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Der durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannte australische Zoologe Steve Irwin ist tot.
Der "Krokodiljäger" starb bei Dreharbeiten durch den Stich eines Stachelrochens ins Herz.
Obwohl er den Stachel aus seiner Brust zog, hatte er keine Chance.
Notarzt Ed O'Laughlin konnte nur noch den Tod durch Herzstillstand feststellen.
1991 hatte Irwin den Zoo seiner Eltern an der Sunshine Coast im Bundesstaat Queensland übernommen und zu einer Touristenattraktion gemacht.
Nur ein Jahr später begann seine erfolgreiche Fernsehserie "Crocodile Hunter". In ihr lief der hyperaktive Irwin in khakifarbener Tropenkleidung durch die Wildnis.
Nach eigenen Angaben erreichte er weltweit 500 Millionen Zuschauer.
Zuhause in Australien fühlte er sich bisweilen verkannt:
"In meinem eigenen Land finden mich die Leute wohl ein bisschen peinlich", sagte Steve Irwin.
Vielleicht gingen ihnen Irwins Aktionen bisweilen zu weit. So sorgte der Fernseh-Tierfreund für Empörung, als er vor zwei Jahren vor laufender Kamera ein vier Meter langes Krokodil mit der Hand fütterte, während er seinen erst einen Monat alten Sohn Bob auf dem Arm hielt.
Selbst treue Fans wunderten sich damals, ob Irwin noch recht bei Sinnen ist.
Mit den Dreharbeiten so nahe an Stachelrochen habe sich Irwin in höchste Gefahr begeben, sagte nun der australische Naturfilmer David Ireland.
"Sie haben einen oder zwei Stachel am Schwanz, die nicht nur von Gift umhüllt sind, sondern auch wie ein Bajonett wirken", erläuterte Ireland. "Wenn damit irgendein lebenswichtiges Organ getroffen wird, ist der Stachel tödlich wie ein Bajonett."
In Australien zeigte man sich bestürzt über den Tod des Zoologen.
Der Chef des Tourismusrates, Matthew Hingerty, nannte Irwin eine "australische Ikone", die dem Land hunderte Millionen Euro an Tourismuseinnahmen gebracht habe.
Irwin habe dem Bundesstaat und ganz Australien viel gegeben, sagte der Ministerpräsident von Queensland, Peter Beattie. "Eine Menge Leute auf der ganzen Welt, vor allem jüngere, werden heute sehr traurig sein." (Alle Fotos: AP/dpa)
Australiens Premierminister John Howard würdigte Irwin als "ein großartiges australisches Vorbild". Irwin sei in der Gesellschaft von wilden Tieren gestorben, die er so gerne gemocht habe.
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