Erdriss nach Bohrung: Schlamm-Katastrophe auf Java
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Eine heiße und stinkende Schlamm- und Schlickmasse hat nahe der indonesischen Stadt Surabaya auf der Insel Java bereits mehrere Dörfer verschluckt und Tausende Menschen in die Flucht getrieben.Bild 1 von 31 Als Verursacher gilt die Firma Lapindo Brantas. Sie ist Bestandteil des Konzerns PT Energi Mega Persada, der zum Teil der Familie des indonesischen Sozialministers Aburizal Bakrie gehört.Bild 2 von 31 Die Firma hatte im Mai in der Nähe der Ortschaft Sidoarjo nach Gas gebohrt. Dabei entstand vermutlich in mehreren tausend Metern Tiefe ein Erdriss.Bild 3 von 31 Bakrie hat endlich Verantwortung für das Desaster übernommen. Die Regierung in Jakarta erklärte das Gebiet erst im August zur Katastrophenzone.Bild 4 von 31 Luftbilder zeigen das verheerende Ausmaß der Umweltkatastrophe.Bild 5 von 31 Viele Gegenden sind nur noch mit Booten zu erreichen. Tausende von Häusern, Felder und Straßen sind unter dem Schlamm begraben worden.Bild 6 von 31 Viele Menschen konnten sich erst in letzter Sekunde retten.Bild 7 von 31 Sie verloren ihr Hab und Gut. Umfassende staatliche Hilfe ist nicht zu erwarten.Bild 8 von 31 Dieser Mann sammelt am Fluss Porong tote Fische auf. Der Schlamm dringt - durch vulkanische Kräfte gespeist - an die Erdoberfläche.Bild 9 von 31 "Die Jagd nach Öl- und Gasreserven wird immer risikoreicher", sagt Greenpeace-Geologin Gabriela von Goerne.Bild 10 von 31 "Was in Indonesien geschehen ist, kommt dem Versuch gleich, mit einer Nadel in einen Luftballon zu stechen und zu hoffen, dass der nicht platzt."Bild 11 von 31 Diese Menschen hatten Glück im Unglück.Bild 12 von 31 Hier evakuieren Rettungskräfte einen Jungen aus einem verschütteten Haus.Bild 13 von 31 Andere Menschen hatten nicht so viel Glück.Bild 14 von 31 Es werden noch mehr Opfer der Gasexplosion vermutet.Bild 15 von 31 Ihre Bergung erweist sich als schwierig, weil noch immer heißer Schlamm aus dem ehemaligen Bohrloch fließt.Bild 16 von 31 Aktuelle Greenpeace-Analysen des Schlamms haben ergeben, dass die Masse zwar nicht giftig ist, aber die Mengen das Überleben in der Region gefährden.Bild 17 von 31 Der Kampf gegen die Schlammmassen ist fast aussichtslos. Es wurden Dämme und Deiche gebaut. Doch hält jede Barriere der Schlammwalze nur für kurze Zeit stand.Bild 18 von 31 Zudem drohen die Dämme durch den einsetzenden Monsunregen aufzuweichen und zu brechen.Bild 19 von 31 Wie lange noch heißer Schlamm aus dem ehemaligen Bohrloch fließen wird, ist völlig unklar. Nach Schätzungen von Geologen kann der Ausstoß vier bis 14 Jahre lang anhalten.Bild 20 von 31 Dementsprechend haben die Menschen in dieser Region keine Zukunft mehr.Bild 21 von 31 "Nichts wie weg" ist für viele die Devise. "Wenn es hier nicht sicher ist, ziehen wir weiter, ich weiß bloß nicht, wohin", sagte ein Bauer.Bild 22 von 31 Lapindo Brantas hat den Betroffenen eine monatliche Zahlung von lächerlichen 300.000 Rupiah (25,05 Euro) in Aussicht gestellt.Bild 23 von 31 Rückstellungen von 6,9 Milliarden Rupiah für landwirtschaftliche Ausfälle in den kommenden Jahren wurden gebildet.Bild 24 von 31 Die Menschen sind wütend. Diese Hilfe ist völlig unzureichend.Bild 25 von 31 Zahlreiche Kleinfirmen haben im Porong-Distrikt schon dicht gemacht, weil ihre Produktionsstätten im Schlamm versanken.Bild 26 von 31 In der unwirklichen Mondlandschaft ist kein Lebenszeichen mehr zu entdecken.Bild 27 von 31 Hier und da ragen noch Baumäste aus der Schlammwüste. Ab und zu entdeckt man ein Dach, das bis zum First versunken ist.Bild 28 von 31 In dem Katastrophengebiet herrscht Schwefelgestank. Viele Menschen klagen über Ausschlag und Kopfschmerzen.Bild 29 von 31 Noch ist unklar, ob der Schlammstrom überhaupt gestoppt werden kann.Bild 30 von 31 Noch hat kein Geologe das Phänomen erklären oder einen Plan vorlegen können, um den Riss in der Erde zu stopfen.Bild 31 von 31