-Kraxler angetrieben wird, verrieten die Koreaner noch nicht. Fakt ist aber, dass ein bereits zu kaufendes Modell dem XLV gar nicht so unähnlich sieht: ...

... der Rexton. Sein 2.0-Liter-Dieselaggregat leistet 155 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmeter zur Verfügung.

Auch der Innenraum gibt sich nicht nur großzügig, sondern auch ordentlich verarbeitet.

In Verbindung mit einem 4WD-Allradsystem und seinem 6-Gang-Schaltgetriebe oder dem wahlweisen 5-Stufen-Automatikgetriebe, soll der Rexton auch abseits der Straße stets eine gute Figur machen.

Eine Nummer kleiner geht der SsangYong Korando an den Start. Aber auch den haben die Asiaten jetzt mit einer sportlichen Optik und einem wertigen Innenraum versehen.

weitere Bilderserien