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Wasser ist Leben!
Es gilt als einer der wichtigsten Stoffe auf der Welt. Ohne Wasser gibt es kein (Über-) Leben auf der Erde.
Wasser ist im reinen Zustand geschmacks- und geruchsneutral.
Zudem hat Wasser die Eigenschaft, das Licht verstärkt im roten sichtbaren und im nahen Infrarotbereich zu absorbieren und erscheint deshalb blau.
Auch Wasser unterliegt der Erdanziehungskraft - und fließt immer in Richtung der tiefsten Stelle. Dabei können große Kräfte entstehen, ...
... die der Mensch mit Hilfe von Wasserrädern und Mühlen seit der Antike zu nutzen weiß.
Wasserkraft bezeichnet die Strömungsenergie von fließendem Wasser.
Mit Hilfe von Wassermühlen und Wasserrädern wird die Energie des Wassers in mechanische Energie umgewandelt.
Heute werden mit Wasserkraftwerken rund 18 Prozent der weltweiten elektrischen Energie erzeugt.
Die gewonnene Energie aus Wasserkraftwerken nimmt damit den größten Anteil der erneuerbaren Energien ein. (Der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin am Wasserkraftwerk in Rottenburg-Kiebingen.)
Aber, wie funktioniert eigentlich ein Wasserkraftwerk?
Zunächst einmal muss das Wasser in Stauanlagen zurückgehalten werden.
Das gestaute Wasser wird zuerst durch einen so genannten Rechen grob gesiebt und über Rohre zu den Turbinen geleitet.
Die Energie des Wassers wird somit in eine Drehbewegung der Turbine umgewandelt.
Die Drehbewegung der Turbine wird über eine Welle direkt zum Generator weitergeleitet, der wiederum die mechanische Energie in elektrischen Strom umwandelt.
Der Strom wird durch einen Transformator geschickt und ins Stromnetz eingespeist. Das Wasser gelangt durch den Diffusor zurück in sein ursprüngliches Flussbett.
Wasserkraftwerke sind technisch ausgereifte Technologien, die seit über 100 Jahren zuverlässig im Einsatz sind.
Der Neubau einer Stauanlage ist technisch äußerst aufwendig und enorm kostspielig.
Die hohen Bau- und Konstruktionskosten belasten die Rentabilität der Anlagen und führen zu höheren Strompreisen.
Wasserkraftwerke haben einen hohen Wirkungsgrad. Der Strom aus Wasserkraft steht zudem ständig zur Verfügung.
Der größte Vorteil bei der Stromgewinnung aus Wasserkraftwerken ist, dass keine klimaschädlichen Treibhausgase entstehen.
Zudem kann die Energie aus Wasserkraftwerken gespeichert werden.
Das Filtern des Wassers reinigt nicht nur die Flüsse, sondern bringt auch skurrile Fundstücke zum Vorschein.
Das so genannte Schwemmgut reichte im Wasserkraftwerk Finsing bei München aus, um ein ganzes Museum damit zu bestücken.
Allerdings haben die Wasserkraftwerke auch weitreichende negative Auswirkungen auf die Natur.
Nicht nur die Landschaft und das ökologische Gleichgewicht können zerstört werden. Durch den Bau von Staubecken können sogar Erdbeben ausgelöst werden.
Fische geraten nur zu oft in die Turbinen und werden dort getötet.
Für einen Wasserwerk-Neubau müssen oft auch Bewohner oder Kulturgüter weichen. Betreiber von Wasserwerken lassen sich deshalb so einiges einfallen, um Anwohner und Naturschützer zu besänftigen.
Um die Fische zu retten, werden neben den Wasserkraftwerken so genannte Fischtreppen ...
... in verschiedenen Formen gebaut.
Eher sachliche und farblich triste Fassaden von Wasserkraftwerken werden außerdem, wie hier im Elsass, von Künstlern verschönert.
Daniel Dyminski gestaltete das gesamte Wasserwerk bei Neuf-Brisach am Rhein neu. Seine Motive haben immer einen Bezug zum Wasser und zum Strom aus Wasserkraft.
Auch Maschinenräume in neuen Wasserwerken ...
... bekommen ein farbigeres Aussehen.
2006 wurden in Deutschland rund 21,6 Milliarden Kilowattstunden durch Wasserkraft erzeugt. Das war ein Anteil am gesamtdeutschen Stromverbrauch von 3,5 Prozent.
Durch Strom aus Wasserkraft wurden in Deutschland im vergangenem Jahr ca. 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Hierzulande wird das Potenzial der Wasserkraft bereits zu 73 Prozent genutzt. Weitere Wasserkraftwerke befinden sich im Bau. (Alle Bilder: dpa/wikipedia)
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