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Bilderserie: "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum ..."

 
Bilderserie: "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum ..."

Wir können uns dem nicht entziehen: dem Duft nach Glühwein und Lebkuchen. Aus allen Ecken schreit es uns entgegen: Weihnachten ist (fast) da!

Dieses Duo ist dabei unverzichtbar: der dicke rote Mann mit weißem Rauschebart und ...

... der Weihnachtsbaum.

Weltweit ist der festlich geschmückte Baum ein Symbol für das Christfest.

Mit über 25 Millionen mehr oder weniger geschmückten Exemplaren werden die Deutschen auch dieses Jahr wieder ihre Stuben erhellen.

Die meisten der immergrünen Gesellen stammen aus heimischen Anbaugebieten im Sauerland und in Schleswig-Holstein sowie aus Dänemark.

Der Deutschen liebster Baum ist die vom finnischen Biologen Alexander von Nordmann im 19. Jahrhundert gezüchtete Nordmanntanne.

Ihre Äste sind gleichmäßig, ihre Nadeln weich und saftig grün.

10 Jahre braucht eine Nordmanntanne, um die deutsche Standardgröße von 1,80 bis zwei Meter zu erreichen.

Wie der perfekte Baum auszusehen hat, ist regional verschieden: Der Hamburger will einen ganz dichten ...

... der Bayer braucht Platz zwischen den Ästen, um Gebäck, Äpfel und Kugeln anzuhängen.

Beim diesjährigen Rekordpreis von 18 bis 20 Euro pro Baum-Meter kaufen die Leute lieber kleinere Bäume.

Ihre Vorteile liegen auf der Hand: günstiger und einfacher im Transport und beim Schmücken.

Vor allem ältere Menschen bevorzugen die handliche Tischtanne. Zudem gibt es einen Trend zum Zweitbaum für Balkon und Terrasse, ...

... fürs Aquarium und ...

... für alle anderen Lieblingsplätze.

Fichten und Blaufichten sind deutlich günstiger als die Nordmanntanne, nadeln jedoch in den warmen Wohnungen schneller.

Europaweit herrscht ein Baum-Mangel. Auch Dänemark, das vergangenes Jahr 5,5 Millionen Tannen nach Deutschland exportierte, kann die deutsche Nachfrage nicht befriedigen.

Statt in den Urlaub zu fahren, kaufen die Leute nämlich lieber Weihnachtsbäume.

Bis zu drei Millionen Nordmanntannen fehlen dieses Jahr in Europa.

Selbst in nichtchristlichen Ländern wie China ...

... und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind die Leute plötzlich ...

... wie verrückt auf den Tannenbaum.

Der Ursprung des Christbaumes ist nicht eindeutig festzumachen, Bräuche verschiedener Kulturen bestimmten seine Entwicklung.

So glaubte man, sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man es mit immergrünen Pflanzen schmückt. Bereits die Römer dekorierten zum Jahreswechsel ihre Heime mit Lorbeerzweigen.

Die Sitte, geschmückte Nadelbäume aufzustellen, wurde zuerst im Elsass, in Baden und in der Rheinpfalz bezeugt. Erste Quellen aus Straßburg stammen aus dem Jahr 1605.

Rosen aus farbigem Papier, Äpfel und Naschwerk haben die ersten Christbäume geziert. Heutzutage ist der Baumschmuck ein wenig vielfältiger und ...

... origineller.

Im 19. Jahrhundert wurde der Christbaum nach ganz Europa, Nordamerika und in die Welt getragen.

Zwar kritisierte die katholische Kirche den Brauch als "heidnische Verfehlung" und ging gegen das Fällen von Tannenbäumen auf ihren Ländereien zur Weihnachtszeit vor, doch aufhalten konnte sie dessen Ausbreitung nicht.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem der geschmückte Baum in evangelischen Kreisen zum festen Weihnachtssymbol geworden war, akzeptierte sie ihn schließlich und vereinnahmte ihn gleich als "Christbaum" für sich.

Und der Baum setzte seinen Siegeszug durch deutsche Wohnzimmer und Fernsehsendungen fort.

"O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter! Du grünst nicht nur zur Sommerszeit. Nein, auch im Winter, wenn es schneit", huldigte 1824 der Leipziger Pädagoge Ernst Anschütz (1780-1861) dem Tannenbaum.

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