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Die ganze Nacht lang brennt Licht in der Albertville-Realschule.
Die Polizei macht ihre Arbeit, sammelt Beweise zum Ablauf einer schrecklichen Tat.
Eine bedrückende Aufgabe. Auch die Toten müssen weggebracht werden.
Leichenwagen verlassen das Schulgelände.
Unterdessen verbreiten Reporter aus aller Welt die Details, ...
... selbst in den USA ist das Interesse groß an dem Geschehenen.
Aber auch in den Nachbarländern wird die Tragödie wahrgenommen.
Am Tag nach dem Amoklauf des 17-jährigen Tim K. ist nichts mehr wie vorher im kleinen Winnenden. 16 Menschen sind tot - 15 Opfer und ein Täter.
An der Schule gedenkt man der Opfer.
Die Menschen der Stadt bringen Blumen, Kerzen und ...
... Botschaften.
Ein Abschiedsgruß an die Opfer, ...
... die Fahnen auf Halbmast gesetzt.
Trost wird gesucht, ...
... etwa im Schoß der Kirche.
Gelegenheit zum Nachspüren, zum Fühlen, ...
... zur Auseinandersetzung ...
... mit der Tragödie.
Warum? Das ist die Frage, die die meisten quält.
Was bringt einen Jugendlichen dazu, zur Waffe zu greifen? Wie konnte er überhaupt da rankommen?
Hätte die Tat verhindert werden können?
Trägt jemand die Verantwortung?
Es wird politische Diskussionen geben. Über so genannte Killerspiele, über das Waffengesetz, ...
... über Lehrermangel und Schulpsychologen, ...
... über eine kalte Gesellschaft, ...
... über Verrohung und Gewalt.
Ob es befriedigende Antworten geben wird, ist offen.
Nach dem Massaker in Erfurt sagte der damalige Bundespräsident Johannes Rau: " Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar naheliegenden Erklärungen."
Und weiter: "Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht. Wir werden sie - letzten Endes - auch nie völlig erklären können." (Alle Bilder: dpa, Reuters, AP)
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