Ständig neue Nachrichten zu Madeleine, doch das kleine Mädchen aus Leicestershire in England bleibt verschwunden. Die Polizei hat inzwischen die Hoffnung begraben, dass Madeleine noch lebt.Bild 1 von 74 Zuvor wechseln sich Hoffnungsschimmer und Enttäuschungen, heiße Spuren und Rückschläge bei den Ermittlungen ab. Die Suche sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Wo ist "Maddie"? Wurde sie entführt, lebt sie oder ist sie schon lange tot?Bild 2 von 74 Eines der letzten Urlaubsfotos zeigt die damals Dreijährige am 3. Mai mit ihrem Vater Gerry McCann und ihrer jüngeren Schwester am Pool, nur wenige Stunden vor ihrem Verschwinden.Bild 3 von 74 Am Abend ist Madeleine nicht mehr aufzufinden. Sie verschwindet aus dem Familienapartment im "Ocean Club", einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz an der Algarve.Bild 4 von 74 Ihre Eltern hatten in der Nähe zu Abend gegessen. Sie geben an, im Halbstundentakt nach ihren drei Kindern gesehen zu haben. Irgendwann fehlt Madeleine. Die Dreijährige wird vermisst gemeldet.Bild 5 von 74 Die Ermittlungen vor Ort laufen an. Zu schleppend, wie britische Medien später kritisieren. Auch Feuerwehr und Grenzschutz werden alarmiert, um zu verhindern, dass das Kind außer Landes gebracht wird.Bild 6 von 74 Hunderte Polizisten und Freiwillige durchkämmen die Umgebung des Ferienorts nach einer heißen Spur, doch vergeblich. Vier Tage nach dem Verschwinden des Kindes wird die Suche auf einen Umkreis von zehn Kilometern um den Ferienort ausgedehnt.Bild 7 von 74 Der örtliche Polizeichef Olegário Sousa informiert die Presse über die Ermittlungen. Die Polizei zieht in Erwägung, dass Maddie von Menschenhändlern oder Kinderschändern entführt worden sein könnte.Bild 8 von 74 Parallel zu den Ermittlungen läuft eine groß angelegte Medienkampagne an, flankiert durch Plakate und Handzettel.Bild 9 von 74 Maddies Gesicht wird weit über die Grenzen Portugals und ihres Herkunftslandes England hinaus bekannt gemacht.Bild 10 von 74 Bereits am Tag nach Madeleines Verschwinden bitten ihre Eltern Kate und Gerry McCann öffentlich um Hilfe bei der Suche nach ihrer ältesten Tochter.Bild 11 von 74 Das Ärzteehepaar bleibt mit den zweijährigen Zwillingen Amelie und Sean vorerst im Badeort Praia da Luz.Bild 12 von 74 Auch Madeleines Großmutter reist an.Bild 13 von 74 In der Algarve ist die Anteilnahme groß.Bild 14 von 74 In einem Gottesdienst wird für Madeleine gebetet.Bild 15 von 74 Maddies Eltern werden von allen Seiten unterstützt.Bild 16 von 74 Ein schwacher Trost.Bild 17 von 74 Madeleine bleibt verschwunden.Bild 18 von 74 Inzwischen sind britische Polizeibeamte vor Ort eingetroffen. Laut portugiesischen Medien verfolgen die Ermittler eine Woche nach Maddies Verschwinden eine Spur: Zwei Männer und eine Frau sind von einer Videokamera in der Nähe des Tatorts aufgezeichnet worden.Bild 19 von 74 Anderen Meldungen zufolge tappt die Polizei völlig im Dunkeln. In den kommenden Monaten werden über tausend Hinweise bei der Polizei eingehen.Bild 20 von 74 Die McCanns geben die Hoffnung nicht auf. In einer Pressekonferenz setzen sie für Hinweise, die zur Rettung ihrer Tochter führen, eine Belohnung von einer Million Pfund aus. Das Geld stellt ein reicher Brite zur Verfügung.Bild 21 von 74 Andere Spender schließen sich an.Bild 22 von 74 Die Belohnungssumme steigt auf 3,7 Millionen Euro.Bild 23 von 74 Am 12. Mai feiern die Eltern und die Anteil nehmende Öffentlichkeit Maddies vierten Geburtstag.Bild 24 von 74 Mitte Mai kommt Bewegung in die Untersuchungen. Die Polizei beschlagnahmt Gegenstände aus dem Haus der Mutter eines Briten in der Nähe des Tatorts.Bild 25 von 74 Der Verdächtige Robert M. wird verhört, aber nicht festgenommen.Bild 26 von 74 In den vorangegangenen Wochen hatte er bei der Suche nach dem Kind geholfen und war durch widersprüchliche Äußerungen ins Visier geraten.Bild 27 von 74 Robert M. fühlt sich als Sündenbock. Der 33-Jährige gilt lange Zeit als