Das Heißeste bei so einem Heavy-Metal-Festival sind natürlich die Heavy-Metal-Bräute.Bild 1 von 87 Nach Wacken kommen ganz harte Mädchen im schwarzen Ledertop, ....Bild 2 von 87 ... böse Metallerinnen strecken provokant die Zunge heraus, ...Bild 3 von 87 ... die konventionelleren tragen zur Feier des Tages den traditionellen Heavy-Metal-Rock, ...Bild 4 von 87 ... und dann gibt es noch vereinzelte Sonderlinge, die rot-karierte Gymnastik-Anzüge mit Badeshorts kombinieren.Bild 5 von 87 Das sieht zwar alles ganz toll aus, aber darum geht es eigentlich nicht. Im Vordergrund steht - ja, richtig -:Bild 6 von 87 Zechen bis zum Umfallen!Bild 7 von 87 Natürlich kommen auch ein paar Fans ...Bild 8 von 87 ... wegen der Musik, aber das sind - …Bild 9 von 87 … wieder richtig - natürlich die Sonderlinge.Bild 10 von 87 Wer die norddeutsche Mentalität versteht und sich mit der Kultursprache Schleswig-Holsteins auskennt, der weiß, dass Trinkorgien in alter Wikinger-Tradition ...Bild 11 von 87 | Foto: dpa... noch heute zu einem gelungenen friesischen Volksfest gehören wie Elektro-Gitarren zu Hartmetallern.Bild 12 von 87 Das "Kultur-Phänomen" hat bundesweit Karriere gemacht und nennt sich neudeutsch Flatrate- oder Komasaufen. Auf Norddeutsch dagegen heißt es schon seit Anfang der 80er Jahre "Schädeln" oder auch "Abschädeln".Bild 13 von 87 Den Organisatoren in Wacken war das natürlich schon zur Premierenveranstaltung im Jahr ...Bild 14 von 87 | Foto: dpa... 1990 klar, deshalb wählten Sie auch ein Festival-Logo, das alle Fragen für die Ewigkeit beantwortet.Bild 15 von 87 | Foto: dpaFestzuhalten bleibt aber, dass die Headbanger-Gemeinde ihren kulturellen Jahreshöhepunkt friedlich ...Bild 16 von 87 .... und manchmal sogar in Liebe gefeiert hat, ....Bild 17 von 87 | Foto: dpa... trotz des vielen Alkohols ...Bild 18 von 87 | Foto: dpa... und trotz der vielen Zwangslagen:Bild 19 von 87 Alles begann nämlich damit, dass einige Festival-Fans richtig stinkig wurden, als das Toiletten-Problem akut zu werden drohte.Bild 20 von 87 Der Toiletten-Aufsteller hatte auf einigen, besonders durchgeweichten norddeutschen Viehweiden offenbar Schwierigkeiten, seine Erleichterungskabinen fachgerecht aufzubauen.Bild 21 von 87 Das sprach sich schnell auf den betroffenen Camping-Plätzen herum und sorgte für Unmut.Bild 22 von 87 Einige Vertreter der Heavy-Metal-Subkultur ließen ihrem Frust einfach freien Lauf. Andere, die dem Druck auch nicht mehr gewachsen waren, ließen Dampf ab.Bild 23 von 87 "WC-Skandal in Wacken - viel zu wenig Dixi-Kacken", skandierte eine kleine Gruppe über den sonst friedlich ruhenden Platz.Bild 24 von 87 Dabei wollten die Organisatoren aus dem "W"-Örtchen unbedingt Probleme mit dem "K"-Wörtchen vermeiden, ...Bild 25 von 87 ... weil die öffentliche Wahrnehmung des Festivals ...Bild 26 von 87 .... unter diesem allzu nahe liegenden, primitiven Wortspiel leiden könnte, so die hellsichtige Vermutung der Festival-Leitung.Bild 27 von 87 Um den ganzen Ärger verstehen zu können, muss man wissen, dass die mobilen Klos unter Experten und eingefleischten Konzert-Besuchern inzwischen als stilbildend für Rock-Ereignisse gelten.Bild 28 von 87 Den Klos ist es zu verdanken, dass der in trauriger Abgeschiedenheit vollzogene Toilettengang von einst aus der Einsamkeit befreit wurde und zu einer Art sozialem Happening werden konnte - ...Bild 29 von 87 ... zu einem eigenen Festival im Festival - ganz in Plastik.Bild 30 von 87 Wacken-Ingo, dem Toilettenbeauftragten für die Metalheadz, war das natürlich klar. Deshalb stellte er auch am Festivalfreitag folgendes Posting auf die offizielle Homepage:Bild 31 von 87 "Die Aktion 'Meine Toilette' ist heute morgen angelaufen….Wir sind dabei, … können aber zur Zeit nicht garantieren, dass an jeden Standort eine Toiletten rechtzeitig geliefert wird", grüßte das "SANI-TEAM"; und …Bild 32 von 87 … schon waren wieder alle beruhigt und genossen erleichtert und in vollen Zügen die Heavy-Metal-Ferien auf dem Bauernhof. Die ganze Rasselbande spielte im Heu Fangen und Verstecken.Bild 33 von 87 Der Festival-Spaß konnte weitergehen, die gute Laune war gerettet.Bild 34 von 87 Aber ein echter Metalhead muss nach so einer Aufregung natürlich erst mal ein Bier trinken.Bild 35 