Die puptrockene Zeit ist endlich vorbei, es darf wieder gespült und gespuckt werden.Bild 1 von 52 | Foto: dpa200 Jahre Oktoberfest ...Bild 2 von 52 | Foto: dpa- was will der Mensch mehr?Bild 3 von 52 | Foto: AP"Ozapft is" lautet jedes Jahr der Schlüsselsatz Schlag 12 mittags, den der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude ruft, und damit die Fässer zum Laufen bringt.Bild 4 von 52 | Foto: REUTERSWie schafft der Mann das nur? Zwei Schläge, höchstens drei, und nie geht viel daneben.Bild 5 von 52 | Foto: REUTERSDie magische Zahl der Schläge zur Eröffnung des Oktoberfestes ist bei der live übertragenen Veranstaltung ein wichtiges Kriterium für das Ansehen des OB (mit Ehefrau Edith Welser-Ude).Bild 6 von 52 | Foto: dpaUde (l, mit CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer) ist Rekordhalter: 2005 schaffte es der SPD-Politiker als erster Oberbürgermeister, den Zapfhahn mit nur zwei Schlägen in das Fass zu bringen.Bild 7 von 52 | Foto: dpaIn diesem Jahr erwartet die Festleitung einen noch größeren Ansturm als bisher: ...Bild 8 von 52 | Foto: AP... Wiesnchefin Gabriele Weishäupl rechnet damit, dass bis zum 4. Oktober 2010 noch mehr als die üblichen sechs Millionen Besucher kommen.Bild 9 von 52 | Foto: dpaAngefangen hat alles vor genau 200 Jahren. 1810 ließen die Wittelsbacher zum Abschluss der Hochzeitsfeier des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen bei einem Pferderennen das Volk sozusagen mitfeiern, praktisch die "Ur-Wiesn".Bild 10 von 52 | Foto: dpaDaran erinnert in diesem Jahr die einen Tag vor dem Beginn des regulären Oktoberfests eröffnete historische Wiesn (Christin Berger und Markus Huttner sind das offizielle Prinzenpaar).Bild 11 von 52 | Foto: dpaDas Fest sollte nach der Erhebung Bayerns zum Königreich das Gemeinschaftsgefühl fördern.Bild 12 von 52 | Foto: REUTERSAuch aktuell kommt jede Menge Gemeinschaftsgefühl auf, wenn in den stets überfüllten Bierzelten die Maß schon mal einen anderen Weg nimmt als allgemein üblich.Bild 13 von 52 | Foto: APDas 200. Jubiläum des urbayerischen Ereignisses kommt verschärft daher: Erstmals im Leben eines Wiesn-Besuchers gilt in den überdachten Begegnungsstätten zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls absolutes Rauchverbot.Bild 14 von 52 | Foto: dpaOffiziell.Bild 15 von 52 | Foto: dpaInoffiziell wollen Stadt und Wirte Gnade vor Recht ergehen lassen und das Paffen nicht ahnden, denn die Wiesn ist schließlich ein Vergnügungs- und kein Reha-Zentrum.Bild 16 von 52 | Foto: dpaDas gilt zumindest bei der Jubiläums-Wiesn. 2011 dann soll auch in den Bierzelten "geahndet" werden.Bild 17 von 52 | Foto: dpaObwohl: Es bleibt das Ende der Wiesn 2010 abzuwarten, um zu sehen, ob ein rauchfreies Münchner Oktoberfest die bessere Entscheidung ist.Bild 18 von 52 | Foto: dpaDenn: Zigarettenqualm hat durchaus "positive" Eigenschaften. Er überdeckt mit seinen wabernden Schwaden großzügig und nachhaltig andere unangenehme Gerüche.Bild 19 von 52 | Foto: APAusgerechnet beim 200-jährigen Bestehen könnte der "Duft" von Schweiß, verschüttetem Bier, Speiseresten und "Häusln" die Feierfreude verderben - weil kein Rauch mehr den Mief auf dem größten Volksfest der Welt überdeckt.Bild 20 von 52 | Foto: dpaNun kommen vor allem die Ausdünstungen tausender Gäste dazu - 7000 Menschen fasst das Hofbräuzelt als größte Bierhalle. Diskotheken haben schon einschlägige Erfahrungen mit derartigen Gerüchen gemacht.Bild 21 von 52 | Foto: dpaDie Wirte wollen auf jeden Fall besser lüften. Für weitere Maßnahmen wollen sie erst einmal abwarten. "Es