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Die Gesamtansicht auf den Petersplatz vom Dom aus. Hier findet die Totenmesse für Papst Johannes Paul II. statt. Etwa 300.000 Pilger sowie etwa 200 Staatsoberhäupter versammeln sich, um dem verstorbenen Papst die letzte Ehre zu erweisen.
Milliarden von Menschen verfolgen die Trauerfeier an den Fernsehschirmen.
Bereits in der Nacht zuvor waren hunderttausende Menschen in Richtung Petersplatz geströmt, um bei der Beerdigung dabei zu sein.
Unter den Trauergästen, die sich dort versammeln, sind rund 200 Staatsgäste - darunter US-Präsident George W. Bush, UN-Generalsekretär Kofi Annan, Bundespräsident Horst Köhler, Kanzler Gerhard Schröder und zahlreiche andere Staats- und Regierungschefs, gekrönte Häupter sowie Vertreter anderer Kirchen.
Vor Beginn der Messe: Joschka Fischer, Gerhard Schröder, Wolfgang Thierse und Horst Köhler.
Um an der Trauerfeier teilnehmen zu können, hatte Prinz Charles seine Hochzeit mit Camilla verschoben.
Der Zypressenholzsarg mit dem Leichnam von Johannes Paul II. wird - begleitet von Chorgesang - auf den Schultern von zwölf Trägern durch das Haupttor des Petersdoms auf den Platz getragen, dann wird er auf einem Teppich vor dem Altar abgestellt.
Der Leichnam des Papstes war zweieinhalb Stunden vor Beginn der Messe entsprechend der Regularien des Vatikans im Petersdom in den Zypressensarg gelegt worden. Sein Gesicht wird mit einem Seidentuch verhüllt, auf seiner Brust liegt die Mitra.
Der erste, einfache Sarg aus Zypressenholz wird nach der Messe in zwei weitere Särge aus Zink beziehungsweise Eiche gelegt.
Während der Messe liegt das Evangelium auf dem Sarg. Durch die Seiten der Heiligen Schrift streicht zu Beginn des Gottesdienstes der Wind - später ist das Buch geschlossen.
Der schlichte Sarg trägt in Anlehnung an das Wappen des Papstes neben einem Kreuz ein "M" für Maria.
In rote Messgewänder gekleidet ziehen die Kardinäle ein.
Sie ziehen am Sarg von Johannes Paul vorbei, um Platz zu nehmen.
Es ist sehr windig auf dem Petersplatz.
Eine kräftige Böhe erfasst die Kardinäle.
Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger, der Dekan des Kardinalskollegiums, der die Trauermesse leitet, eröffnet den Gottesdienst mit den Worten "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" in lateinischer Sprache. Es folgt das "Mea Culpa", das Schuldbekenntnis der Gläubigen.
Ratzinger segnet den Sarg. "Heute bestatten wir seine sterblichen Überreste in der Erde als Keim der Unsterblichkeit", sagt er.
Kardinal Ratzinger beginnt seine Predigt, in der er in italienischer Sprache an die wichtigsten Stationen im Leben von Karol Wojtyla erinnert. In der gut 20-minütigen Predigt spricht er auch über den letzten öffentlichen Auftritt des Pontifex am Ostersonntag, als dieser - "vom Leiden gezeichnet" - den Gläubigen vom Fenster des Apostolischen Palastes den Segen "Urbi et Orbi" erteilte.
Oben im Bild sieht man die weltliche Prominenz, unten im Bild die geistlichen Würdenträger.
Gerhard Schröder und Joschka Fischer während der Messe.
Unter den Trauergästen: (Hinten von links nach rechts) der französische Präsident Jacques Chirac mit seiner Ehefrau Bernadette, US-First Lady Laura Bush, US-Präsident George W. Bush, (vorne von links nach rechts) Die spanische Königin Sophia, der spanische König Juan Carlos, die dänische Königin Margrethe II. und ihr Ehemann Prinz Hendrik.
Aus dem Heimatland Johannes Pauls: der ehemalige polnische Präsident Lech Walesa und seine Ehefrau Danuta.
Trauergäste aus aller Welt: (Hinten von links nach rechts) der iranische Präsident Khatami, Dalma Mádl und ihr Ehemann, der ungarische Präsident Ferenc Mádl; (vorne von links nach rechts) die norwegische Königin Sonja, die schwedische Königin Silvia und der schwedische König Carl Gustaf XVII.
Nicht nur ein Tag der Trauer, sondern auch der Verständigung: Der israelische Präsident, Moshe Katzav (links), sitzt unweit des syrischen Präsidenten Bashar Assad.
Auch Edmund Stoiber und Angela Merkel gehören zu den Trauergästen.
Die Kardinäle bekreuzigen sich vor dem Holzsarg des Papstes. Gegen elf Uhr leitet Ratzinger die Fürbitten ein, die von Gläubigen auf Französisch, Suaheli, Philippinisch, Polnisch, Deutsch, Portugiesisch und Italienisch (Ratzinger) vorgetragen werden.
Die Erzbischöfe in ihren violetten Umhängen
Gegen halb zwölf beginnt Ratzinger die Kommunionfeier. Der Chor singt das Sanctus. Brot und Wein werden von Ratzinger gesegnet und nach dem katholischen Glauben in Leib und Blut Christi verwandelt. "Nehmet und esset davon ...", appelliert Ratzinger an die Gläubigen.
Die Gläubigen werden aufgefordert, einander ein Zeichen des Friedens zu geben und reichen sich die Hände. Blick auf die Zeremonie. Im Vordergrund: die Bischöfe; um den Altar: die Kardinäle; im Hintergrund: die geladenen Staatsgäste.
Nach dem "Agnus Dei" (Lamm Gottes) lädt Ratzinger die Gläubigen zur Kommunion ein ("Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.") und beginnt mit der Verteilung der Hostien. Die Kardinäle verbeugen sich vor dem Altar.
Die Priester brechen auf, um die Hostien an die Gläubigen zu verteilen.
Hier empfängt ein italienischer Polizist von einem Priester die Kommunion.
Nicht alle Gläubigen haben Platz auf dem Petersplatz gefunden. Sie stehen in den Straßen: Blick auf die Via della Conciliazione vor dem Petersplatz
Die Gläubigen auf dem Petersplatz applaudieren nach der Predigt. "Santo"-Rufe ertönen ("heilig"). Fahnen werden geschwenkt.
Zum Abschluss der dreistündigen Zeromonie wird der Sarg mit dem Leichnam des Papstes in die Basilika getragen. Bevor er im Inneren des Doms verschwindet, drehen die Träger den Sarg noch einmal zu den Gläubigen.
Am Mittag wird der Sarg - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - in die Gruft hinabgelassen. Papst Johannes Paul II. hat seine letzte Ruhestätte gefunden.
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