Virginia April 2007: Nach dem Amok ist vor dem Amok
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Fahnen auf Halbmast,...Bild 1 von 51 ...traurige,...Bild 2 von 51 ...ratlose und...Bild 3 von 51 ...verzweifelte Menschen.Bild 4 von 51 Blumen und Abschiedsbriefe werden abgelegt,...Bild 5 von 51 ...Kerzen angezündet,...Bild 6 von 51 ...Antworten gesucht.Bild 7 von 51 Ein Amokläufer hat an der Technischen Hochschule von Virginia 33 Menschen ermordet.Bild 8 von 51 Zuerst schießt er in einem Studentenheim um sich,...Bild 9 von 51 ...etwas später in einem Fakultätsgebäude. Zum Schluss richtet er sich selbst.Bild 10 von 51 "Das ist eine...Bild 11 von 51 ...Tragödie von monumentalen Ausmaßen", sagt der...Bild 12 von 51 ...Direktor der Hochschule.Bild 13 von 51 Die Nation sei erschüttert und in Trauer versetzt, sagt Präsident George W. Bush.Bild 14 von 51 Wieder mal, möchte man fast hinzufügen. Ein Bild aus dem Jahr 1999.Bild 15 von 51 Dylan Klebold, 17 Jahre alt, und...Bild 16 von 51 ...Eric Harris, 18 Jahre alt, verwandeln sich...Bild 17 von 51 ...in kaltblütige...Bild 18 von 51 ...Massenmörder und...Bild 19 von 51 ...richten an der Columbine High-School in Littleton 13 Menschen hin, verletzen 24 weitere.Bild 20 von 51 Auch sie töten sich am Ende selbst. Sie waren zwei Mitglieder der "Trenchcoat-Mafia". Leitgedanke: Nicht zur Masse gehören, zur amerikanischen Mainstream-Gesellschaft, zu den durchtrainierten Baseball-Jungs.Bild 21 von 51 In Deutschland weckt das jüngste Massaker Erinnerungen an den Amoklauf in Erfurt.Bild 22 von 51 Am 26. April 2002 hatte der damals 19-jährige Robert Steinhäuser an seiner ehemaligen Schule 14 Lehrer und zwei Schüler erschossen.Bild 23 von 51 Noch immer leiden viele der Schüler unter posttraumatischen Störungen, können...Bild 24 von 51 ...die Bilder nicht vergessen.Bild 25 von 51 Auch in Emsdetten gelingt das nicht.Bild 26 von 51 Im November schießt ein 18-Jähriger an der Geschwister-Scholl-Schule um sich. Sein Internet Name: ResistantX. Fünf Menschen werden verletzt.Bild 27 von 51 Amokläufe an Schulen sind kein Phänomen der letzten zehn Jahre. Vor allem nicht in den USA. In Texas tötet der...Bild 28 von 51 ...Architekturstudent Charles Whitman im August 1966 an der Universität von Texas 17 Menschen und verletzt 66 weitere. Sein Tatmotiv: dem Vater Schande machen.Bild 29 von 51 Die Täter hinterlassen Rätsel, die meisten Fragen können nicht geklärt werden.Bild 30 von 51 Hier hasserfülltes Gekritzel der Littleton-Täter.Bild 31 von 51 Wirr, brutal und voller Menschenverachtung. Experten sagen, hinter den Taten verbergen sich unbewältigte psychische Konflikte; Angst, Eifersucht, Scham oder Demütigung seien oft lange aufgestaut gewesen. Es entwickelten sich Rachegedanken.Bild 32 von 51 In Abschiedsbriefen wird das manchmal deutlich. "Wenn man weiß, dass man in seinem Leben nicht mehr glücklich werden kann, und sich von Tag zu Tag die Gründe dafür häufen, dann bleibt einem nichts anderes übrig als aus diesem Leben zu verschwinden."Bild 33 von 51 "Und dafür habe ich mich entschieden", hinterließ der Täter von Emsdetten auf seiner Homepage. Dazu: Hasstiraden auf die Schule, auf das System, die Gesellschaft.Bild 34 von 51 Andere Experten denken kürzer: Nach jeder Tat wiederholen sich stereotyp die Ideen, woran es gelegen haben könnte. So genannte "Killerspiele" geraten dann schnell ins Visier.Bild 35 von 51 Doch solche Erklärungen erscheinen sehr einfach, verdrängen jeglichen Grund, der in der Gesellschaft selbst liegen könnte.Bild 36 von 51 Ein Blick nach Amerika, auf eine der zahlreichen Waffenmessen. Eine Mutter mit ihren Kindern und einer Pistole. Normal? Ja, normal in den USA.Bild 37 von 51 Freiheit - mit der Waffe verteidigen. Eine Leitidee.Bild 38 von 51 Notfalls auch im eigenen Garten.Bild 39 von 51 Jährlich werden in den USA 350.000 Verbrechen mit Schusswaffen begangen, mehr als 11.000 Menschen werden getötet. Mordrate pro 100.000 Einwohner: 3,8 Prozent. Weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Länder.Bild 40 von 51 Insgesamt gibt es mehr als 200 Millionen Pistolen und Gewehre in US-Privatbesitz, das Arsenal wächst jährlich um weitere acht Millionen.Bild 41 von 51 Die Waffengesetze, nach Littleton "verschärft": Nur 1,6 Prozent aller Kaufgesuche wurden im Jahr 2005 abgelehnt.Bild 42 von 51 In Virginia, dem Ort des jüngsten Massakers, dürfen Waffen offen getragen werden. Es gilt das "Recht des Volkes, Waffen zu tragen".Bild 43 von 51 Bill Clinton ist nach Littleton ganz offensichtlich damit gescheitert, die Waffengesetze hinreichend zu verschärfen.Bild 44 von 51 George W. Bush versucht es gar nicht erst. Und wie...Bild 45 von 51 ...Vizepräsident Dick Cheney weiß er auch warum.Bild 46 von 51 Amerikanische Waffenträger sind organisiert in der NRA, der National Rifle Association. Ihr ehemaliger Vorsitzender: Schauspieler Charlton Heston. Der politische Einfluss ist groß, die Mitgliederzahl liegt bei 4,2 Millionen.Bild 47 von 51 Das sind 4,2 Millionen Wähler. Und: Die Waffenindustrie ist ein wirtschaftlicher Stützpfeiler, half den USA aus der großen Wirtschaftskrise.Bild 48 von 51 Wieder wird es Protest geben,...Bild 49 von 51 ...wieder wird die Anti-Waffen-Lobby Sturm laufen.Bild 50 von 51 Und wieder muss befürchtet werden, dass nach dem Amoklauf vor dem Amoklauf ist. (Alle Bilder: dpa, AP / Text: Jochen Müter)Bild 51 von 51