Propagandakunst in Berlin: "Kunst und Propaganda im Streit der Nationen 1930-1945"
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Verherrlichende Hitlerbilder und stalinistische "Beweihräucherungen" in ein und derselben Ausstellung mit US-Propagandabildern zur Unterstützung des "New Deal" Franklin Roosevelts in den 30er Jahren. Geht das?Bild 1 von 11 Ein erhobener Hammer in der Arbeiterfaust auf Plakaten - mal mit Hakenkreuz und mal mit der Freiheitsstatue und den Aufschriften "Arbeit siegt" beziehungsweise "Work to keep free!".Bild 2 von 11 Diesen heiklen Vergleich staatlicher "Auftragskunst" bietet die Ausstellung "Kunst und Propaganda im Streit der Nationen 1930-1945" im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Sie wird bis zum 29. April 2007 im I.M.Pei-Anbau gezeigt.Bild 3 von 11 Zu sehen sind rund 400 Werke aus Malerei, Architektur, Plastik sowie Fotografien, Plakate und Filme, die der Staats- und Kriegspropaganda dienten.Bild 4 von 11 Den totalitären Regimen Deutschland, Italien und der Sowjetunion zu jener Zeit werden die USA als freiheitlich-demokratischer Staat gegenübergestellt, wie Kurator Hans-Jörg Czech betont.Bild 5 von 11 Erst der Vergleich offenbare "das ganze menschenverachtende, größenwahnsinnige und kriegstreiberische Potenzial der offiziellen Ikonographie des NS-Regimes".Bild 6 von 11 Allerdings könne selbst aus heutiger Sicht eine "entfernte Verwandtschaft" der Kampagnen und politischen Selbstdarstellungsformen konstatiert werden, wie der Kulturwissenschaftler Wolfgang Schivelbusch 2005 aufzeigte.Bild 7 von 11 Kritiker merken zu dieser These allerdings auch an, dass die Reden von US-Präsident Roosevelt die amerikanische Wählerschaft äußerst effizient und auch intelligent umworben habe, während Hitlers Erlösungsrhetorik auf blindwütige Gefolgschaft abzielte.Bild 8 von 11 Es gehe darum, die Werke in ihrem Kontext zu begreifen, betont der Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums, Hans Ottomeyer. Es handele sich nicht um "Kunst um der Kunst willen, sondern um Propagandakunst".Bild 9 von 11 Die meisten Ausstellungsstücke stammen laut Czech aus ehemaligem NS-Reichsbesitz. Unter den Exponaten sei keine Raubkunst. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Museen und Sammlungen in den USA und Russland. Internationale Leihgaben stammen vor allem aus diesen beiden Ländern.Bild 10 von 11 Unter den Ausstellungsstücken sind viele in Europa noch nie gezeigte Objekte aus den Sammlungen der Wolfsonian Collections in Miami sowie Genua.Bild 11 von 11
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