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Panorama

April 2008: Flocke lässt sich sehen

 
Lange genug waren die Eisbärfans auf Flocke aus der Konserve angewiesen, aus der Bildkonserve natürlich.

Lange genug waren die Eisbärfans auf Flocke aus der Konserve angewiesen, aus der Bildkonserve natürlich.

Oder sie mussten sich mit der Plüschversion zufrieden geben.

Aber die Nürnberger haben es versprochen, und nun wurde Flocke der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Medienandrang war groß ...

... und das Spektakel perfekt, als das Eisbärmädchen vorsichtig die Nase aus seiner Höhle steckte ...

... und die ersten Schritte in sein neues Freigehege wagte.

Unter dem begeisterten Blick der Welt erkundete Flocke sein neues Revier, ...

... nahm ein Bad ...

... und präsentierte sich ...

... den schussbereiten Kameras.

So wird ein Eisbär zum Medienstar!

Und dann war Flocke endlich auch für die Objektive der Zoobesucher freigegeben.

Der erwartete Publikumsansturm blieb allerdings aus und viele Fans wunderten sich darüber, dass Flocke "ja ganz schön pummelig" sei ...

... und erfreuten sich ansonsten an dem herumtollenden Tierchen.

Aber nicht alle fieberten dem Freigang von Flocke entgegen.

Mitglieder der Organisation Peta protestierten oberhalb des Eisbär-Geheges gegen den Medienrummel, ...

... denn ein normales Eisbärleben wird Flocke nie führen.

Am liebsten wäre es dem Franken-Tierpark natürlich gewesen, die Mama hätte das Eisbärmädchen aufgezogen.

Kleiner Biologieexkurs, Eisbären bringen ihre Jungen in freier Wildbahn nach acht Monaten Tragezeit in einer Schneehöhle zur Welt.

Drei Monate bleiben die Jungen mit der Mutter in der Schneehöhle, dann begleiten sie sie bei der Jagd. Insgesamt bleiben sie etwa zwei Jahre bei der Mutter.

Doch bei Flocke lief das leider nicht so natürlich.

Vera versorgte das Junge zunächst gut, wurde dann aber nervös, die Tierpfleger fürchteten um das Leben des Babyeisbärs.

Und obwohl sie genau das eigentlich vermeiden wollten, wurde Flocke nun mit der Flasche aufgezogen.

Flocke trank und schlief, ein Pflegerteam aus vier Mitarbeitern übernahm, was Vera sonst allein geleistet hätte.

Damit begann dann allerdings auch das Medieninteresse, der Tierpark lieferte die tägliche Dosis Flocke frei Haus.

Flocke hat gut geschlafen.

Flocke macht die Augen auf.

Flocke bekommt Zähne.

Flocke begegnet sich selbst im Spiegel.

Flocke bekommt ein neues Spielzeug.

Flocke trifft den ersten anderen Eisbären, oder so.

Flocke übt Napfschlabbern.

Flockes erster Knochen.

Flockes erster richtiger Knochen.

Flocke will was Richtiges essen.

Flocke bekommt ein größeres Zimmer, ....

... spielt schon Guckguck ...

... und ist überhaupt das tollste Eisbärenmädchen der Welt.

Zuletzt wurde Flocke Stück für Stück mit der wilden Natur bekannt gemacht.

Knapp vier Monate ist sie nun alt.

Ihr Vater Lars musste ausziehen, damit das Gehege frei wird.

Dann musste sie sich darin ja auch erst einmal zurecht finden.

Den fränkischen Winter hat sie auch schon kennengelernt.

Parallel dazu das Schwimmtraining.

Dann hieß es noch einmal kurz durchschnaufen, und dann ging's für Flocke raus. Und alle konnten sie sehen.

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