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Obama stößt Waffendebatte an: Amoklauf stürzt USA in Trauer

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Obama, der vor seiner zweiten Amtszeit steht, spricht dabei nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern auch als Vater. (Foto: AP)

Obama, der vor seiner zweiten Amtszeit steht, spricht dabei nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern auch als Vater.

Es ist eine nachdenkliche Rückkehr vom Ort der Tragödie. US-Präsident Barack Obama landet am Weißen Haus, nachdem er in Newtown im Bundesstaat Connecticut eine Trauerfeier für die Opfer des schrecklichen Amoklaufs besucht hat.

Obama, der vor seiner zweiten Amtszeit steht, spricht dabei nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern auch als Vater.

Sichtlich mitgenommen hinterfragt er vor den Anwesenden offen die Politik seines Landes: "Können wir sagen, dass wir für den Schutz unserer Kinder genug tun?", fragt er und liefert die Antwort gleich selbst: "Wenn wir ehrlich sind: nein."

Drei Tage nach der grässlichen Tat des 20-jährigen Adam Lanza stehen die USA - zum wiederholten Mal - vor der Frage, ob so dramatische Szenen, wie sie sich in Newtown abgespielt haben, durch strengere Waffengesetze vermeidbar wären.

Ist die Freiheit, eine Waffen zu tragen, es wert, Taten wie die von Newtown womöglich zu provozieren?

Wie bereits nach dem Kinomassaker von Colorado hinterlässt das Wochenende verzweifelte und ...

... tieftraurige Menschen, die nicht wissen, wohin mit ihrem Schmerz.

"Diese Tragödien müssen enden, und um sie zu beenden, müssen wir uns ändern", gibt Präsident Obama die Richtung der bevorstehenden Diskussionen vor.

Diskussionen, in denen die Fronten klar verlaufen: Für Waffengegner ist der Zeitpunkt gekommen, endlich zu handeln.

Dem gegenüber steht eine mächtige Waffenlobby, die sich der Unterstützung von Millionen Waffen tragenden US-Amerikanern gewiss sein kann.

Dabei sprechen die Ereignisse von Newtown eigentlich für sich. Auch wenn das, was geschehen ist, schwer zu begreifen ist. Nicht nur für die Menschen, die direkt von der Tat betroffen waren.

Alleine schon die nüchternen Fakten lassen erschauern.

Adam Lanza, ein zum Tatzeitpunkt 20-jähriger junger Mann, wächst im Haus von Waffennarren auf (Bild aus dem Jahr 2008).

Seine Mutter habe Waffen geliebt, zitieren US-Zeitungen Menschen aus dem Umfeld der Familie.

Aus bislang ungeklärtem Motiv greift Adam Lanza sich vier ihrer Waffen, erschießt die Mutter und zieht los - ein Junge, der bisher nicht auffällig geworden ist.

Sein Ziel: Die Sandy Hook Elementary School, eine Grundschule in der friedlichen Kleinstadt Newtown, nordöstlich von New York. Mit dem Wagen parkt er direkt vor dem Haupteingang.

Zu erfahren, was er dann anrichtet, ist schwer zu ertragen: Er betritt die Schule und schießt scheinbar wahllos um sich. Dutzende Mal. Dabei tötet er 26 Menschen, unter ihnen 20 Grundschüler, nicht älter als 7 Jahre alt.

Seine Opfer erlegt er mit jeweils bis zu elf Schüssen. In blinder Wut muss er auf Sterbende oder auf bereits Tote feuern.

Die Polizei ist bald vor Ort. Doch sie werden seiner nicht mehr lebende habhaft. Er soll sich selbst erschossen haben.

Der Schock von Newtown ergreift die ganze Nation.

Spieler der NFL, der amerikanischen Football-Liga, tragen eine schwarze Schleife an ihren Helmen - in Gedenken an die Opfer von Newtown.

Auch in der Basketball-Liga NBA legen die Mannschaften vor ihren Partien eine Schweigeminute ein.

Die USA rücken, wie es in solchen Momenten üblich ist, zusammen.

Eltern müssen ihren Kindern versuchen zu erklären, was passiert ist. Etwas begreiflich machen, das sie selbst schwer begreifen können.

Gegenseitig spenden sich die Menschen Trost und machen einander Mut.

Hilfesuchend wenden sich die US-Amerikaner an höhere Instanzen.

Sie suchen eine Instanz, die den Weg aus der Verzweiflung weist - eine Aufgabe, die für einen Menschen fast zu groß erscheint.

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