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Lange war er geheimnisumwittert. Ein Stilbruch stand im Hause Porsche bevor, so munkelte man. Ein Sportwagen mit vier Sitzen sollte es werden. Darauf hat die Welt gespannt gewartet.
In Schanghai hat der Sportwagenhersteller jetzt der Öffentlichkeit den neuen Panamera gezeigt. Die Premiere fand im World Financial Center statt. Das macht Eindruck und unterstreicht die hohen Ambitionen.
Als Zeichen gegen die Krise sehen die Zuffenhausener ihren Viersitzer. Auch deshalb wurde die chinesische Metropole als Ort der Weltpremiere veröffentlicht. Hier scheint die Auto-Welt noch in Ordnung.
Eigentlich passte der Panamera gar nicht in den Fahrstuhl des Gebäudes. Deshalb musste das Auto senkrecht in den Fahrstuhl. Dabei war höchste Präzision gefragt.
Auf 425 Metern über dem Meer wurde der Porsche im World Financial Center entladen.
Und wahrlich ist der Panamera eigentlich kein Auto für Krisenzeiten. Mit einem Einstiegspreis von rund 95.000 Euro kann er nur sehr wohlsituierte Menschen als Zielgruppe haben.
Weltweit will man 20.000 Modelle jährlich verkaufen. In Deutschland wird das Auto ab Anfang September zu haben sein. Für den hiesigen Markt sind drei Varianten vorgesehen.
Das Spitzenmodell ist der Panamera Turbo (Bild). Dank Biturbo-Technologie leistet der Bolide bis zu 500 PS. Er könnte sogar mehr, doch die volle Kraftentfaltung wird begrenzt.
Damit schafft er es in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Im Mittel soll sich der Familien-Porsche dabei nur 12,2 Liter Kraftstoff genehmigen.
Daneben gibt es den Panamera S mit "nur" 400 PS und einem Verbrauch von 10,8 Litern. Der Panamera 4S bringt zu dem selben Motor noch einen aktiven Allradantrieb mit.
Aus 4,8 Litern Hubraum wird die Leistung der Motoren gewonnen. Dieser verteilt sich auf acht Zylinder mit Direkteinspritzung. Serienmäßig gibt es das neue Doppelkupplungsgetriebe von Porsche.
Etwa eine Milliarde Euro hat sich Porsche die Entwicklung des Panamera kosten lassen.
Mit der Investition will man in der Ecke der edlen und teuren GranTurismo-Automobile wildern. Konkurrenten sind der Mercedes CLS und der Maserati Quattroporte.
Die Silhouette mit dem langen Schwung erinnert in ihrer Form sehr an den Ur-Porsche, den 356. Die Front ist dem klassischen 911er in der aktuellen Form nachempfunden.
Die Bauteile für das Oberklasse-Auto sollen fast zur Hälfte aus den Modellen 911 und Cayenne stammen. Die Endmontage des Panamera findet im Werk Leipzig statt.
Im Innern bietet der Edel-GT Platz für vier Personen nebst zugehörigem Gepäck. Und das in einem sehr feinen Ambiente. Vollederausstattung versteht sich da von selbst.
Gleich fünf Rundinstrumente informieren den Fahrer über alle wichtigen Details des Autos. In der Mitte ist die Steuerungeinheit für das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und ein großes Multimedia-Display zu finden.
Der Name Panamera stammt vom mexikanischen Langstrecken-Rennen Carrera Panamericana. Bei den Modellen 911 oder früher beim 356 wurde bereits der Beiname Carrera für die leistungsstärksten Modelle verwendet.
Die Plattform für den Panamera wurde am Ende doch in Eigenregie entwickelt. Lange wurde über eine Kooperation mit Volkswagen gesprochen. VW stieg dann aber aus.
Bei der Fertigung arbeiten die beiden Autobauer dennoch zusammen. Die Rohkarosse wird im Volkswagenwerk Hannover gebaut und lackiert.
Auf lange Sicht soll der Panamera noch weiter Motoren bekommen. Einen Sechszylinder-Turbo wird es wohl sicher noch geben. Dann vielleicht etwas günstiger als der Achtzylinder.
Später sollen ein Diesel, bekannt aus dem Cayenne, und ein Hybrid-Antrieb lieferbar sein. Die Umwelt und den Geldbeutel würden diese Erweiterungen der Modellpalette sicher freuen.
Doch auch der Sechszylinder dürfte nicht unter 85.000 Euro zu haben sein. Mit Hybrid könnte der Verbrauch allerdings noch mal signifikant sinken. Dann macht die Ausfahrt in diesem formschönen und leistungsstarken Auto noch mehr Spaß.
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