sieht ja blöd aus, wenn wir den Leuten sagen: Bevor Ihr auf die Wiesn geht, waschts Euch", fasst Wirtesprecher Toni Roiderer das Problem zusammen.Bild 22 von 52 | Foto: dpaSein Hacker-Festzelt ("Himmel der Bayern") hat ein Cabriodach. Damit es nicht zum Himmel stinkt, kann das Dach geöffnet werden, um frische Luft ins Zelt lassen.Bild 23 von 52 | Foto: dpaEs geht auch um Wasser und Bier, das durch die Planken des Zeltbodens gelaufen ist, oder herabgefallene Speisereste, die dort nicht entfernt werden können. Da bildet sich dann ein schöner Faulschlamm, der den Gestank verursacht.Bild 24 von 52 | Foto: dpaEinige Wirte wollen dagegen mit Bakterien zu Felde ziehen. Das Mittel stammt von einer Firma für Reinigungssysteme, die unter anderem auch Maßkrug-Spülmaschinen anbietet.Bild 25 von 52 | Foto: dpaWirtesprecher Toni Roiderer (nicht im Bild) tröstet die nach einer Lulle lechzenden Raucher:Bild 26 von 52 | Foto: dpa"Esst und trinkt mehr, dann braucht's nicht rauchen."Bild 27 von 52 | Foto: dpaEgal, ob's so oder anders stinkt:Bild 28 von 52 | Foto: dpaEin richtiger Wiesn-Fan ist hart im Nehmen.Bild 29 von 52 | Foto: dpaDen hauen so schnell weder die eigenen Gerüche noch die des Nachbarn um.Bild 30 von 52 | Foto: dpaManchen ist es auch völlig egal, wie schlecht die Luft ist, die riechen eh' nichts mehr.Bild 31 von 52 | Foto: dpaDamit jeder weiß, wo er hingehört, hier ein Überblick, wo wer hingeht:Bild 32 von 52 | Foto: dpaPromis ...Bild 33 von 52 | Foto: dpa... und sogenannte Adabeis (Auch-dabei-sein): "Hippodrom" und "Käfer-Zelt";Bild 34 von 52 | Foto: dpaJunggebliebene: "Schottenhamel" und "Himmel der Bayern";Bild 35 von 52 | Foto: REUTERSReifere: "Fischer Vroni" und "Bräurosl" (letztere am 19.9. schwul);Bild 36 von 52 | Foto: REUTERSTouristen: "Hofbräu";Bild 37 von 52 | Foto: dpaEchte Münchner und Bayern: "Armbrustschützenzelt", "Schützenfestzelt", "Augustiner" und "Ochsenbraterei";Bild 38 von 52 | Foto: REUTERSJeder: "Winzerer Fähndl" und "Löwenbräu-Festhalle";Bild 39 von 52 | Foto: dpaBiermuffel: Das "Weinzelt".Bild 40 von 52 | Foto: dpaNa denn: Wohl bekomm's ...Bild 41 von 52 | Foto: dpa... und ein Prosit auf die bayerische Gemütlichkeit!Bild 42 von 52 | Foto: dapdÜbrigens: Der Eröffnungstag war noch nicht vorbei, da nahm die Polizei schon die ersten Maßkrugschläger fest.Bild 43 von 52 | Foto: APDrei Schlägereien mit den massiven Trinkgefäßen wurden am ersten Tag "aktenkundig".Bild 44 von 52 | Foto: dpaAußerdem wurden vier Taschendiebe erwischt.Bild 45 von 52 | Foto: APDie polizeiliche Bilanz des Eröffnungstages: Insgesamt acht Festnahmen und vier Verletzte.Bild 46 von 52 | Foto: dpaMaßkrugschlägereien gelten auf der Wiesn als "praktisch unvermeidlich" - deshalb haben die Krüge eine Sollbruchstelle am Henkel, um noch schlimmere Verletzungen zu verhindern.Bild 47 von 52 | Foto: dpaWie die Maß gehört das Hendl zur Wiesn.Bild 48 von 52 | Foto: dpaDie wohl ältesten "gut erhaltenen" abgenagten Knochen gibt es zum 200. Wiesn-Jahrestag im Münchner Stadtmuseum zu "bewundern.Bild 49 von 52 | Foto: dpaDer historische Müll soll 100 Jahre alt sein und aus der damaligen Abfallgrube der Kochel-Bude von Festwirt August Trefler stammen.Bild 50 von 52 | Foto: dapdIn der Abfallgrube fanden sich auch die Scherben mehrerer Bierkrüge mit dem Schriftzug "Kochelbräu".Bild 51 von 52 | Foto: dpaHeute werden auf der Wiesn jährlich rund eine halbe Million Hendl gegessen, Knochen und Maßkrugscherben werden allerdings nicht mehr vergraben, sondern getrennt, entsorgt - oder halt verwertet.Bild 52 von 52 | Foto: dpa