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Begründer der Transzendentalen Meditation: Maharishi Mahesh Yogi ist tot

 
Maharishi Mahesh Yogi, der Begründer der Transzendentalen Meditation (TM) ist tot. Im yogischen Sinn ist Maharishi nicht gestorben, sondern lediglich seine Seele hat seinen Körper verlassen.

Maharishi Mahesh Yogi, der Begründer der Transzendentalen Meditation (TM) ist tot. Im yogischen Sinn ist Maharishi nicht gestorben, sondern lediglich seine Seele hat seinen Körper verlassen.

Der über 90-Jährige starb am 5. Februar 2008 in seinem Haus in Vlodrop, Niederlande, unweit der deutschen Grenze.

Sein Geburtsdatum ist nicht genau bekannt und wird auf den 12. Januar 1917 geschätzt. Ebenso unklar ist der Geburtsort Maharishis.

Der indische Gelehrte schaffte es, seine Meditationstechniken und seine Philosophie seit den 1950er Jahren weltweit zu verbreiten. Weltweit haben nach Angaben der TM-Organisation 5 Millionen Menschen die Transzendentale Meditation erlernt.

Besonders die Teilnahme der Beatles an Transzendentalen Meditationskursen in Indien 1968 machte Maharishi und seine Lehre bekannt.

Maharishi konnte in den 1960ern außerdem namhafte Größen wie die Popgruppe "The Beach Boys",...

... die Schauspielerin Mia Farrow,...

... den Schauspieler Clint Eastwood, ...

... und den Folk-Musiker Donovan für seine Sache gewinnen. Donovan ist bis heute ein Anhänger der Transzendentalen Meditation.

Er will zusammen mit dem Filmregisseur David Lynch eine Universität gründen, an der die Prinzipien der Transzendentalen Mediation seines Meisters Maharishi gelten sollen.

Mit TM soll nach Maharishi das "Transzendentale Bewusstsein" geweckt werden. Die Schauspieler Heather Graham und Stephen Collins demonstrieren die Technik anlässlich des Baubeginns des "Peace Palace" in Beverly Hills im Dezember 2003.

TM soll täglich zwei Mal je zwanzig Minuten praktiziert werden. Der Meditierende soll dabei bequem sitzend mit geschlossenen Augen innerlich ein Mantra wiederholen, riet Maharishi.

Welche Mantren genau ausgewählt werden, wird von der Organisation geheim gehalten. Ehemalige TM-Lehrer haben davon berichtet, dass es sich bei den Mantren um die Namen von Hindu-Gottheiten handeln soll,...

... die entsprechend Alter und Geschlecht der meditierenden Person ausgewählt werden. Konzentration und Kontemplation seien nach der Maharishi-Lehre nicht erforderlich.

Während der Meditation erfährt man, bei voller Wachheit, "Transzendentales Bewusstsein", ein Zustand ohne gedankliche Aktivität.

Maharishi betonte immer die Einzigartigkeit seiner Technik,...

...obwohl Grundelemente auch in anderen Meditationstechniken zu finden sind.

Beherrscht und praktiziert man TM regelmäßig, konsequent und diszipliniert, so kann man in Fortgeschrittenen-Programmen übernatürliche Fähigkeiten, so genannte TM-Sidhis bekommen ...

... und das yogische Fliegen erlernen. Dieses soll den Yogi letztendlich in die Lage versetzen, frei schweben zu können.

In der dritten und höchsten Stufe des yogischen Fliegens sollen mittels Gedankenkraft alle physikalischen Kräfte ausgeschaltet werden und der Körper ohne jegliche Anstrengung schweben.

Die Fähigkeit des Menschen, ohne Hilfsmittel zu schweben, wird Levitation genannt. Ein wissenschaftlicher Beweis konnte für dieses oft beschriebene Phänomen bisher nicht erbracht werden.

Lediglich die erste Stufe des yogischen Fliegens konnte bisher im Bild festgehalten werden. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um eine Art Hüpftechnik, die mit Muskelkraft erreicht wird.

Maharishi erklärte, sobald mehr als ein Prozent der Bevölkerung privat und Zuhause TM übe, gäbe es einen positiven Effekt für die gesamte Gesellschaft.

Medizinische, physische und soziale Effekte der TM sind wissenschaftlich vielfach untersucht worden und umstritten. Die Auswirkungen von TM sind sowohl positiv als auch negativ eingeordnet worden. Einige Studien sprechen sogar von völliger Wirkungslosigkeit.

In Deutschland werden hauptsächlich Ayurveda-Dienstleistungen und Produkte von TM-Organisationen und -Firmen angeboten und oftmals als Maharishi Ayurveda bezeichnet.

Die TM-Organisation ist seit den 1970er Jahren wiederkehrenden Vorwürfen ausgesetzt. So wurde sie als undemokratische Sekte bezeichnet, die eine Gefahr für Menschen mit labiler Persönlichkeitsstruktur darstellt. (Hauptsitz: Vlodrop/Niederlande)

Gerichtlich wehrte sich die internationale Organisation meist erfolgreich gegen solche Vorwürfe. Eine durch die Bundesregierung eingesetzte Kommission stellte 1998 fest, das die untersuchten 450 Gruppen "zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gefahr darstellen".

Nicht zuletzt wegen der Aufrufe zur Steuerhinterziehung, der hohen Preise für TM-Grundkurse und der Unklarheit über das tatsächliche Vermögen des Gurus bleibt das Ansehen der Organisation in der breiten Öffentlichkeit ambivalent.

Die internationale TM-Organisation hat sich im Jahr 2000 als "Globales Land des Weltfriedens" benannt.

Dieses grenzenlose Land hat sogar eine eigene Währung, den Raam. Dieser ist in den Niederlanden und in den USA bereits begrenzt im Umlauf. (1 Raam entspricht etwa 10 Euro)

Die Ziele der TM-Organisation sind hochgesteckt: Beseitigung der Armut in der Welt, Errichtung von 3.000 Friedenspalästen und die Erzeugung gesunder biologischer Nahrung gehören dazu.

"My Work is done." sagte Maharishi in seiner "Fairwell"-Ansprache am 11. Januar 2008 und gab damit seinen Rückzug vom Tagesgeschäft bekannt. Seine verbleibende Zeit wolle er für die Vervollständigung seiner Kommentare zum Veda nutzen.

Schon zu Lebzeiten wurde Maharishi von seinen Anhängern als großer Lehrer geehrt. Kurz nach seinem Tod wurde er sogar als Heiliger bezeichnet. (Bilder: AP, dpa, globalesland.de, wikipedia)

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