Es ist dunkel und riecht nach modrigem Keller.Bild 1 von 20 Tief versteckt in einem Kiefernwald bei Prenden nördlich von Berlin sollte die DDR-Regierungselite im Falle eines Atomschlags überleben. Der vom Nationalen Verteidigungsrat gebaute Honecker-Führungsbunker mit dem militärischen Code 17/5001 und ...Bild 2 von 20 ... dem Tarnnamen "Perle" konnte bis zum 26. Oktober besichtigt werden. Jetzt wird er wohl für immer verschlossen.Bild 3 von 20 Der Bunker, der 1983 fertiggestellt wurde, galt als technische Meisterleistung und war das wohl aufwendigste Bauwerk seiner Art im gesamten Ostblock außerhalb der Sowjetunion.Bild 4 von 20 Er entstand im Zuge der atomaren Aufrüstung während des Kalten Krieges, als die USA begannen, eine neue Generation atomarer Mittelstreckenraketen des Typs Pershing II sowie Cruise Missiles am Eisernen Vorhang aufzustellen.Bild 5 von 20 Der Bunker war für Besucher nur noch notdürftig beleuchtet worden - Schrottdiebe hatten fast die gesamte Verkabelung sowie einen Großteil des Rohrsystems mitgehen lassen.Bild 6 von 20 Die Druckwelle eines Atomschlags hätte selbst einen etwa 85.000 Tonnen schweren Bunker angehoben und dann mit großer Wucht wieder zu Boden fallen lassen, was wohl niemand überlebt hätte.Bild 7 von 20 Durch eine frei schwingende Aufhängung der Räume im Innern des Baus wäre die ungeheuere Beschleunigung gemildert worden.Bild 8 von 20 Der Bunker ist etwa 49 Meter breit, 65 Meter lang und 24 Meter hoch. Im Fall des atomaren Angriffs hätten in den 170 Räumen bis zu 400 Menschen zwei Wochen lang überleben können. (Im Bild: Das Schlafzimmer von Stasi-Minister Erich Mielke)Bild 9 von 20 Die eigentliche dreigeschossige Überlebenskapsel ist ein stählernes Haus inmitten des Bunkers, das beweglich an einer Stahlkonstruktion an der Bunkerdecke hängt.Bild 10 von 20 Wären die Stahlseile durch die Wucht der Druckwelle geborsten, wäre die Konstruktion auf mit Stickstoff gefüllte Prallkissen gefallen und zudem durch eine Vielzahl russischer Spezialdämpfer gebremst worden.Bild 11 von 20 Trotz der Plünderer ist noch viel vom ranzigen Charme des sozialistischen Bauwerks erhalten geblieben.Bild 12 von 20 Etwa der aus russischer und DDR-Technik zusammengebastelte Dispatcherraum, der mit grauen Pulten und Schaltkästen ausgestattet war und das Kontrollzentrum des Bunkers bildete.Bild 13 von 20 Wer den Bunker besuchen wollte, konnte eine Führung in Deutsch oder Englisch buchen.Bild 14 von 20 Er liegt eine Autobahnabfahrt nördlich der ehemaligen Politbürosiedlung Wandlitz rund 40 Kilometer von Berlin entfernt. (Im Bild: der Verschlüsselungsraum)Bild 15 von 20 DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker ...Bild 16 von 20 ... war von der Vorstellung, seine Staatsgeschäfte von hier aus führen zu müssen, offenkundig nicht angetan.Bild 17 von 20 Zur Fertigstellung des Bunkers soll er ein einziges Mal für 15 Minuten vorbeigeschaut ...Bild 18 von 20 ... und sich danach in dem mit Wachtürmen abgeriegelten Kiefernwald ...Bild 19 von 20 ... nie wieder sehen gelassen haben. (Alle Bilder: AP, dpa, Reuters)Bild 20 von 20