Wenn in Januar die Ungläubigen unter Ihnen denken, Weihnachten sei bereits vorbei, irren sie.Bild 1 von 27 Lesen Sie selbst: "Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: 'Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.'Bild 2 von 27 Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: 'In Bethlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: ...Bild 3 von 27 Du, Bethlehem im Gebiet von Juda, / bist keineswegs die unbedeutendste / unter den führenden Städten von Juda; / denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, / der Hirt meines Volkes Israel.' Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.Bild 4 von 27 Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: 'Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.' Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg.Bild 5 von 27 Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.Bild 6 von 27 Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land."Bild 7 von 27 Soweit der Evangelist Matthäus. Den Besuch der Weisen oder "Magier" aus dem Osten feiern die meisten christlichen Kirchen als "Fest der Erscheinung des Herrn" am 6. Januar (nach der griechischen Bezeichnung auch Epiphanie oder Epiphanias genannt).Bild 8 von 27 Die "heiligen drei Könige" gibt es nur in der katholischen Tradition. Allerdings ist im Neuen Testament weder von Königen die Rede noch waren es drei oder Heilige. Woher kommen also die heiligen drei Könige?Bild 9 von 27 Aus dem Morgenland, das weiß jedes Kind. Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe, erzählt Matthäus, und da liegt der Gedanke nahe, dass es drei waren. Zumal drei eine "heilige Zahl" ist - sie erinnert an die Dreifaltigkeit Gottes (Vater, Sohn und Heiliger Geist).Bild 10 von 27 Zu Königen wurden die Magier möglicherweise auf der Basis einer Jesaja-Prophezeiung über Jerusalem: "Auf, werde licht denn es kommt dein Licht / und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. (...) Völker wandern zu deinem Licht / und Könige zu deinem strahlenden Glanz. (...)Bild 11 von 27 Zahllose Kamele bedecken dein Land, / Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, / bringen Weihrauch und Gold / und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn."Bild 12 von 27 In Kunst und Volksglauben des sechsten bis neunten Jahrhunderts ist häufig von drei Königen namens Caspar, Melchior und Balthasar die Rede. Sie stehen stellvertretend für die drei im Mittelalter bekannten Erdteile: Asien, Afrika und Europa.Bild 13 von 27 Die Legende trieb immer weitere Blüten. Beispielsweise sollte das Magier-Trio auch vor Seuchen und Feuer schützen. Heute kreiden die katholischen Sternsinger die Jahreszahl und die Buchstaben C, M und B als Segen auf Haustürbalken: 20 + C + M + B + 07.Bild 14 von 27 Die Buchstaben können als Initialen der drei Namen Caspar, Melchior und Balthasar interpretiert werden oder als Abkürzung für den auf Latein formulierten Wunsch "Christus mansionem benedicat", was "Christus segne dieses Haus" bedeutet.Bild 15 von 27 Ursprünglich wurde das Epiphanie-Fest höher als der Heilige Abend eingestuft. Denn erst die Anbetung der Drei Weisen an der Krippe zu Bethlehem soll das Jesuskind als "Gottessohn" erkennbar gemacht haben.Bild 16 von 27 Üblicherweise wird Balthasar als Schwarzer dargestellt, was gut zur Verkörperung der drei Erdteile durch die heiligen drei Könige passt. Allerdings geht diese Darstellung vermutlich auf ein Missverständnis zurück.Bild 17 von 27 In einer Schrift des englischen Theologen Beda Venerabilis (rund 673 bis 735) heißt es, Melchior sei ein Greis mit weißem Barte und Caspar ein bartloser Jüngling gewesen. Balthasar dagegen habe einen schwarzen Vollbart (!) gehabt.Bild 18 von 27 Doch auch diese Herleitung ist alles andere als eindeutig. Es gibt auch Darstellungen, die Caspar oder Melchior mit dunkler Hautfarbe abbilden.Bild 19 von 27 In Deutschland ist Köln die Hochburg der heiligen drei Könige. Nach einer Legende wurden die sterblichen Überreste von Caspar, Melchior und Balthasar von Kaiserin Helena im 4. Jahrhundert nach Konstantinopel gebracht, von wo sie nach Mailand weiterverschenkt wurden. Dort ruhten sie bis ins 12. Jahrhundert.Bild 20 von 27 Als Kaiser Friedrich Barbarossa (Bild) im Jahr 1164 Mailand eroberte, schenkte er die dort befindlichen Reliquien der Dreikönige seinem Reichskanzler Rainald von Dassel, der zugleich Erzbischof von Köln war.Bild 21 von 27 Am 11. Juni 1164 verließ der Erzbischof mit seinem kostbaren Schatz den kaiserlichen Hof zu Mailand und machte sich auf den Weg nach Köln. Über Turin nahm von Dassel seinen Weg nach Vienne im heutigen Frankreich.Bild 22 von 27 Doch Papst Alexander III. wollte den Abtransport der Reliquien verhindern. Er erließ einen Haftbefehl gegen den Erzbischof und Reichskanzler. Die Jagd begann.Bild 23 von 27 Rainald von Dassel änderte im Burgund seine Reiseroute, erreichte über Besançon den Rhein und konnte den Häschern des Papstes entkommen. Am 23. Juli 1164 zog er mit seiner "Beute" feierlich in Köln ein.Bild 24 von 27 Noch heute gehören drei Kronen zum Wappen von Köln.Bild 25 von 27 Dort wurde den drei Mumien ein kostbarer und wunderbarer Schrein gebaut, bis heute von den Gläubigen verehrt und bewundert. Bis ins 17. Jahrhundert hinein kam es zu mehrfachen Sarkophagöffnungen.Bild 26 von 27 Augenzeugen bestätigten die erhaltenen Ganzkörpermumien der Dreikönige in den Silbersärgen.Bild 27 von 27