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Sonntag, 11. Oktober 2015

Being a Girl: Augen auf die Mädchen dieser Welt

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In der Provinz Nangarhar, Afghanistan: Ein kleines Mädchen arbeitet in einem Ziegelwerk. Viele afghanische Eltern verkleiden ihre Töchter als Jungen. Frauen, die keine Söhne zur Welt bringen, gelten als schwach. (Foto: REUTERS)

In der Provinz Nangarhar, Afghanistan: Ein kleines Mädchen arbeitet in einem Ziegelwerk. Viele afghanische Eltern verkleiden ihre Töchter als Jungen. Frauen, die keine Söhne zur Welt bringen, gelten als schwach.

In der Provinz Nangarhar, Afghanistan: Ein kleines Mädchen arbeitet in einem Ziegelwerk. Viele afghanische Eltern verkleiden ihre Töchter als Jungen. Frauen, die keine Söhne zur Welt bringen, gelten als schwach.

In Kathmandu, Nepal: Dieses Mädchen, das früher einmal Matina Shakya hieß, ist eine Kumari - so werden Nepals lebende Kindgöttinnen genannt. Sie muss makellos schön sein und darf noch nie geblutet haben. Nur zweimal im Jahr darf sie ihren Palast verlassen und sich zeigen.

Am Stadtrand von Los Angeles, Kalifornien: Die acht Jahre alte Lilly Earp windelt ihre fünf Wochen alte Schwester Emily in ihrer Wohnung im Hope Gardens Family Center, einem Obdachlosenheim für Frauen und Kinder. Rund 58.000 Menschen leben in L.A. unter freiem Himmel, darunter viele Kinder.

In Douala, Kamerun: Mädchen klatschen bei einem Spiel während einer wöchentlichen Unterrichtseinheit über "Brustbügeln" und Vergewaltigung. In Kamerun werden die Brüste junger Mädchen mit heißen Werkzeugen "gebügelt", damit sie für Männer möglichst lange unattraktiv bleiben. Die tiefsten Wunden bleiben unsichtbar.

In Peking, China: In sogenannten Erziehungszentren werden Jugendliche, die zu viel Zeit im Internet verbringen, mit militärischen Methoden von ihrer Sucht befreit. Hier wird eine ganze Gruppe wegen Ungehorsamkeit bestraft.

In Tangail in Bangladesch: Die 17-jährige Hashi ist eine von Hunderten Prostituierten in der Stadt. Wie viele andere Frauen dort auch, hat sie einen Beschützer, einen "Babu" ("Herr"). Hashi empfängt jeden Tag zwischen 15 und 20 Freier. Ihr Lohn dafür beträgt gerade einmal 800 bis 1000 Taka (7 bis 9 Euro) täglich.

In Salem im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu: Diese zwei unerwünschten Säuglingsmädchen gelten als die Glücklichen. Sie sind Indiens "Cradle Babies" - Produkte einer staatlichen Regelung, dass Eltern erlaubt, ihre unerwünschten Babys anonym an den Staat abzugeben. In dieser Region werden Töchter als Belastung gesehen und oft wie Abfall in den Müll geworfen.

In Gaza-City: In einer Moschee lesen palästinensische Mädchen während des Unterrichts Verse aus dem Koran.

In Dadaab, im Nordosten Kenias: Ein somalisches Flüchtlingsmädchen steht an einer Tafel im größten Flüchtlingslager der Welt. Nach 20 Jahren Krieg im Nachbarland ist Dadaab längst kein Lager mehr, sondern nach Nairobi und Mombasa die drittgrößte Stadt Kenias. Vergewaltigungen, Morde und Entführungen sind in den Lagern keine Seltenheit.

In Hyderabad, im Süden Indiens: Muslimische Schülerinnen der St. Maaz Hochschule praktizieren Kampfkünste. Die Mädchen sind zwischen 10 und 16 Jahre alt und nehmen an einem Selbstverteidigungskurs teil. Laut der Vereinten Nationen ist Indien das zweitgefährlichste Land für Mädchen und Frauen auf der Welt.

In einem Dorf in der Nähe von Baran, im indischen Bundesstaat Rajasthan: Die 14 Jahre alte Krishna sitzt mit ihrem vier Monate alten Baby Alok vor ihrem Haus. Als Elfjährige wurde sie verheiratet. Obwohl das gesetzliche Heiratsalter in Indien 18 Jahre ist, werden vor allem in armen, ländlichen Gebieten Mädchen schon sehr jung verheiratet.

In Monterrey, im Nordosten von Mexiko: Die 15-jährige Sofia wird in ihrem wallenden Abendkleid in einer Limousine zu ihrem Geburtstagsfest chauffiert.

