Die jüngsten Stürme im Januar 2007 haben der Nordsee-Insel Sylt schwer zugesetzt.Bild 1 von 31 An der Südspitze beträgt der Landverlust nach Orkan "Fritz" und dem stürmischen Wochenende 30 bis 50 Meter, schätzt der Vorsitzende des Landschaftszweckverbandes Sylt, Helge Jansen.Bild 2 von 31 In Kampen brechen die Nordseewellen bereits Stücke aus dem Kliff, dem alten Kern der Insel.Bild 3 von 31 Zwischen Westerland und Wenningstedt greift das Meer die Vordünen an.Bild 4 von 31 Vielerorts ist der künstlich zum Schutz der Insel aufgespülte Strand völlig abgetragen.Bild 5 von 31 Allein am Wochenende (13./14. Januar) seien 100.000 Kubikmeter Sand verloren gegangen, schätzt Jansen. "Unser Problem ist, dass wir permanent Sturm haben."Bild 6 von 31 Gegen den Sturm kämpfen die Sylter bereits seit Jahrhunderten.Bild 7 von 31 Im 19. Jahrhundert versuchte man es - wie an vielen Stränden an Nord- und Ostsee - mit so genannten Holzpfahlbuhnen.Bild 8 von 31 Die Holzbuhnen wurden später durch Metall- und Stahlbetonbuhnen ersetzt.Bild 9 von 31 Der Aufwand brachte jedoch nicht viel, ...Bild 10 von 31 ... sondern war an einigen Stellen sogar kontraproduktiv, ...Bild 11 von 31 ... da durch die Buhnen ein Neerstrom erzeugt wurde, ...Bild 12 von 31 ... der auf der windabgewandten Seite für die so genannte Lee-Erosion sorgte.Bild 13 von 31 Nichts verstanden? Das hatten die Strömungsforscher auch nicht.Bild 14 von 31 Denn das Problem wiederholte sich. In den 1960er Jahren setzte Sylt auf die in Frankreich entwickelten ...Bild 15 von 31 ... Tetrapoden.Bild 16 von 31 Sie sollten bei Sturmfluten als Wellenbrecher dienen.Bild 17 von 31 Auch diese Maßnahme erwies sich als wenig geeignet, um den Landverlust zu stoppen.Bild 18 von 31 Die Tetrapoden brachen zwar die Wellen, sorgten aber nicht dafür, dass neuer Sand sich ablagerte.Bild 19 von 31 Häufig wurden die bis zu sechs Tonnen schweren Betonteile unterspült und versanken im Sand.Bild 20 von 31 Im Süden der Insel finden sich noch heute größere Ansammlungen von Tetrapoden.Bild 21 von 31 Vor allem dort sorgten sie - wie bereits die Buhnen - dafür, dass Sand weggespült wurde.Bild 22 von 31 Bislang hilft gegen den Landverlust nur eines: Sand wird künstlich vor die Küsten gespült. Dies geschieht seit den 1980er Jahren.Bild 23 von 31 Die Arbeit ist aufwändig: An den Stränden verteilen Bagger und Bulldozer Sand, der von Saugbaggerschiffen - so genannten Hobber-Baggern - vor die Küsten gepumpt wird.Bild 24 von 31 Die Hopper-Bagger saugen den Sand vom Meeresboden und bringen ihn über eine Rohrleitung an den Strand.Bild 25 von 31 Sisyphos lässt grüßen: Bei der nächsten Sturmflut wird der Sand wieder abgetragen. Die Idee dahinter ist, dass nur der künstlich angespülte Sand abgetragen wird und die natürliche Küstenlinie erhalten bleibt.Bild 26 von 31 2006 wurden 1,2 Millionen Kubikmeter Sand künstlich aufgespült.Bild 27 von 31 Das ist nicht billig. Jährlich werden rund fünf Millionen Euro dafür ausgegeben, für 2007 versprach Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (links) zusätzlich 14 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre. Insgesamt sollen für den Erhalt der Insel bereits 100 Millionen Euro ausgegeben worden sein.Bild 28 von 31 Der Kampf gegen das Wasser ist voller Rückschläge. Haus Kliffende war einst 50 Meter von der Küste entfernt, ...Bild 29 von 31 ... nach einem Sturm 1999, bei dem auch dieses Haus zerstört wurde, ...Bild 30 von 31 ... stand es plötzlich fast in der Nordsee.Bild 31 von 31