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Samstag, 13. Februar 2010

Nicht nur Blumen allein: Was tun am Valentinstag?

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Vor der "Beschenke dein(e) Liebste(n)"-Werbung der Blumen-, Parfüm- und Süßwarenindustrie gibt es jedes Jahr ... (Foto: picture-alliance/ dpa)

Vor der "Beschenke dein(e) Liebste(n)"-Werbung der Blumen-, Parfüm- und Süßwarenindustrie gibt es jedes Jahr ...

Vor der "Beschenke dein(e) Liebste(n)"-Werbung der Blumen-, Parfüm- und Süßwarenindustrie gibt es jedes Jahr ...

... spätestens Anfang Februar kein Entkommen mehr.

Und wer seinen Partner liebt, will am Valentinstag - nicht zuletzt auch weichgekocht von diesem Werbe-Druck - zumindest mit einer Kleinigkeit aufwarten.

Aufgeklärten Menschen ist natürlich bewusst, dass Schokolade nicht wirklich besser schmeckt als sonst ...

... und rote Rosen am 14. Februar unter Umständen das Doppelte kosten.

Aber es müssen ja auch nicht immer Blumen oder Pralinen sein.

"Die Liebe pflegen", lautet stattdessen der Rat von Psychologen und Paarberatern.

Es ist immer sinnvoll, etwas für die Beziehung zu tun - warum also nicht den Valentinstag dazu nutzen?

Das reicht zwar nicht für das ganze Jahr, und es kann auch nicht wieder gutmachen, wenn Geburtstags- oder Hochzeitstage vergessen wurden.

Trotzdem ist der 14. Februar ein guter Anlass, dem Partner zu zeigen, was er einem bedeutet.

"Es ist für manche am Valentinstag leichter, weil es die anderen ja auch tun und es somit weniger peinlich ist", so Paarberater Wesner aus Hamburg.

"Der Valentinstag ist ein Ritual. Und Rituale zu pflegen, ist immer sinnvoll, weil wir ohnehin so wenige davon in unserem Leben haben."

Die reichlich beworbenen Blumen - erst die Floristen verhalfen hierzulande in den 50er Jahren dem Valentinstag zu seiner Bedeutung - reichen dafür nicht.

Sie werden aber dennoch immer gern genommen: In der Valentinswoche wird mit ungefähr 110 Millionen Euro mehr als doppelt so viel für Schnittblumen ausgegeben wie in einer normalen Woche.

"Gerade die roten Rosen sind überritualisiert. Sie sind deshalb kaum noch ein Symbol für starke Gefühle, sondern eher für Einfallslosigkeit", meint dazu Paarberater Diesbrock aus Hamburg.

Blumen müssen am 14. Februar deswegen aber nicht zum Tabu werden.

Sie könnten aber der Anfang eines besonderen Tages sein.

Man muss ja nicht gleich heiraten (wie diese Valentinstag-Brautpaare in Thailand), ...

... und man muss sich auch nicht geradezu überschlagen vor verrückten Ideen.

Auf gemeinsam verbrachte Zeit und gute Ideen kommt es nach Ansicht der Psychologen vor allem an.

"An einem Tag wie dem Valentinstag sollte es darum gehen, Aufmerksamkeit zu verschenken - keine Aufmerksamkeiten", so Diesbrock.

Ein Kinobesuch allein sei ein wenig dürftig. Paare redeten sowieso "durchschnittlich nur zehn Minuten am Tag miteinander", sagt der Mediator Voelchert aus München.

Da sei der Valentinstag eine gute Gelegenheit, sich Zeit für längere und intensivere Gespräche zu nehmen.

Oder auch mehr Zeit für Zärtlichkeiten, Berührungen und Küsse - Dinge, die in einer Partnerschaft selbstverständlich erscheinen, aber im Alltag leider oft untergehen.

So ein Tag sollte sich schon vom Alltag unterscheiden. Das Paar kann sich vorher auch gemeinsam überlegen, was es an diesem Tag tun möchte.

Der Valentinstag birgt allerdings auch Gefahren: "Auch an diesem Tag gilt die Grundregel, dass man als Partner kein Recht auf Geschenke oder Aufmerksamkeiten hat", sagt Paarberater Wesner.

Um Enttäuschungen vorzubeugen, sollte ein Paar daher vorher genau klären, welche Bedeutung der Tag für beide hat.

Man sollte den Valentinstag nicht überwerten, muss ihn aber auch nicht gleich verteufeln.

Vielleicht ist auch hier wie so oft der "goldene Mittelweg" der beste: Nicht übertreiben, keinen großen Aufwand veranstalten, aber die Gelegenheit nutzen, etwas Unerwartetes zu tun und den anderen damit zu überraschen. Und das ist ja nie verkehrt. (Text: Andrea Beu/dpa)

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