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Kia ProCee'd: Nicht ganz Sport, aber sparsam

 
Kia ProCee'd: Nicht ganz Sport, aber sparsam

Sport in der Kompaktklasse bei Kia: Dafür steht der ProCee'd. Auf der Basis der Limousine zeigt er sich als Coupé mit drei Türen.

An der Fahrzeugfront hat man optischen Retuschen die Schürze etwas tiefergezogen. Der Lufteinlass unter der Stoßstange ist ebenfalls etwas größer als beim normalen Cee'd.

Die Länge des Fahrzeugs ist mit 4,25 Metern gleich geblieben. Die Höhe ist dagegen leicht geringer.

Die seitlichen Türen sind in ihrer Länge hingegen deutlich gewachsen. Um 24,5 Zentimeter überragen sie die des Steilheckmodells. Da ist Vorsicht angesagt bei engen Parklücken.

Der Vorteil ist hingegen, dass der Einstieg vorne leicht gelingt. Das Klettern auf die Rückbank ist für einen Dreitürer in Ordnung. Großgewachsene finden dort nicht so viel Platz vor, für Normale reicht es.

Die Ladekante ist mit 68,5 Zentimetern nicht unbedingt niedrig. Auch die Breite von 1,04 Metern ist für sperrige Gegenstände eher schwierig.

Glänzen kann der ProCee'd in Sachen Fahrwerk. Einzelradaufhängungen gibt es vorne und hinten. An der Vorderachse stabilisieren McPherson-Federbeine, im Heck trägt eine Mehrlenkerachse.

Der Kia ist auf den europäischen Geschmack sportlich, straff abgestimmt. Das Fahren auf Landstraßen macht so besonders viel Freude.

Für den ganz großen Sport fehlt es aber an der Motorisierung.

Mit dem kleinen 1,6-Liter-Diesel läuft der Koreaner unter dem Label "EcoDynamics". 115 PS erzeugt das Aggregat. Das maximale Drehmoment von 260 PS steht zwischen 1900 und 2750 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung.

Tatsächlich ist der Normverbrauch mit 4,5 Litern recht niedrig. Damit stößt er 117 Gramm CO2 aus. In der Praxis allerdings lag unser Verbrauch mit 6,3 Litern im Schnitt doch deutlich darüber.

Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 188 Stundenkilometern. In 11,5 Sekunden erreicht der ProCee'd die 100 km/h.

Das sind zwar nicht die Werte eines Spitzensportlers, aber in Kombiation mit dem straffen Fahrwerk lässt sich der Kia schon flott bewegen.

Der Innenraum des ProCee'd ist gegenüber dem normalen Modell etwas aufgewertet. Aluminium-Imitat ziert das Lenkrad und umrahmt die Mittelkonsole. Mit dem Sommerpaket (870 Euro) sind Lenkrad und Schaltknauf noch teilweise mit Leder überzogen.

Der Gepäckraum ist mit 340 Litern angesichts der Karosserieform ganz ordentlich groß. 1210 Liter werden es nach dem Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbank.

Praktisch: Unter dem Boden finden sich weitere Staufächer.

Ab 18.100 Euro ist der Kia ProCee'd zu haben. In unserem Testwagen war noch das Sommerpaket für 870 Euro und die Start-Stopp-Automatik für 300 Euro integriert.

Steuern lassen sich durch den niedrigen CO2-Ausstoß von weniger als 120 Gramm sparen. Der Motor schafft aber leider nur die Abgasnorm Euro IV.

Kia prescht dagegen mit einer Garantie von sieben Jahren nach vorne, mittlerweile auch auf den Antriebsstrang. Gegen Rost gibt es sogar ein zwölfjährige Garantie.

Für den großen Sport ist er nichts. Dazu ist der Motor doch etwas zu schwach. Ansonsten ist der Kia ProCee'd jedoch eine wirtschaftlich interessante Option, die sich nur wenige Schwächen leistet. Für den Preis ein ordentliches Angebot. (Text: Markus Mechnich)

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