Ein Jahr nach der Tsunami-Katastrophe leben die meisten der durch die Flutwelle obdachlos gewordenen Menschen noch immer in Notunterkünften. Nur ein Fünftel der 1,8 Millionen Betroffenen hat wieder ein richtiges Dach über dem Kopf.Bild 1 von 32 "Die erste Reaktion war zu Recht darauf ausgerichtet, Leben zu retten und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern", sagt Jeremy Hobbs, der Vorsitzende von Oxfam International. "Der Wiederaufbau der Gemeinden wird aber wesentlich länger dauern."Bild 2 von 32 Zu Recht sind die Hilfsorganisationen jedoch stolz darauf, nach dem Tsunami den Ausbruch von Seuchen verhindert zu haben.Bild 3 von 32 "Die Welt hat gezeigt, dass sie auf die Jahrhundertkatastrophe des Tsunami reagieren kann", sagt der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Dietrich Garlichs.Bild 4 von 32 Die drei Flutwellen am 26. Dezember 2004 rissen rund 231.000 Menschen in den Tod. Die meisten Opfer hatte Indonesien zu beklagen. Dort kamen mindestens 131.934 Menschen ums Leben, 37.066 gelten als vermisst.Bild 5 von 32 Sri Lanka trennt in seiner Opferstatistik nicht mehr zwischen Toten und Vermissten: Hier starben 35.322 Menschen. 12.405 Tote gab es in Indien. 5.640 Menschen sind zusätzlich als vermisst registriert. In Thailand starben 5.395 Menschen, dazu kommen 2.817 Vermisste.Bild 6 von 32 Die Flutwelle überspülte auch die Küsten Ostafrikas In Kenia, Somalia und Tansania sowie in Madagaskar und auf den Seychellen kamen 164 Menschen ums Leben. Zusätzlich werden noch immer 139 Menschen vermisst.Bild 7 von 32 Die Malediven hatten 82 Tote und 26 Vermisste zu beklagen, in Malaysia waren es 69 Tote und fünf Vermisste. 61 Menschen starben offiziellen Zahlen zufolge in Birma (Myanmar), zwei in Bangladesch.Bild 8 von 32 Der Schaden des Tsunami in Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand, den Malediven, Birma, Bangladesch und den ostafrikanischen Küstenländern wird auf mehr als zehn Milliarden Euro beziffert.Bild 9 von 32 Das Entsetzen war weltweit. Dies lag sicher am unvorstellbaren Ausmaß der Katastrophe, aber auch daran, dass viele Touristen betroffen waren.Bild 10 von 32 Die Toten kamen aus mehr als 40 Staaten außerhalb der Region, die weitaus meisten aus Schweden und Deutschland.Bild 11 von 32 Mehr als 500 Deutsche kamen in Folge des Tsunami ums Leben. 537 wurden bislang identifiziert, 15 werden auch ein Jahr nach der Katastrophe vermisst.Bild 12 von 32 Für die Tsunami-Opfer wurden in Deutschland 670 Millionen Euro gespendet. Dies ist die höchste Spendensumme, die jemals nach einer Katastrophe in Deutschland gesammelt wurde.Bild 13 von 32 Christina Rau, die Fluthilfe-Sonderbeauftragte der Bundesregierung, sagt, die Hilfe sei rund einer halben Million Menschen zu Gute gekommen.Bild 14 von 32 Vor allem in Sri Lanka und Indonesien gibt es zahlreiche von Deutschland aus organisierte Haus- und Schulbauprojekte. In Thailand wurden mehrere Krankenhauspartnerschaften ins Leben gerufen.Bild 15 von 32 Ausgelöst wurde der Tsunami durch ein Seebeben, dessen Epizentrum vor Indonesien lag.Bild 16 von 32 Der Begriff "Tsunami" kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "große Welle im Hafen". Tsunamis breiten sich mit bis zu 900 Stundenkilometern aus und können so binnen weniger Stunden ganze Ozeane durchqueren.Bild 17 von 32 Auf hoher See sind die Flutwellen nicht größer als zwei oder drei Meter und machen sich kaum bemerkbar. In flachen Küstengewässern und engen Buchten laufen sie dann zu enormen Höhen auf und können ganze Landstriche verwüsten.Bild 18 von 32 Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 machte ganze Dörfer dem Erdboden gleich. Die gigantischen Wellen spülten Fischerboote, Autos und Häuser bis zu sechs Kilometer ins Landesinnere hinein.Bild 19 von 32 Die Spuren der Verwüstung am Indischen Ozean sind noch immer allgegenwärtig. Tausende Tonnen Trümmer lagern in zahllosen wilden Müllkippen. Das Abwasser aus den Flüchtlingslagern wird ungeklärt in den Ozean gepumpt.Bild 20 von 32 "Unsere größte Herausforderung war die schiere Masse", sagt Tim Walsh, der die Arbeit des UN-Entwicklungsprogramms in der Provinz Aceh leitet. "Der Müll war überall in den Straßen. Wir fanden Leichen unter Häusern und in Teichen."Bild 21 von 32 In der indonesischen Provinzhauptstadt Banda Aceh hinterließ der Tsunami nach Schätzungen der UN 1,5 Millionen Kubikmeter Dreck und Schmutz - genug, um 30 Fußballfelder bis zur Höhe dreistöckiger Gebäude zu bedecken.Bild 22 von 32 Auf den Malediven sind einige Inseln unbewohnbar, weil sie mit Schmutz bedeckt und Trinkwasserbrunnen für zehntausende Menschen verunreinigt sind.Bild 23 von 32 In Sri Lanka wurden 2,7 Millionen Kubikmeter Abfall in Lagunen und ökologisch sensible Wassergebiete gepumpt.Bild 24 von 32 Experten schätzen, dass der Wiederaufbau (hier ein Bild aus Aceh) noch drei bis fünf Jahre dauern wird. Unicef-Geschäftsführer Garlichs betont, dass es auch nach dem Erdbeben im japanischen Kobe von 1995 sieben Jahre gedauert hat, bis die Schäden behoben waren.Bild 25 von 32 "Die Soforthilfe hat sehr, sehr gute Ergebnisse gebracht", berichtet Ingo Radtke von der "Aktion Deutschland Hilft" gegenüber n-tv.Bild 26 von 32 "Auch der Wiederaufbau ist auf dem Weg. Was wir mit einkalkulieren müssen ist, dass die Beteiligung der Betroffenen natürlich das oberste Gebot ist und dass es nicht immer nach den bei uns üblichen Regularien abgeht. ...Bild 27 von 32 ... Das heißt, man muss manchmal sehr viel länger Gespräche führen, Genehmigungsvorgänge dauern länger. Und hier muss man auch ein bisschen Geduld aufbringen."Bild 28 von 32 Schneller ist der Wiederaufbau in den klassischen Touristengegenden. Auf Ko Phi Phi in Thailand gibt es zwar noch Baustellen, doch muss man ziemlich genau hinschauen, um sie zu entdecken.Bild 29 von 32 Auch an den Stränden, die zunächst leer blieben, ?Bild 30 von 32 ? liegen mittlerweile wieder Urlauber in der Sonne - einige von ihnen auch, um vor Ort um Angehörige zu trauern, die in den Flutwellen ums Leben kamen.Bild 31 von 32 Für die Einheimischen ist die Rückkehr der Urlauber wichtig. Gerade in den Küstengebieten sind die meisten Menschen auf den Tourismus angewiesen.Bild 32 von 32