Hauptverdächtiger.Bild 28 von 74 Am 15. Mai stattet die Polizei auch seinem Haus im englischen Norfolk einen Besuch ab.Bild 29 von 74 Am 16. Mai werden in Praia da Luz weitere Wohnungen durchsucht.Bild 30 von 74 Auch die Wohnung des 22-jährigen Sergej M. wird in Augenschein genommen und unter anderem ein Computer konfisziert. Der Russe wird als Zeuge verhört.Bild 31 von 74 Am 21. Mai gerät Marokko in den Fokus der Ermittlungen. Eine norwegische Touristin ist sich "zu 99,9 Prozent sicher", die Vermisste Tage zuvor an einer Tankstelle bei Marrakesch gesehen zu haben. Das Kind im Pyjama habe nach seiner Mama gefragt.Bild 32 von 74 Am 11. Juni starten die McCanns die zivile Suche nach ihrer Tochter in Nordafrika.Bild 33 von 74 Am 30. Juni hatten sie bereits Beistand im Vatikan gesucht.Bild 34 von 74 Der Papst gibt ihnen eine Audienz.Bild 35 von 74 Am 6. Juni kommen sie nach Berlin.Bild 36 von 74 Auch hier bitten die Eltern um Hilfe bei der Suche nach ihrer Tochter.Bild 37 von 74 An Hinweisen mangelt es nicht. Bereits Mitte Mai hatte die Polizei in Portugal über die Flut der eingehenden Informationen geklagt.Bild 38 von 74 Eine Freundin der Familie will beobachtet haben, wie ein Mann das Kind aus dem Apartment getragen hat. Die Suche nach einem unbekannten Verdächtigen beginnt. Am 1. Juni werden DNA-Spuren eines Unbekannten im Apartment gefunden.Bild 39 von 74 Immer wieder kommt es zu unerwarteten Wendungen im Fall "Maddie". Mitte Juni gerät der Ermittler Gonçalo Amaral unter Verdacht, die Untersuchungen nicht ordnungsgemäß zu leiten.Bild 40 von 74 Am 13. Juni geht bei der niederländischen Zeitung De Telegraaf ein anonymer Brief ein, in dem Angaben über den Fundort von Madeleines Leiche gemacht werden. Journalisten und Polizisten durchkämmen das Gelände.Bild 41 von 74 Nach zwei Tagen wird die Suche ohne Erfolg abgebrochen.Bild 42 von 74 Eine neue Spur führt nach Malta - und verläuft sich.Bild 43 von 74 Am 22. Juni wird das Kind 50 Tage vermisst. Die Eltern, die sich noch immer am Ort des Geschehens aufhalten, lassen aus diesem Anlass Luftballons aufsteigen.Bild 44 von 74 Die Aktion läuft unter dem Namen "50 Ballons für Maddie".Bild 45 von 74 Die Aktion findet ein Echo in Dänemark. Hier soll ein einzelner roter Ballon unter gelben die Vermisste symbolisieren.Bild 46 von 74 Auch die Fußballfans im Londoner Wembley-Stadion werden über Großleinwand mobilisiert, die Augen nach dem Mädchen offenzuhalten und bei der Suche zu helfen.Bild 47 von 74 Real-Madrid-Fans bekennen sich mit einem Transparent "Todos con Madeleine" (Frei übersetzt: Wir fühlen mit Madeleine) zu der Vermissten.Bild 48 von 74 Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling koppelt die Vermarktung ihres letzten Potter-Bandes mit einer Plakatkampagne, mit der sie die Suche nach der Vermissten unterstützen und Maddies Gesicht über den Buchverkauf bekannt machen will.Bild 49 von 74 Auf der Internetseite www.findmadeleine.com heißt es, jeder Stein solle umgedreht werden, um Maddie zu finden. In den "Madeleine's Fund" sind inzwischen über 1,5 Millionen Euro eingegangen.Bild 50 von 74 Geld macht erfinderisch. Ende Juni wird eine portugiesische Betrügerin von der Polizei überführt. Gemeinsam mit einem Italiener hatte sie versucht, sich mit angeblichen Hinweisen eine Belohnung zu erschleichen.Bild 51 von 74 Anfang Juli wird ein weiterer Betrugsfall bekannt. Aus diesem Gebäude in Eindhoven hatte ein Betrüger E-Mails an die McCanns geschickt und angegeben, er wisse, wo sich Madeleine befände.Bild 52 von 74 Mitte Juli werden die Untersuchungen auf einen Pädophilen-Ring gelenkt. Der Journalist Antonio Toscano ist sich ganz sicher, dass Madeleine am Leben und von Kinderschändern entführt worden ist.Bild 53 von 74 Kurz darauf bestätigt eine Hellseherin, dass Madelein noch am Leben sei. Sie habe schon in 300 Fällen erfolgreich mit der Polizei zusammengearbeitet.Bild 54 von 74 Auch die Eltern zeigen sich gegenüber der Presse fest davon