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Dienstag, 20. Dezember 2016

Mindestens zwölf Tote: Lkw rast auf Weihnachtsmarkt in Berlin

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Fünf Tage vor Heiligabend wird Berlin von einem tödlichen Vorfall erschüttert. Ein Lkw rast gegen 20 Uhr mitten in einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Sie ist ein beliebtes Ziel ... (Foto: dpa)

Fünf Tage vor Heiligabend wird Berlin von einem tödlichen Vorfall erschüttert. Ein Lkw rast gegen 20 Uhr mitten in einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Sie ist ein beliebtes Ziel ...

Fünf Tage vor Heiligabend wird Berlin von einem tödlichen Vorfall erschüttert. Ein Lkw rast gegen 20 Uhr mitten in einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Sie ist ein beliebtes Ziel ...

... für Berliner und Touristen. Mindestens zwölf Menschen sterben, Dutzende weitere werden verletzt.

Den Einsatzkräften bietet sich ein Bild der Verwüstung. Auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern fuhr der Lkw über den Markt und zerstörte dabei mehrere Buden.

Augenzeugen berichten, dass einige Menschen unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurden.

45 Menschen wurden verletzt - einige davon schwer.

Viele von ihnen erlitten Quetschungen, einige haben innere Verletzungen davongetragen.

Der Lastwagen gehörte einer polnischen Spedition, wie deren Eigentümer Ariel Zurawski dem polnischen Sender TVN 24 sagte.

Er nimmt an, dass der Lastwagen einige Stunden vor der Attacke gestohlen wurde.

Seinen Fahrer habe er telefonisch nicht mehr erreicht.

Im Lkw befand sich neben dem Fahrer auch eine weitere Person, die als polnischer Staatsbürger identifiziert wurde. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Der mutmaßliche Fahrer hingegen konnte noch am Abend festgenommen werden, nachdem er versucht hatte, zu flüchten.

Er soll den Ermittlern bereits bekannt sein - allerdings nicht wegen eines terroristischen Hintergrundes, ...

... sondern wegen kleinerer krimineller Delikte. Derweil sperrte die Polizei das Areal um den Weihnachtsmarkt weiträumig ab.

Denn immer noch versammelten sich viele Menschen um den Weihnachtsmarkt - obwohl die Polizei auf einer Anzeigetafel darum bat, dass die Berliner ...

... zu Hause bleiben mögen und Umstehende aufforderte, die Rettungswege für Krankenwagen freizuhalten.

Noch in der Nacht erklärten die Rettungskräfte den Einsatz für abgeschlossen.

"Die Berliner Feuerwehr hat ihren Rettungseinsatz am Breitscheidplatz beendet", teilte die Polizei via Twitter mit.

Hinweise auf eine "weitere gefährdende Situationen in der City" gebe es nicht.

Am Morgen müssen jedoch noch immer 20 Menschen in Kliniken behandelt werden. Berlins Bürgermeister Michael Müller zeigt sich erschüttert: "Es ist einfach furchtbar, das hier zu sehen."

Es sei "sehr bedrückend, ein Schock, weil wir immer gehofft haben, dass wir diese Situation in Berlin nicht haben werden", so Müller weiter.

Der Lkw, mit dem der Täter auf den Weihnachtsmarkt raste, soll am Morgen zur Spurensicherung abgeholt werden.

Die Unglücksstelle bleibt weiterhin abgesperrt, bis die Spurensicherung ihre Arbeit abgeschlossen hat.

Lange ist nicht klar, ob es sich tatsächlich um einen Terroranschlag handelt. Am Morgen twittern die Berliner Ermittler: ...

... "Alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag ...

... laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt". Vieles von dem, was am Breitscheidplatz zu sehen ist, erinnert an den Anschlag von Nizza am 14. Juli.

"Gleiche Vorgehensweise. Gleiche blinde Gewalt. Gleicher Hass auf glückliche Menschen", schreibt Nizzas Bürgermeister Philippe Pradal auf Twitter.

Auch in Nizza war ein Sattelschlepper mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gerast. 84 Menschen wurden damals getötet.

Die Berliner Polizei bittet darum, aus Pietätsgründen keine Fotos von Toten oder Verletzten in den sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Auf Facebook und Twitter war die Anteilnahme groß. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte sich: ...

... "Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann", twitterte er im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Am Unglücksort legten die Berliner noch in der Nacht Blumen nieder ...

... und zündeten Kerzen für die Opfer der Attacke an. (jug)

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