Ein Sportwagen für den kleinen Geldbeutel, ein Stück Motorsport für jedermann - Mit diesem Konzept trat die erste Generation des Scirocco 1974 an. Dabei wurde das kantige Coupé von Volkswagen zunächst mit Skepsis betrachtet.Bild 1 von 24 Der Vorfahre war Karmanns Ghia und von dort kam auch die Idee für das Auto. Die Produktion des Klassikers endete im selben Jahr. Der deutsche Markt wurde parallel dazu von den ersten japanischen Billig-Coupés überschwemmt.Bild 2 von 24 Der Designer Giorgio Giugiaro wollte auf Basis des erfolgreichen Golf ein Sportcoupé bauen. Der Italiener hatte bereits ein Facelift für den damaligen Passat und den ersten Golf gezeichnet.Bild 3 von 24 Die Vorzeichen für die erste Generation des Scirocco waren allerdings eher düster. Ölkrise und ein schwacher Absatzmarkt bildeten kein sonderlich geeignetes Umfeld für die Neuvorstellung eines Volks-Sportwagens.Bild 4 von 24 Der Scirocco wurde dennoch ein Erfolg. Die ersten Motoren für den sportlichen Kleinen waren recht bescheiden. Aus 1100, bzw. 1500 Kubikzentimetern gab es 50, bzw. 70/85 PS. Die Motoren waren zeitgemäße Reihenvierzylinder mit obenliegenden Nockenwellen.Bild 5 von 24 Dennoch war die Architektur des Motors wegweisend. Das Konzept hat sich bei Volkswagen, natürlich durch zahllose Modernisierungen erneuert, bis heute erhalten.Bild 6 von 24 Spartanisch: Der Innenraum der ersten Scirocco-Generation war sportlich angehaucht. Nüchterne Rundinstrumente, Öl- und Wassertemperaturanzeige in der Mittelkonsole und ein handliches Dreispeichen-Sportlenkrad. Nur das Wesentliche also.Bild 7 von 24 Ab 1976 gab es den Scirocco auch als GTI. Sogar ein paar Monate früher als den parallel dazu vorgestellten Golf GTI. Damit wurde der Wüstenwind (das heißt Scirocco übersetzt) zu einem Sturm auf den Straßen. 1978 gab es dann das erste zarte Facelift für den Scirocco I.Bild 8 von 24 Der Scirocco II kam nur wenige Jahre später. Die Zeit war reif das Modell optisch dem aktuellen Geschmack anzupassen. Das Design wurde runder und moderner. Giugiaro bekam diesmal nicht den Zuschlag, sondern die interne Styling-Abteilung von VW.Bild 9 von 24 Im Mittelpunkt der Entwicklung stand der Luftwiderstand. Mit einem cw-Wert von 0,38 wurde mit der neuen Karosserie erhebliche Fortschritte erzielt. Die Höchstgeschwindigkeit erhöhte sich auf 190 km/h.Bild 10 von 24 Ansonsten setzte man auf Kontinuität. Der Unterbau wurde nur leicht modifiziert. Die Auswahl der Motoren und das Fahrverhalten blieben dem Vorgänger sehr ähnlich.Bild 11 von 24 1981 feierte zweite Auflage schließlich Premiere. Natürlich in Genf, mittlerweile eine Tradition. Der Heckspoiler war übrigens Teil des Aerodynamik-Konzepts. Als eines der ersten Serien-Autos überhaupt wurde beim Scirocco II auf die Regenrinne verzichtet.Bild 12 von 24 Der Innenraum wurde deutlich aufgewertet. Mehr wertige Materialien und eine komaktere Bauweise machten den Scirocco deutlich angenehmer im Interieur. Dabei verzichtete man nicht auf sportliche Attribute.Bild 13 von 24 Der Corrado folgte 1989 dem Scirocco. Beide wurden noch bis 1992 parallel verkauft. Allerdings gab es den Scircocco ab 1989 nur noch mit kleinen Motoren. Damit war der Leistungsabstand schon beträchtlich.Bild 14 von 24 Eine Weltneuheit war der Heckspoiler, der ab 120 km/h eigenständig ausfuhr. Die Sportwagenschmiede Porsche höchstselbst brachte kurz darauf beim 911 Carrera ein ähnliches System auf den Markt. Außerdem hatte das Spitzenmodel G60 einen G-Lader an Bord.Bild 15 von 24 VW musste auch nachlegen, denn Opel hatte inzwischen den Calibra auf den Markt gebracht. Und der war technisch und optisch dem Scirocco doch etwas voraus. Die Zeit des Scirocco war damit vorerst vorbei.Bild 16 von 24 16 Jahre nach dem Aus für den Scirocco II kommt jetzt die dritte Version auf den Markt. Optisch macht der Neue ganz schön was her. Die Front sprüht vor Dynamik mit breit ausgestellten Radkästen und schmalen in die Kotflügel gezogene Scheinwerfer.Bild 17 von 24 Auch am Heck lässt der Scirocco III nichts anbrennen. Im hinteren Teil wurde die B-Säule geschickt verdeckt, sodass Coupé-Feeling aufkommt. Überhaupt ist von der Studie "Iroc" erstaunlich viel übrig geblieben.Bild 18 von 24 Mit dem Iroc (Von scIROCco) gab VW bereits 2006 einen ersten Vorgeschmack auf die Wiederauflage des kleinen Sportcoupés. Hauptsächlich die Frontpartie wurde bei der Serienvariante überarbeitet.Bild 19 von 24 Die Lufteinlässe vorne sind den Nebelscheinwerfern zum Opfer gefallen. Der breite Kühlergrill wird durch den Stoßfänger unterteilt. Bei den Motoren gibt es wenig Überraschendes. Für den Scirocco griff man bei VW ins Regal und verbaute Bewährtes.Bild 20 von 24 1,80 Meter breit, aber nur 1,40 Meter hoch. Das Heck mit den "breiten Schultern" zeigt geballte Dynamik.Bild 21 von 24 Im Innenraum geht es sportlich, aber auch luxuriös zu. Technisch gibt es ein Direktschaltgetriebe mit sieben Gängen und ein adaptives Sportfahrwerk.Bild 22 von 24 Im Fonds gibt es nur zwei Sitze, diese aber dafür im Sportformat. Überraschend viel Platz bietet der Scirocco auf der Hinterbank.Bild 23 von 24 Für den Start bleibt die Motoren-Auswahl übersichtlich. Drei TSI-Bezindirekteinspritzer mit bis zu 200 PS und ein TDI-Diesel mit 140 PS gibt es.Bild 24 von 24