von 87 Und wenn die Klos endlich in Reih und Glied stehen, dürfen es auch gern ein paar mehr sein.Bild 36 von 87 Schließlich braucht man Mut und Kraft für die nächste Runde "Crowdsurfen".Bild 37 von 87 Allerdings darf man ....Bild 38 von 87 ... nicht zu betrunken sein, ....Bild 39 von 87 | Foto: dpa... sonst fällt man hinter die Absperrung, und wenn man zu wenig anhat, ....Bild 40 von 87 .... holt man sich am Ende noch einen Schnupfen.Bild 41 von 87 | Foto: dpaKeine Angst - alles nur Show. Wie bei jedem Festival geht es auch in Wacken nur um zwei zentrale Dinge:Bild 42 von 87 Sehen und ...Bild 43 von 87 ... gesehen ...Bild 44 von 87 .... werden - selbst wenn das alles nur ....Bild 45 von 87 ... beim Einkaufen passiert.Bild 46 von 87 Der Edeka-Markt in Wacken ist übrigens genau so, wie es sich für einen Edeka-Markt in der Provinz gehört.Bild 47 von 87 Aber wenn die Headbanger kommen, wird das Sortiment in den Regalen den Bedürfnissen der Metall-Branche angepasst.Bild 48 von 87 Überflüssiger Tand und Konsumblendwerk weichen Konservendosen, Zigaretten und Bierflaschen. Hier wartet der Hartmetaller ...Bild 49 von 87 ...gern und ausdauernd, schließlich weiß er, ....Bild 50 von 87 ... dass die Rückfahrt in die Dixi-Oase schneller hinter ihm liegt, als ihm lieb ist.Bild 51 von 87 Die Einheimischen haben sich im Laufe der Jahre ...Bild 52 von 87 .... an die Heavy-Metal-Gemeinde ...Bild 53 von 87 ... und auch an die Sonderlinge gewöhnt.Bild 54 von 87 Man lebt für ein paar Tage in friedlicher Koexistenz und schließt das eine oder andere erfolgreiche Geschäft ab.Bild 55 von 87 Inzwischen weiß das ganze Dorf, dass die Festival-Gänger keinen Muskelkrampf ...Bild 56 von 87 .... in den Faustschlusshelfern haben, sondern einfach nur so freundlich grüßen, wie sie können.Bild 57 von 87 | Foto: dpaGelassenheit hat sich breit gemacht, weil alle eingeweiht sind ...Bild 58 von 87 | Foto: dpa... und weil inzwischen jeder die unkomplizierten Festival-Mechanismen durchschaut.Bild 59 von 87 Wer von bis zu 70.000 enthusiastisch ...Bild 60 von 87 | Foto: dpa... feiernden Fans auf der ...Bild 61 von 87 | Foto: dpa... Bühne nach vorne gepeitscht wird, ...Bild 62 von 87 .... kann dem Metal-Feuer einfach nicht widerstehen.Bild 63 von 87 Die Stars der Szene wissen das natürlich, aber Frischlinge und ...Bild 64 von 87 ... eher biedere, ländesväterliche Typen erliegen im Handumdrehen dem Charme des Metal-Grußes und werden in Wacken, wenn ....Bild 65 von 87 ... nur die Atmosphäre stimmt, ....Bild 66 von 87 ... zu kampftrinkenden Hardrockern (Archivbilder).Bild 67 von 87 Dann fühlen sie sich stark , ...Bild 68 von 87 ... posieren als gäb's kein Morgen und ...Bild 69 von 87 ... nehmen großzügig ...Bild 70 von 87 | Foto: dpa... die Huldigungen der Fans entgegen.Bild 71 von 87 Laut "Zeit" ist Wacken in diesen Stunden "das am härtesten gerockte Dorf der Welt".Bild 72 von 87 Dabei ist das W:O:A (Wacken Open Air) eigentlich ein Festival wie jedes andere.Bild 73 von 87 Wenn diese laute Musik nicht wäre, ....Bild 74 von 87 ... wenn man das viele Leder gegen adrett geschnittene Maßanzüge tauschen würde ...Bild 75 von 87 ... und alle ...Bild 76 von 87 ... - naja, fast alle - ....Bild 77 von 87 | Foto: dpa.... mal zum Friseur schicken könnte, dann wäre Wacken wie ein Zeltlager für Konfirmanden ...Bild 78 von 87 | Foto: dpa... und niemand würde hier fotografieren, ...Bild 79 von 87 | Foto: dpa... geschweige denn einen Film darüber drehen (Archivbild).Bild 80 von 87 Trotzdem gibt es natürlich auch Miesmacher:Bild 81 von 87 Übereifrige Vertreter anderer jugendlicher Subkulturen behaupten nämlich steif und fest: "Nur Spacken fah'n nach Wacken!"Bild 82 von 87 Niemand kann genau sagen, was damit gemeint ist, aber es handelt sich bei dieser kurzen Festival-Fremdanalyse um kein Kompliment - ...Bild 83 von 87 ... weder für die Veranstalter noch für die Besucher ...Bild 84 von 87 ... oder die Stars der Szene.Bild 85 von 87 Doch Kritik kommt auch aus den eigenen Reihen: Die Lautesten, also Manowar, waren nicht da, so einer der Vorwürfe, ...Bild 86 von 87 ... und die angeblich Besten auch nicht. (Abgebildet ist die Stil-Ikone und Urmutter aller ehrgeizigen, jungen, karrierebewussten Heavy-Metal-Bräute.)Bild 87 von 87