In London, Großbritannien: In der großzügigen Damen-Toilette des Königin-Charlotte-Balls bekommt Debütantin Ella Venables eine kleine Walzereinführung. Der Königin-Charlotte-Ball ist die Krönung der Londoner Saison, ein Programm für eine handverlesene Gruppe von Mädchen aus reichem Hause.

In Manila, Philippinen: Ein Mädchen brät auf dem größten Friedhof der Stadt Fische. Fast zwei Millionen Menschen sind hier begraben, mehrere Tausend leben hier.

In einem palästinensischem Dorf bei Nablus: Mädchen einer Mädchenschule während des Unterrichts am ersten Tag des neuen Schuljahres.

In Caracas, Venezuela: Ein kleines Mädchen übt auf dem Laufsteg einer Modelschule. Kein anderes Land hat das Geschäft mit dem weiblichen Körper so perfektioniert wie Venezuela, nirgendwo sonst werden junge Mädchen so konsequent als Produkte vermarktet.

In Aleppo, Syrien: Seit Jahren herrscht ein blutiger Bürgerkrieg in dem Land. Ein Mädchen sitzt mit einem Kämpfer der Freien Syrischen Armee an einer Straße. Auf ihrem Schoß hält sie eine Waffe.

In Minia, Ägypten: Eine Broschüre soll Mädchen und Frauen über die weibliche Genitalverstümmelung aufklären. Ägypten hat die höchste Beschneidungsrate weltweit. Rund 90 Prozent zwischen 15 und 49 Jahren sind beschnitten, Musliminnen wie Christinnen. Die Nachwirkungen dieser grausamen Prozedur sind verheerend: Viele Mädchen leiden später unter Infektionen und Qualen beim Sex.

In London, Großbritannien: In einem "Prinzessinnen-Kurs" erlernen sieben - bis elfjährige Mädchen der Londoner Oberschicht wie sich eine Prinzessin verhalten muss. Sie studieren Knickse und andere königliche Etiketten.

In den Slums von Wakaliga, in Ugandas Hauptstadt Kampala: Beatrice Kirabo probt für eine Schauspielaufführung. Das Mädchen lernt in einer Kampfkunstklasse, die durch NGOs organisiert wird. Die Situation der Mädchen in Uganda ist schlecht. Sie werden unterdrückt und früh verheiratet.

Zu Besuch in Shanghai: Maddie Hooton aus Großbritannien und Magdalena Sera Leifsdottir aus Island sind auf dem Weg zum Finale des 28. Elite Model Look Wettbewerbs. 65 Mädchen aus der ganzen Welt beteiligten sich.

In Nairobi, Kenia: Ein Mädchen boxt in einem Fitnesscenter für benachteiligte Kinder und Jugendliche. In Kenia wurde das UN-Millenniumsziel nach Angaben von Unicef erfüllt, neun von zehn Kindern unter elf Jahren besuchen eine Grundschule. Im Jahr 2000 waren es nur 50 Prozent. Doch die Zahlen stimmen nicht mit der Realität überein.

In Split, Kroatien: Eine junge Ballerina zeigt ihre Muskeln während einer Ballett-Klasse am Nationaltheater.

In Kingston, Jamaika: Beim 100-Meter-Lauf der Champs sprintet Gewinnerin Chris Williams über die Ziellinie. Die Schulmeisterschaften, die in dem Land auch als Champs bekannt sind, haben jamaikanische Athleten wie Asafa Powell und den aktuellen Olympiasieger Usain Bolt hervorgebracht.

In Tikrit, Irak: Der 14 Jahre alte Hussein Ali Younis hält seine 17-jährige Braut Nada Ali Hussein während der Hochzeitsfeier an der Hand. Laut irakischem Gesetz ist das Mindestalter für die Ehe 16 Jahre. Dennoch werden viele Jungen und Mädchen in den ländlichen Gebieten von den örtlichen Geistlichen jünger verheiratet.

In Ottawa, Kanada: Das Frauenfußball-Nationalteam übt mit einer Mädchenmannschaft.

In Fortazela, Brasilien: Die 13-jährige Vanessa bekommt Schutz, nachdem sie die Polizei auf dem Kinderstrich aufgegriffen hat. Fortaleza ist berüchtigt für seine Kinderprostitution. Die Regierung scheint dagegen machtlos zu sein.

In New York: Eine sechsjährige Balletttänzerin bei der Aufnahmeprüfung an der School of American Ballet (SAB).

Am Stadtrand der indischen Stadt Jammu: Während einer Waffenausbildung üben Mädchen mit Luftgewehren.

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