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Alle Lebewesen - vom Einzeller über die Blumen bis zum Menschen - ...
... verfügen über innere Uhren, die die Körperfunktionen rhythmisch steuern.
Beim Menschen befindet sich die Haupt-Uhr in einem bestimmten Kerngebiet des Gehirns, dem Nucleus suprachiasmaticus.
Am deutlichsten wird unser innerer Rhythmus in der Körpertemperatur und im Wach-Schlafverhalten.
Aber auch die Ausschüttung körpereigener Hormone, die Aufmerksamkeit und die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit unterliegen solchen rhythmischen Abläufen.
Da die inneren Uhren biologische Nervenstrukturen sind, lassen sie sich nicht sofort umstellen wie eine Armbanduhr.
Die Umstellung auf die Sommerzeit wirkt auf den Körper wie ein Mini-Jetlag mit allen Nebenwirkungen.
Denn Untersuchungen nach transkontinentalen Flügen, zum Beispiel von Frankfurt nach New York über sechs Zeitzonen, haben gezeigt, dass im Durchschnitt sechs Tage vergehen, bis eine Anpassung der Körperrhythmen an die New Yorker Zeit geschehen ist.
Manchen Menschen brauchten allerdings auch nur zwei Tage, andere hingegen sogar 17.
Innere Uhren sind eben lebende Strukturen, die Zeit zur Anpassung an eine Zeitumstellung brauchen.
Von den meisten Menschen wird eine Zeitumstellung von einer Stunde jedoch kaum wahrgenommen.
"Zeitsensiblere" Menschen sollten bei der Zeitumstellung von der Winterzeit auf die Sommerzeit tolerant mit ihrer Inneren Uhr umgehen und deren langsame Umstellung respektieren.
Probleme können einige Menschen durch die Umstellung des Bio- Rhythmus bekommen.
Schlafstörungen und Appetitlosigkeit könnten Folgen sein.
Wer sonst immer einen Mittagsschlaf hält, verzichtet am Besten eine Woche lang gänzlich auf das Nickerchen.
Statt dessen hilft ein Spaziergang an der frischen Luft dem Körper, mit der neuen Zeit klar zu kommen.
Dadurch kann sich der Bio-Rhythmus leichter neu einstellen und man schläft nachts besser.
Hilfreich ist es, den Tagesablauf möglichst nach der Sonne zu gestalten, um das Tageslicht voll auszunutzen.
Dadurch wird das müde machende Melatonin schneller abgebaut.
Viel Bewegung an der frischen Luft und in der Sonne unterstützen diesen Prozess.
Dementsprechend sollte auch bei der Ernährung mehr auf frische Zutaten wie Salat und Obst geachtet werden.
Damit wird die hormonelle Umstellung des Körpers gefördert.
So kommen wir schneller als wir glauben in der neuen Zeit an, bis es im Herbst wieder anders lang geht.
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