überzeugt, dass ihre Tochter noch lebt. Sie geben die Suche nicht auf.Bild 55 von 74 Doch im August wechselt die Stimmung. Plötzlich sehen sich die McCanns dem Verdacht ausgesetzt, etwas mit dem Verschwinden ihres Kindes zu tun zu haben.Bild 56 von 74 Medien berichten von widersprüchlichen Aussagen der Eltern über die Tatnacht. Die Polizei bestreitet jedoch, einen Verdacht gegen die McCanns zu hegen.Bild 57 von 74 Stattdessen folgen die Ermittler einer Spur in Belgien. Eine Zeugin will Maddie in Begleitung zweier Erwachsener auf einer Café-Terrasse in der ostbelgischen Stadt Tongeren erkannt haben.Bild 58 von 74 Als sich in der Schweiz der mutmaßliche Kinderschänder Hans Urs von Aesch erschießt, wird gemutmaßt, er könne nicht nur etwas mit der verschwundenen Ylenia zu tun haben, sondern auch mit Madeleine.Bild 59 von 74 Am 6. August gibt die Polizei bekannt, mit Hilfe von Leichenspürhunden im Ferienapartment der McCanns auf Blutspuren gestoßen zu sein. Die Spekulationen über die Verwicklung der Eltern oder Bekannter der Familie in den Fall werden lauter.Bild 60 von 74 Den Tränen nahe erklärt Kate McCann in einem Interview: "Die Polizei hat uns immer wieder versichert, dass sie nach einem lebenden Kind sucht."Bild 61 von 74 Dann wird am 16. August bekannt, dass das Blut im Apartment in Praia da Luz nicht von Madeleine stammt. Trotzdem glaubt die Polizei nicht mehr daran, das Mädchen lebend wiederzufinden.Bild 62 von 74 Nie zuvor habe es am Ort eines Verbrechens so viele Hinweise gegeben, geben die Ermittler bekannt. Der Brite Robert M. bleibt vorerst der einzige Verdächtige in dem verworrenen Fall.Bild 63 von 74 Am 11. August sind es 100 Tage, seit Madeleine unter mysteriösen Umständen aus ihrem Bett verschwand.Bild 64 von 74 Die McCanns denken inzwischen darüber nach, Portugal zu verlassen und wieder in ihre Heimat, nach Leicestershire, zurückzukehren.Bild 65 von 74 "Mir fällt die Vorstellung schwer, dass wir als Familie mit fünf Mitgliedern hierher kamen und nur noch zu viert abreisen", sagte Kate McCann 105 Tage nach dem Verschwinden ihrer Ältesten.Bild 66 von 74 Am 6. September wird Madeleines Mutter zu einer erneuten Befragung ins Polizeipräsidium zitiert. Britische Ermittler haben im Leihwagen der McCanns DNA-Spuren von Madeleine nachgewiesen. Allerdings wurde das Auto erst drei Wochen nach ihrem Verschwinden angemietet.Bild 67 von 74 Kate McCann wird elf Stunden verhört. Erst am frühen Morgen des nächsten Tages verlässt sie die Wache.Bild 68 von 74 Ihr Anwalt Carlos Pinto de Abreu hält zunächst an der Auskunft fest, seine Mandantin werde als Zeugin befragt. Doch noch am 7. September erklären die Ermittler die Eltern zu Verdächtigen. Nach portugiesischem Recht können sie nun die Aussage verweigern.Bild 69 von 74 Am 7. September werden die Vernehmungen beider Eltern fortgesetzt. Medien berichten, die Polizei verdächtige die Eltern, ihre Tochter unabsichtlich mit Beruhigungsmitteln getötet zu haben. Doch ohne Leiche fehlt der wichtigste Beweis.Bild 70 von 74 Am 9. September kehren die McCanns in ihr Haus in Rothley in der mittelenglischen Grafschaft Leicestershire zurück. Verwandte und Freunde halten die Vorwürfe für "irrsinnig".Bild 71 von 74 Britische Medien werfen den portugiesischen Ermittlern vor, mit den Verdächtigungen ihr Versagen vertuschen zu wollen. Entgegen erster Gerüchte sind die McCanns nicht heimlich geflüchtet. Die Ermittler in Portugal haben sie ohne Kaution gehen lassen.Bild 72 von 74 Der Fall Madeleine wird an die Staatsanwaltschaft übergeben. Eine Anklage wegen Totschlags wird nicht erhoben. Den McCanns wird lediglich vorgeworfen, die Leiche ihrer Tochter beiseite geschafft zu haben. Das Verbergen einer Leiche ist ein minderschweres Delikt.Bild 73 von 74 Die McCanns meiden die Öffentlichkeit, der Verdacht lässt sich nicht abschütteln. Den kleinen Zwillingen gehe es gut, sagen Freunde und Verwandte. Madeleine bleibt verschwunden. (Alle Bilder AP, dpa)Bild 74 von 74