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Die Saison ist eröffnet:
An jeder Ecke wachsen Baum-Verkaufsstände aus dem Boden und bieten eine ganze Palette verschiedenster Tannenbäume an.
23 Millionen dürften es auch dieses Jahr wieder sein, ...
... die mal überladen und herrlich kitschig, ...
... mal total verrückt amerikanisch verkehrt herum von der Decke hängend, ...
... oder voll patriotisch, ...
... gesundheitsbewusst ohne Süßkram, ...
... ziemlich spärlich, ...
... oder ganz klassisch rot mit Holzfiguren geschmückt in deutschen Wohnstuben leuchten!
Selbst jeder siebte Single holt sich für die Gemütlichkeit einen Baum ins Haus.
Aber welcher soll es sein? Tanne, Fichte, Kiefer oder doch was Unechtes?
Die Nordmanntanne ist die beliebteste, denn sie braucht relativ wenig Pflege.
Die Nadeln piecksen fast gar nicht, bleiben lange am Baum hängen, und die Nordmanntanne nimmt es einem auch nicht krumm, wenn sie mal zu wenig Wasser bekommt. In warmen Zimmern übersteht sie durchaus anderthalb Wochen.
Die Weißtanne, die ihren Namen ihrer hellen Rinde verdankt, galt lange als der klassische Weihnachtsbaum. Ihre Nadeln sind weich und duftend.
Doch sie hat sich mittlerweile rar gemacht. Nicht nur im weihnachtlichen Wohnzimmer, sondern auch in der Natur ist sie immer weniger zu sehen. Diese hier schmückt mittlerweile das Berliner Bundeskanzleramt.
Die Blaufichte ist ein Baum für die besonderen Ansprüche, sagen zumindest erfahrene Händler, was wahrscheinlich an ihrer Farbe liegt.
Die Nadeln sind zwar schön anzuschauen, aber sehr zäh. Ohne Handschuhe macht das Schmücken keinen Spaß.
Hier kommt der Baum des Ostens: 8-15 cm lange dunkelgrüne Nadeln sind charakteristisch für ...
...die Schwarzkiefer! Eher aus der Not avancierte er im Nordosten Deutschlands zum klassischen "Ersatzweihnachtsbaum". Der Grund: Auf dem sandigen Lehmboden wächst kaum eine Nadelbaumart.
Die Nobilistanne ist ein echter "Langläufer". Vier Wochen hält sie locker ohne Nadeln durch. Allerdings wächst sie für gewöhnlich eher krumm.
Keineswegs krumm und schief kommt dieser Weihnachtsbaum aus Bürsten daher. Ein wenig Tannenduft aus der Spraydose, und es riecht wie im Wald. Wohl eher was für den unkonventionellen Baumliebhaber.
Kinder mögen ganz sicher keine Imitate, egal ob aus Plastik oder Bürsten. Ein Teil des Zaubers von Weihnachten ist der große Baum aus dem Wald.
Wer seinen (echten) Baum länger stehen lassen will, kann das lästige Nadeln zwar nicht verhindern, aber immerhin mit kleinen Tipps hinauszögern.
Gute Karten hat schon mal, wer seinen frisch geschnittenen Baum so spät wie möglich kauft! Und wer weiß, vielleicht rieselt ja doch noch der Schnee.
Selber schlagen ist ökologisch sehr korrekt. Dann ist der Baum frisch und muss nicht importiert werden. Außerdem werden nur so viel Bäume geschlagen wie benötigt.
Nach dem Kauf sollten sie ihm eine Anpassungszeit gönnen. Am besten auf der Terasse oder auf dem Balkon lagern. Wichtig: Den Baum vom Transportnetz befreien und ins Wasser stellen!
Wenn der Baum sich an die neue Umgebung gewöhnt hat (durchschnittlich nach ein bis zwei Tagen), darf er in die warme Stube. Kurz vor dem Aufstellen am Fuß des Baumes eine etwa drei Zentimeter große Scheibe absägen, dann sind die Leitungsbahnen wieder schön frisch.
Wird der Baum auch im Christbaumständer nicht ignoriert und immer schön gegossen (ein paar Löffel Zucker ins Wasser geben), dann bleibt er lange frisch.
Was passiert eigentlich mit den vielen Bäumen, die nicht unters Volk gebracht werden?
Die fressen die Elefanten! Traditionell werden im Rostocker Zoo zum Jahreswechsel die frischen Weihnachtsbäume, die nicht verkauft wurden, an verschiedene Zoobewohner verfüttert. (alle Bilder AP, dpa)
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